Meteoride

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HErmine

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Hallo Astrofreunde,
weiß nicht, obs hier her passt. Aber wollte mal fragen, wer schon mal einen Meteorid gefunden hat, das dürfte ja ziemlich selten sein, bzw. wer sich darin gut auskennt. Habe da ein paar Fragen: was müsste man da beachten, wie kann man das vom normalen Stein unterscheiden, und sind diese Gegenden hier schon für Meteroiden ( meinte die kleinen Gesteinsbröckchen) anfällig? Hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt
:blush: Gruß, Eure Hermine//Doro.
 
Re: Meteorite

Hallo Micha,
danke für die Antwort. Wikipedia hatte ich schon. Wollte mal konkretere Erfahrungen hören. Na, einmal kann man sich ja irren (ich meinte jetzt das Board.
Gruß, Doro.
 
Re: Meteorite

Hallo Hermine,
ich habe einen kleinen Eisenmeteoriten vom Barringer Krater bei Ebay erworben, mit Zertifikat. Bin ganz stolz drauf. In Wien gibt es der Welt größte Meteoritenausstellung im Nationalhistorischen Museum. Wenn man die alle langsam schön studiert, hat man eine Ahnung davon, wie die auszusehen haben.....als Anhänger finde ich so ein Stück Kosmos aus den Untiefen des Weltalls einfach umwerfend interessant, nicht schön aaaaber....zu wissen es ist....Gruss von Anette
 
Re: Meteorite

Hallo Hermine,

ich habe 1985 einen Steinmeteoriten gefunden. (Übrigens: Das gefundene Objekt wird als "Meteorit" bezeichnet, während mit "Meteoroid" der in die Erdatmosphäre eindringende Körper betitelt wird.

Vielleicht mal ein kleiner Bericht, wie es zu diesem Fund kam:

Am Abend des 14. November 1985 beobachtete ich damals mit meinen 12 Jahren den Sternenhimmel, als plötzlich aus westlicher Richtung kommend eine Feuerkugel den Himmel emporstieg. Die Helligkeit schätzte ich damals auf Vollmondhelligkeit. Ca. 2 Minuten nach dem Ereiegnis hörte ich ein dumpfes Grummeln.
Am darauffolgenden Tag erzählte ein Kollege meines Vaters, dass er diese Erscheinung auch beobachten konnte und unmittelbar danach ein in die Bäume fallendes Objekt hörte. Natürlich bin ich dann am Nachmittag nach der Schule direkt in diesen etwa 5 km entfernten Ort gefahren und habe mit der Suche nach dem Meteoriten begonnen. nach etwa zwei Stunden erfolgloser Suche fand ich ein kleines Steinchen, welches innerlich metallische Kugeln einschloss. Außen war eine schwarze Kruste vorhanden. Nach der Untersuchung im Naturkundemuseum in Berlin stellte sich heraus, dass es sich um einen Steinmeteoriten handelte.
Damals lief dieser Meteorit unter der Bezeichnung "Meteorit von Hohenlangenbeck", da es aber mittelweile in Hohenlangenbeck keine Poststelle mehr gibt, läuft er nun unter der Bezeichnung "Meteorit von Salzwedel".

Man muss also wirklich Glück haben, einen Meteoriten zu finden. Umstände, wie in meinem Fall das Hören des Einschlagens des Körpers in Bäumen oder ähnliches, tragen natürlich positiv dazu bei, solch ein Objekt zu finden. Normalerweise kann von Experten nach einer Feuerkugelbeoabchtung mit Meteoritenpotential eine Streuellipse für einen möglichen Meteoritenfall berechnet werden, so dass man einen Anhaltspunkt hat, wo man überhaupt suchen sollte.
 
Re: Meteorite

Hallo Patric,
genau das war es, was ich wissen wollte :), Erfahrungsberichte, noch Gratulation zu deinem sensationellen Fund. Sowas passiert bestimmt nur einmal im Leben.
An alle anderen: auch danke, die Sammlung von Auriga sieht sehr schön aus, und auch Anette, es stimmt, es muß toll sein, wenn man was vom Kosmos hat :).
Gruß, Doro alias Hermine.
 
