Messiermarathon am 25. 3.

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Michael Fasan

Aktives Mitglied
Hallo Freunde des astronomischen Quicksteps!

Gestern ist mir von Neunkirchen, Niederösterreich ein ganz guter Messiermarathon gelungen. 102 Messierobjekte konnte ich zweifelsfrei einstellen. Der Abend war noch teilweise von Wolken verkompliziert, dann folgte eine wunderschöne, recht warme etwas windige Nacht.
Am Abend fehlten mir M 74 und M77 (2 Tage alter Mond), am Morgen gingen mir M 75, M 55, M30, M 72 und 73 und leider auch M 2 durch die Lappen, sonst war die Liste komplett. Ich hatte mich in den südlichen Schützenhaufen etwas verzettelt. Dei hätte ich aufgeben sollen und besser M 2 suchen sollen, der wäre drin gewesen.
Als Instrument diente mir ein 150/750 GSO Newton auf Vixen GP.

Liebe Grüße, michl fasan
 
Hallo michl fasan,

ja super, dass du dich am Messier-Marathon versucht hast. So etwas hab ich bisher hier noch gar nicht gesehen.
Wenn es dein erster Veruch war, dann hast du meinen Respekt. 102 sind eine stolze Zahl.
Am 24.03. habe ich den Coma-Galaxienhaufen durchgearbeitet. 12 Galaxien sind zusammengekommen. Allerdings zeichne und beschreibe ich die Objekte auch recht ausführlich.

Gruß,
Stefan
 
Hallo michl fasan

Gratulation --- 102 Objekte sind respektabel !!!

M2 wäre wohl noch drin gewesen, evtl. auch M77 trotz Mond, da die eine hohe Flächenhelligkeit hat. Die restlichen Objekte sind von unseren Breiten schwierig bis unmöglich.

Ich habe am 23.3. einen Messier-Marathon versucht, allerdings war es viel zu dunstig. Objekte unter 20° sind komplett abgesoffen. Da ich nach M74 und M77 auch an M79 scheiterte, habe ich den Marathon abgebrochen.

Mein letzter Marathon war 1999, da habe ich genau 100 Objekte geschafft. Wenn am Morgen Skorpion und Schütze aufgehen wird es ganz schön hektisch - und die Dämmerung rückt schnell näher ...

Viele Grüße,
Andreas
 
Hallo Ihr Beiden, danke für Eure Antworten!

Ganz der erste Versuch war es ja nicht, ich hab den Einstieg schon öfters geübt, aber genau zum Termin hat dann meistens irgendwas nicht gepasst.
Ich hatte die Idee dazu schon vor 8 Jahren...

Die Wolkensituation am Beginn hab ich mit dem Handy festgehalten. Dann wurde es aber prachtvoll.

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/messiermarathon125.3.63k72.jpg

Jedenfalls hab ich eine Riesenfreude mit dem Ergebnis.

Lg, michl fasan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Fasan,

vor 100 Objekten in einer Nacht ziehe ich echt den Hut!

Was mich interessiert, wie lange hast Du Dir Zeit gelassen ein Objekt zu beobachten - oder war es eher ein okay einwandfrei gesehen, und weiter gehts? Wie hat sich Deine Beobachtungszeit aufgeteilt zwischen Aufsuchen und Objekt beobachten?

Gruß Sven
 
Hallo Sven!

Gar nicht lange, meist hab ich die Objekte nur augesucht und in die Liste eingetragen. Insbesondere abends und in der Früh hatte ich keine Zeit. Im Virgohaufen hatte ich es leichter, da war auch Zeit für Makarians Kette.
Aber viele Details waren nicht drin. Ich hab mit meinem Newton und wegen der notwendigen großen AP nur mit längerbrennweitigen Okus beobachtet. Da sind die Galaxien nur kleine Fleckerln. Aber auch M 83 war sehr deutlich und die geht nur bei guter Horizontsicht. Also hab ich viel mehr Zeit ins Aufsuchen gesteckt udn wenig ins Beobachten.
Immerhin ich hab viel dazugelernt dabei. M 77 und M 2 hab ich aus mangelnder Erfahrung nicht gesehen.
Dennoch war das Ganze ein tolles Abenteuer.

lg, michl
 
Hallo,

ich habe es am 19. 3. zum ersten mal versucht. Das war aber nur wegen des guten Wetters, also ohne große Vorbereitung. Ich bin nur auf 60 Objekte gekommen. Dafür habe ich es aber auf eine Art besonders sportlich genommen und andererseits auch ein wenig mehr geschaut, als nur abzuhaken.

Damit meine ich, dass ich nur mein Telementor I genommen habe und die Objekte nach Tabellenwerten und nur mit einer Sternkarte zur Ermittlung des Stundenwinkels also ohne irgendwelche Computerunterstützung mit handbedienter Montierung aufgesucht hatte. Das ging natürlich nur durch genauest mögliche Einnordung vor Beginn der Aktion. Durch diese Verzettelung musste ich dann z. B. im Virgo-Haufen viele Objekte der Ehrlichkeit halber wegen nicht eindeutiger Identifikation für mich selbst als nicht gesehen bewerten.

Trotz der eher geringen Objektanzahl war das für mich ein großes Erlebnis zumal zwischen zwei ganz normalen Arbeitstagen.

Gruß

Ek
 
Hallo Ek, gratuliere zum Ergebnis.

Ja, das Erlebnis kann da schon im Vordergrund stehen, das ist die Hauptsache. Den Marathon ohne Computerunterstützung in reinem Handbetrieb zu machen, ist Ehrensache. Ich hatte nicht mal Strom für die Motoren dabei.
Allerdings hab ich auch nicht "gestundenwinkelt", die Objekte wurden nur durch Starhopping mit Kartenunterstützung eingestellt. Da tu ich mir leichter.

Liebe Grüße, michl
 
Hallo Michl,

so meine ich es auch bei den meisten Objekten. Also so um die dreißig stelle ich auch so frei hand über das Visier ein ohne irgendwelche Werte und meist auch ziemlich treffsicher. Für einige andere habe ich so meine eigenen Wege. Das mit den Koordinaten bezieht sich eher auf die Dämmerungsobjekte. Da bin ich in der "falschen" Jahreszeit manchmal etwas desorientiert. Da reichts bei mir nicht fürs aus der Hüfte Einstellen. Und fürs Hopping fehlen manche Stars. Die Idee ist eifach groß, alle in einer Nacht und der Kampf gegen die Müdigkeit und gegen das Verweilen Wollen und wenn man nicht alleine werkelt der Vergleichsblick durch andere Teleskope. Da ist es auch egal, wenn man den anderen Tag wie ne Eule dreinschaut.

Gruß

Ek
 
Hallo Ek!

Genau so ist es, es ist ein Kampf gegen den eigenen inneren Schweinehund. Und "die Eule" am nächsten Tag ist egal, richtig. Der Vergleich gefällt mir übrigens sehr gut. Nur war ich bis jetzt immer allein unterwegs, aus mehreren Gründen.

Fröhliche (wenn auch unterkühlte) Ostern wünscht Dir

michl
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben