Milchstraße fotografieren Ausrüstung

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Ratawiskr

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Tag auch fleißige Community,

als komplett Ahnungsloser mit zu viel Geld habe ich mich vom Gedanken die EQ6R zu kaufen und DeepSky abzulichten verabschiedet und mir erstmal eine Nikon 7000d besorgt und ein paar Lernkurse in Fotografie gemacht.

Meine Idee war jetzt erstmal die Milchstraße abzulichten und das Stacken und Strechen zu lernen.

Meine Frage wäre was ich noch dazu benötige.

Folgendes habe ich mir besorgt:

Nikon 7000d
Kabelfernauslöser
Stativ
Netzteil mit Akkudummy

Ich habe noch eine alte Nikon F65 hier mit dem Objektiv: 28-135mm f3.8-5.6 von Sigma

Als Software hab ich Deepskystacker und Gimp zu strechen

Kann ich damit erstmal anfangen? Ich will jetzt nicht die top Qualität haben ich wollte erstmal üben und vielleicht ein paar Erfolge erzielen.

Oder meint ihr mit dem Objektiv wird wird das nichts?

Worum es mir geht ist das ich ein Erfolg beim Stacken und strechen sehen kann.

Was meint ihr wieviel Bilder sollte ich machen um dort gute Änderungen zu erkennen.

Mit Blende und Brennweite kenn ich mich schon aus, aber die 14mm Objektive von Samy und Tam sind mir einfach noch zu teuer. Ich werd mein Motorrad erst in 1-2 Jahren verkaufen und die 5000 dann ins neue Hobby investieren.

Und eine Frage am Rande wenn ihr meint ich soll es mit dem Setup mal versuchen wie wäre die Optimale Einstellung der 7000d ?
Manuel, focus unendlich, Iso etwas höher bei dem Obejktiv? Zeit so lange wie es geht wenn alles Stabil steht oder lieber doch nicht so lange?

Danke schon Vorab! Gruß Rata
 
Ja gut da waren mehr so allgemeine Infos drinnen, aber der gute Mann hat noch ein Video wo er es genauer erklärt.

Hab jetzt rausbekommen,

zum Üben und testen erstmal ca. 30 Bilder
ISO so im 4stelligen Bereich mittig.
Zeit so lange wie es geht ohne Nachführung
Und Lichtstarkes Objektiv ab f2.8

Ich probier es mal mit meinen f3.8.. :(
In der Bucht bekommt Weitwinkel f2.8 schon für 20Euro allerdings fehlt mir die Erfahrung welche Objektivadapter es gibt.

Hat jemand Erfahrung was man alles für Adapter auf die Nikon F bekommt?
Auf ein Pentax K wäre toll oder Minolta md die f2.8ter sind recht günstig.

Gruß Rata
 
Guck mal auf dieser Seite - für Nikon F gibt es für nahezu alle anderen passende Adapter.
 
Hallo Rata.

Der gute Mann (Frank), macht wirklich sehr gute Videotutorials.
Du solltest seinen Channel abonnieren.
Das Thema ist einfach zu Komplex um alles in ein Video zu bekommen.
Seine einzelnen zielgerichteten Videos können einen Anfänger schon weit bringen, wenn man sich gezielt anschaut was man grad benötigt.

Das nur Mal dazu ^^

Mit deiner Ausrüstung kann man schon beginnen.
Ich kenne aber deine Cam und dein Objektiv nicht. Von daher auch nur allgemeine Ratschläge.

Das wichtigste ist ein Dunkler Himmel.
Schau Mal auf Light Pollution Maps nach einem dunklen Ort in deiner Umgebung.
Möglichst abseits von Ortschaften.
Der Himmel wird unter anderem in Bortelklassen eingestuft.
Je niedriger der Bortelwert desto besser.
Für Milchstraße ohne Filter empfehle ich mind. Bortel 5. Besser noch Bortel 4.

Als nächstes alle Belichtungsautomatik en abschalten. Also sowas wie Rauschunterdrückung, High ISO rauschen, usw.
Fotografiert wird ausschließlich im Manuellen Modus. Und NUR mit RAW Modus. Zur schnelleren Beurteilung vor Ort auch RAW+JPEG.
Verarbeitet wird aber nur RAW !

Nutze alles zur Vermeidung des sogenannten Spiegelschlags.
Grad bei normalen Stativen kann der Auswirkungen haben.
Hat deine Cam eine Spiegelvorauslösung nutze diese. Wenn nicht dann ein evtl. vorhandenes Live-View.
Noch besser wäre eine Steuerung über eine Handy/Tablet App wie z.B. cameraControlUndConnect .
Da ist dann Live-View aktiv, aber auf einem externen Display, was das thermische Rauschen gering hält.