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Re: Meteorite

Hallo Patric, hallo Sternfreunde,
ein Meteoritenfund ist auf jeden Fall was ganz ,ganz Besonderes , herzlichen Gückwunsch dazu (auch wenn es schon ein paar Tage her ist)
Seltsam finde ich allerdings den beobachteten Feuerball. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, daß die Leuchterscheinung in mindestens 70 km Höhe stattfindet und der Meteorit dann durchaus noch viele, viele Kilometer unterwegs ist, bis er dann wie ein Stein vom Himmel fällt.
Sicherlich spielt aber auch der Einschlagswinkel eine Rolle. Im Falle des Ramsdorfer Meteoriten von 1958 gab es nur Ohrenzeugen, die von einem Knattern erzählen. Dieses Knattern stammte von den Überschallknallen der Meteoritensplitter. Gefunden wurde dann ein etwa 5 kg schwerer Stein.
Da der Salzwedelmeteorit eindeutig als Meteorit indentifiziert wurde,gibt es ja keine Zweifel. Ob aber die beobachtete Feuerkugel mit dem Meteoriten in Zusammenhang steht, würde ich nicht so ohne weiteres annehmen. Als Beispiel gab es ja den Geologen, der vor ein paar Jahren ein Stück Straßenschlacke in die Kameras hielt. Diese Schlacke fiel nach Augenzeugenberichten mit einem Feuerball in der Nähe eines bayrischen Gartens ein. Wochen später fand man in der Nähe des Schlosses Neuschwanstein dann den "richtigen" Meteoriten. Ich selber erlebte mal einen Feuerball, der augenscheinlich über meine drei Kilometer entfernte Heimatstadt niederging.Es sah zumindest so aus.Ich befand mich zu dieser Zeit an unserer Sternwarte in Borken (Münsterland) und notierte mir die Uhrzeit. Ein paar Tage später las ich im Meteorforum der AKM über eine Feuerballsichtung in Hannover. Ich sah den Feuerball östlich, der Hannoveraner westlich seines Beobachtungsortes zur gleichen Zeit. Wenn wir, wie ich annehme, dasselbe Objekt beobachteten, wird des über Ostwestfalen geflogen sein und vielleicht im südlichen Sauerland niedergegangen sein (falls überhaupt). Es ist also schwer die Entfernung einer Feuerkugel abzuschätzen und sie ist wohl immer weiter entfernt als erwartet. Deshalb glaube ich auch an einen Zufall zwischen der Feuerballsichtung und dem Meteoritenfund.
Trotzdem nochmal Herzlichen Glückwunsch,
Christian


 
Re: Meteorite

Kleiner Nachtrag zur Namensgebung des Meteoritenfalls von 1985 (der in den DDR-Zeitungen auch gerne "Patrics Meteorit" genannt wurde): Wie ich gerade von Dieter Heinlein erfahre, hat er immer schon in der Fachliteratur "Salzwedel" geheissen. "'Hohenlangenbeck' war lediglich ein 'Arbeitstitel', kurz nach dem Fall und Fund, der in einigen Artikeln verwendet wurde. Offiziell hiess und heißt der Fall SALZWEDEL", sagt Heinlein. "Und so wird es bleiben. Bisher ist noch nie ein offiziell benannter Meteorit umbenannt worden, weil sich bzgl. der Örtlichkeit was geändert hätte." Wäre auch auch zu doll, wenn Entscheidungen der Deutschen Post die astronomische Fachliteratur beinflussen würden ...

Daniel
 
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Re: Meteorite

Hallo zusammen,

besten Dank erstmal für Eure Glückwünsche.
Es ist schon eine Weile her, aber nach Berechnungen durch Mitarbeiter des AK Meteore endete die Bahn des Meteoriten von Salzwedel in einer Höhe von ca. 20km. Damit ist das Objekt sehr weit eingedrungen.

Das ganze war meinerseits schon als einmaliges Erlebnis anzusehen. Presse, Fernsehauftritt, Einladung ins Karl-Schwarschild-Observatorium in Tautenburg, etc. bleiben sicherlich unvergesslich, und das ganze mit 12/13 Jahren. Interessant war ja, dass dieser Meteorit wohl der erste beobachtete und gefundene Meteorit seit ca. 100 Jahren war (auf das Gebiet der DDR bezogen, schätze ich mal). Heute liegt er im Naturkundemuseum in Berlin. Ich selbst konnte mir schon ein Bild des leicht bearbeiteten Meteoriten machen. Diese Beobachtung hat das Hobby "Astronomie" für mich wesentlich beienflußt. Das Interesse für Meteore war seitdem erheblich gestiegen.
 
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