Meteore und 6m Himmel // Bitte verschieben!

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Override

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Hallo alle,

gestern gings mal wieder auf die Dachterasse zum Beobachten. Ich wollte den Schmerz meiner gescheiterten Beziehung etwas vergessen (Sie hat am Samstag Schluss gemacht :( )...


Und es war der bisher beste Himmel, ich bestimmte die Grenzgröße m.H.d. Karkoschka im kleinen Bären auf ~6m. Einmal meinte ich sogar, ein 6m3 Stern blitzte auf.
Das Seeing war wie immer eigentlich, bei höheren Vergrößerungen verschwammen die Sterne schon etwas..
Aber die Transparenz war super, ich konnte den horizontnahen Steinbock ohne Probleme erkennen, M31 deutlich freiäugig, h und chi Per ebenfalls. Die Milchstraße wölbte sich schön strukturiert gegen Westen.

So gegen halb zehn ging ich raus und wurde von einem sehr langsamen Meteor im Westen begrüßt. Er war schon recht spektakulär, aber um ihn genauer zu beschreiben fehlte die Beobachtungszeit ;)
Es war der erste von 4 gesichteten, den Höhepunkt bildete aber ein Bolide um 22.53.
Ich sah ihn im Augenwinkel hell aufleuchten, Startpunkt war etwa der Polarstern und dann zog er nach Osten, riesengroß, der "Schweif" erstreckte sich dann über geschätzte 3-4°.
Mir entfuhr nur ein "Boa geil..", die Helligkeit war bestimmt -1m wenn nicht noch mehr.
Kann das wer bestätigen?

Nun gut, bis zu diesem Zeitpunkt beobachtete ich M13, bei 150x am Schönsten aufgelöst und glitzernd.
Dann wollte ich Neptun aufs Korn nehmen, aber ich bin mir wieder nicht sicher ob ich ihn gesehen habe, mit 2.5" Durchmesser schon sehr grenzwertig, jedenfalls hatte der beobachtete Stern eine grün-bläuliche Färbung.

Uranus war da schon einfacher, aber auch nur als extrem winziges Scheibchen zu erkennen, bei 40x punktförmig und nur aufgrund der Helligkeit und Färbung als Uranus auszumachen.

Schließlich suchte ich mir den Helix-Nebel. Die Beschreibung im Karkoschka mit "größter und hellster" kann ich nicht ganz teilen; das was ich sah, war zwar groß und hatte eine rundliche Form, aber hell war das bei Weitem nicht. Es hob sich fast gar nicht vom Hintergrund ab, hier hätte wohl ein Filter helfen können.. Naja, dann halt rüber zum Saturnnebel.
Dieser war einfach zu finden, er zeigte sich bei 200-fach dann als ovales Scheibchen; Evtl. habe ich auch 2 gegenüberliegende, winzige Ausschweifungen beobachten können, hier glaube ich aber mehr an "Wunsch-Sehen".

Es wurde kalt, obwohl ich 2 bis 3 Schichten anhatte, begann ich zu frieren. Die Nachbarn schienen wieder mit feuchtem Holz zu heizen und nebelten mich teilweise ein...

Ich beobachtete dann mü Cep, den Stern hab ich meiner Freundin gewidmet.. :(
Die rot-orangene Farbe ist schon toll, vor allem in dem Sterngewimmel.

Dann gings auf M31; Die musste doch in dieser Nacht etwas hergeben - und tatsächlich: Nach langem Beobachten konnte ich indirekt 2 dunkle Staubbänder erkennen, es deckte sich auch mit Fotografien. Das waren meine ersten beobachteten Strukturen in einer Galaxie :)
Ansonsten blieb M31 aber bei direktem Sehen nur ein heller, fader Fleck; bei indirektem Sehen wurde sie aber enorm groß.

Dann schwenkte ich auf den Doppelsternhaufen im Perseus. Fantastisch!

Inspiriert von dem Beinamen Mirachs Geist, wollte ich dann NGC404 auffinden. Ich stellte mich auf ein schwieriges Unterfangen ein, schließlich war es eine 10m Galaxie neben einem sehr hellen Stern.
Also den Telrad auf Mirach gerichtet und schon erkannte ich bei 40x einen Fleck neben dem Stern. Dieser störte mit seiner Helligkeit schon gewaltig, aber ich konnte ihn nicht aus dem Feld verbannen, da dann die Galaxie in den Randbereichen des Okulars war.
Sie erschien als runder Fleck, laut meinem NGC hatte sie eine Größe von 3.5x3.5, dies deckt sich also mit der Beobachtung.

Weiter ging es mit M33. Doch die war wieder sehr detailarm, keine Strukturen, nur direkt im Zentrum erkannte ich ein helleres Gebilde, kA was das ist.

Zuletzt noch NGC 891, ich glaube ich hab sie gefunden. Sie erschien sehr schwach und länglich hinter ein paar schwächeren Sternen. Das Staubband bildete ich mir aber nur ein glaube ich.

Nun war es 12, ich baute ab, war schon ziemlich durchgefroren. Aber es half mir zumindest, nicht die ganze Zeit an meine Freundin zu denken...
 
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Hallo Stefan,

Sehr schöner und ausführlicher Beobachtungsbericht!

Astronomische Grüße
Ulf

P.S. Zur Sache mit Deiner Freundin. Ich kenne ja die Gründe nicht, gehen mich auch nichts an, aber mir hat mal vor langer Zeit dieser Spruch sehr geholfen.

“Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!”
Vielleicht Hilft’s Dir ja auch! :Trost:
 
Danke für die Worte :)


Vl. kann wer den Thread ein Forum raufverschieben, hab ihn aus Versehen hier rein gestellt.
 
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