Hallo,
meine Erfahrung mit Wetter-, Bewölkungsgrad- und Seeing-Vorhersagen ist, daß Vorhersagen um mehr als 24h in der Regel bereits ungenau sind. Je weiter im Voraus die Vorhersage gelten soll, desto ungenauer und von Tag zu Tag schwankender wird sie (gerade erst wieder gesehen). Stabile Schönwetterlagen sind da hinsichtlich der Vorhersagegenauigkeit eher die Ausnahme. Das gerade Geschilderte mag vielleicht nur für (m)einen norddeutschen Standort zutreffen und anderswo in Deutschland ganz anders aussehen.
Ich habe es schon erlebt, daß die diversen Dienste für meinen Standort einen klaren Himmel prognostizierten, der Blick nach draußen aber eine dichte Wolken- oder Nebeldecke offenbarte. Auch den umgekehrten Fall habe ich mehr als einmal erlebt. Relativ zuverlässig sind aktuelle Infrarotaufnahmen der Bewölkung für meinen Standort, auch wenn die gelegentlich mal (Hoch-)Nebeldecken übersehen.
Bei den Seeingprognosen in arcsec von Meteoblue habe ich auch schon häufig Differenzen zu meinem eigenen Eindruck des Seeings festgestellt, nicht vom genauen Zahlenwert her, sondern eher von der Tendenz, d.h. mieses Seeing prognostiziert, aber Autoguider führt super nach, oder im anderen Fall gutes Seeing prognostiziert, aber der Autoguider korrigiert hektisch und jagt quasi das Seeing.
Hat denn jemand von euch schon mal ausgewertet, welches der beiden Seeingmodelle die bessere Vorhersagegenauigkeit hat? Oder ist je nach Randbedingungen mal das eine, mal das andere Modell zuverlässiger? Wenn ja, unter welchen Randbedingungen?
Schönen Gruß
Manfred