Microlensing-Ereignis im Stier

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UwePilz

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Daniel Fischer wies in seinem Blog auf ein Microlensing-Ereignis im Stier hin. Der Effekt wurde schon am 25. Oktober entdeckt. Die Katalogbezeichnung ist J05074264+2447555, welche die Koordinaten enthält. Ganu in der Nähe und in der Zeichnung zu sehen ist der SAO-Stern 76967 (8.8 mag).

Der gekennzeichnete Stern hat eigentlich weniger als 14 mag. Er stieg auf 11m2 an. Ich habe heute 11m9 bestimmt, es ist alles bereits im Abschwung. Wer das noch sehen möchte, sollte diese Nacht rausgehen (falls es das Wetter zuläßt). Es war schon mit dem heute 40 Grad entfernt stehenden Mond nicht einfach, morgen wird es noch schwerer. Wenn der Mond wieder am Stier vorbei sit, kann die Helligkeit deutlich abgesunken sein.

Ich habe einen 12-Zoll-Dob bei 240x benutzt.

Eine richtige Sichtung ist es freilich erst, wenn ich eine weitere Beobachtung dieser Gegend ausgeführt habe und einen Helligkeitsabfall gesehen habe.
 

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Ich bin auch eben rein von der Beobachtung. Etwas abseits vom Gehweg direkt in Leipzig versuchte ich es mit dem 5-Zoll-Refraktor. Absolut keine Chance. Das kleine Stern-Dreieck (ONO vom SAO-Stern 76967) konnte ich indirekt nur sehr schwach erkennen. Habe dann den 8-Zoll-Dobson auf dem Gehweg platziert, leider unter starkem Einfluss der Laternen. Auch auf meinen Stuhl habe ich aus logistischen Gründen verzichtet, sodass ich gebückt mein Glück versuchte. Das Stern-Dreieck war recht gut sichtbar bei 150x, dieses Mikrolinsen-Ereignis meinte ich indirekt gesehen zu haben. Ich würde es aber trotzdem als nicht gesehen einstufen, da mir zu unsicher. Ich werde die Beobachtung an einem anderen Tag wiederholen und hoffe, dass die Helligkeit nicht allzu sehr abfällt.
 
Ich habe ihn inzwischen wieder beobachtet und schätze ihn auf 12m4 ... 12m5. Die Schätzung it etwas ungenau, da wegen des nahen Mondes nicht genügend Vergleichssterne sichtbar waren. Auf jeden Fall ist die Helligkeit gesunken.
 
Schön, dass du das noch einmal beobachten konntest. Ich habe bei dem teils nebeligen Wetter und dem nahestehenden Mond kaum Chancen mit dem 8-Zöller gesehen. Stattdessen habe ich den Mond im kleinen Refraktor bestaunt :cool:
 
Hallo zusammen,

im 11" SCT konnte ich den Stern vorhin kurz beobachten.
Bei den vielen Wolken war eine genaue Schätzung schwierig, aber grob geschätzt lag die Helligkeit bei etwa 13,0 mag.

Viele Grüße,
Ronny
 
Ich habe insgesamt drei Messungen ausgeführt, die ersten beiden unter starkem Mondeinfluß:
3.11. 11m9
6.11. 12m9
13.11. 13m4 (übereinstimmend mit Christian).

Ich fand faszinieren, das wir die Wirkung einer Gravitationslinse wirklich sehen konnten, sozusagen mit eigenen Augen. Für die wirkliche Bestätigung, dass es nicht ein anderer Effekt war, der den Helligkeitsanstieg verursachte, muss man noch das Spektrum bewerten. Dies konten wir nun nicht visuell, es gibt aber Untersuchungen, die belegen, dass das Spektrum gleich geblieben ist. Irgeneine Art von Ausbruch scheidet damit als Erklärung aus.
 
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