Merkwürdige Ergebnisse bei Binojustage

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Vergil

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Hallo
Nach dem der Rohbau meines Selbstbau Binos fertig ist und ich auch schon erste optische Test gemacht habe bin ich zu einem merkwürdigen Ergebnis gekommen das ich 1.) nicht verstehe, und 2.) anders im Forum gelesen habe weswegen ich für eine Erklärung dankbar wäre... Also vorab, ich habe ja einen einzelnen gemeinsamen kastenförigen Tubus gebaut, die beiden Objektive sind seperat zueinander justierbar (3 Zug-, 3 Druckschrauben je Objektiv) nur die OAZ sind fix angebracht. Jetzt hatte ich rumprobiert die Bilder Deckungsgleich zu bekommen und habe erstmal ein Objektiv grob eingestellt und das andere gekippt und verstellt und siehe da.... Nichts! Die Verstellung eines Objektivs zum anderen bringt bezüglich der Deckung der Bilder nichts! Nur die schärfe des Bildes verändert sich, obwohl auch bei einem stark gekippten Objektiv (so ca. 10-30°)sich das Bild zwar verschlechtert aber nicht so stark wie man das erwarten würde. Woran liegt das? Die einzige Möglichkeit die ich bisher gefunden habe die Bilder deckungsgleich zu bekommen ist es die Umlenkspiegel mit den 2 Stellschrauben des OAZ Halterings leicht zu verkippen. Sprich wenn ich eine exakte Justage will wäre die Anbringung einer 3. Schraube ratsam. Oder hab ich grad nen Denkfehler?
 
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Hallo Vergil

Lass doch mal ein Foto von deinem Bino rüberwachsen.

Wenn die Umlenkspiegel nicht genau ausgerichtet sind,
werden die Bilder nicht deckungsgleich.
Am besten macht man die Spiegel ebenso justierbar wie die
Objektive.

Gruß
Pit
 
Wenn Du die Objektive zur Justage benutzen willst, handelst Du Dir u.U. einen gewaltigen Astignatismus ein (Unschärfe)und wirst dabei keinen großartigen Kollimationseffekt erzielen.
Entweder Du justierst die Tuben gegeneinander oder Du verkippst die Umlenkspiegel. Jeweils eine Schraube pro Spiegelgehäuse reicht übrigens, einmal vertikal und einmal horizontal!
 
Hallo
Also hab ich das doch richtig gesehen. Danke für eure Antworten! Bilder werden erst geposted wenn das optische Finish erreicht ist, das wäre spätestens am Montag ;o) Bisher siehts auf Fotos noch gruselig aus
 
Hallo Vergil,

für die Grundjustage würde ich die OAZ erst einmal einstellen, dann die Objektive wieder collimieren, Durchsehen...wenn die Bildüberlappung nahezu erreicht wurde (am Besten am Stern oder wirklich sehr weit entfernten Objekt), dann erst mit den Umlenkspiegeln feinjustieren. Das dauert zwar, damit vermeidest Du aber grobe Bildfehler.

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo Vergil,

jetzt erst bin ich hier dazugestoßen. Ich ahne, was Du mit
dem Kippen der Objektive erreichen willst. Möchtest Du damit
das Bild hinten am Okular hin- und herschieben???
Falls ich recht habe: Das geht nicht (von minimalen Effekten
bei dicken Optiken und starker Verkippung einmal abgesehen)!!!

Der Zentralstrahl eines in das Objektiv eintretenden Strahlenbündels kommt hinten unter genau dem gleichen Winkel wieder heraus, wie er vorne eingetreten ist. Er geht praktisch kerzengerade durch das Objektiv hindurch. Das ist
physikalisch begründet. Das Kippen des Objektivs ist also
völlig ungeeignet, um das Bild hinten zu verschieben. Man
macht sich damit nur die Abbildungsqualität kaputt. Justierbare Objektive gibt es nur deshalb, damit man eine eventuelle Verkippung auf Null bringen kann.

Grüße und CS

Kurt
 
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