ISO Einstellungen im 4stelligen Bereich weißt du ja schon. Ich tendiere zu 1600-3200. Wie im Video erwähnt, am besten KEINE Zwischengrößen sondern Werte wie man sie aus der analogen Zeit kennt (Fotofilmrollen).

Da du wohl ein Kit Objektiv hast, würde ICH wie folgt einstellen.
30mm und die automatisch vorgewählte Blende um mind. eine halbe wenn nicht sogar um eine ganze Blende erhöhen.

Belichtungszeit nach der sogenannten 300er Regel (300: Brennweite x Cropfaktor) voreinstellen.
Dann 2-3 Testaufnahmen machen und schauen ob du Strichspuren hast.
Wenn ja auf ein FÜR DICH akzeptables Maß reduzieren.
Bei einem Cropfaktor von bspw. 1.6 kämst du auf eine Belichtungs Zeit von ca.6,2 sek. Bei 30mm als Startwert.
Den Rest selber ausloten.

Zu empfehlen ist auch eine App wie z.b. Stellarium.
Es gibt auch kostenfreie, ich nutze aber diese. Hilft ungemein bei der Orientierung am Himmel.

30-40 Aufnahmen sind ein guter Startwert.
ICH würde darauf achten, das die mittigste Aufnahme (Anzahl) auch dann vom Sichtfeld her am mittigsten ist.
Und diese Aufnahme beim stacken als Referenz Bild angeben.

Zum stacken werden auch sogenannte Darks empfohlen. Diese können das Bildrauschen reduzieren.
Genauso Bias Aufnahmen.
- Lights =die eigentlichen Aufnahmen
- Darks = Aufnahmen MIT Objektiv Deckel mit identischen Einstellungen wie die Lights
Bias = auch mit Objektivdeckel aber mit der kürzesten möglichen Belichtungs Zeit.
ISO wie Lights.
Für den Königsweg, währen noch Flats+Flatdarks angebracht.
Aber zum anfangen evtl. zu viel des guten.

Aber generell wäre es gut sich in die Aufnahmetypen einzulesen.

Bias kannst du ganz am Ende machen, da Temperatur unabhängig.
Die Darks würde ICH gleichmäßig auf die Session verteilen, da sie Temperatur bedingt an den Lights liegen sollten.

Lights - 30-40
Darks - 15-20
Bias - 50 (gehen ja schnell)

Zum stacken kannst du DSS nehmen wenn kein Vordergrund da ist (Bäume, Hügel ect.)

Wenn doch dann lieber Sequator.
Beides Freeware.
Generell wird für Milchstraße Sequator empfohlen.
Wäre auch meine erste Wahl.

Ansonsten generelle Tips.
Stativ so wenig wie möglich ausziehen.
Evtl. In der Mitte (stativbeinkreuz) zusätzlich beschweren.
Checkliste für Ausrüstung.
Checkliste/Ablaufplan für Aufnahmen und Einstellungen.
Hört sich zwar nerdmäßig an, aber erspart am Anfang Frust.

Wärme Kleidung, Verpflegung usw.

Wenn dir das alles nun zu viel ist .....
Dann hast du das falsche Hobby
:ROFLMAO:

Gruß Markus
 
Hallo,
mein Firefox sagt, dass diese Seite Cryptominer zur Schürfung digitaler Währungen einschleust, wahrscheinlich unabsichtlich.
CS
Dieter
 
Hallo Rata
ich würde auch empfehlen, einfach mal loslegen und Erfahrungen sammeln.
Bei Milchstrassenfotos gilt meist, je kleiner die Brennweite, desto besser kommt das Motiv raus. Du wirst sehen, ob dein Zoomobjektiv scharfe Sternabbildung in den Bildecken hinbekommt. Falls nein, haben sich die lichtstarken Weitwinkelobjektive von Samyang ( baugleich ist Wallimex und Rokinon) für die Sternenfotographie bewährt.
Grüße
Fried
 
Also für den Anfang würde ich erstmal das nehmen was du hast und auf zuviel "neues" erstmal verzichten.

Was dein Objektiv betrifft... hm... 28mm sind auf einer APSC Kamera schon eine kleiner Hausnummer. Da musst du fast nach jeder Aufnahme den Bildausschnitt nachkorrigieren. Und ob das bei Offenblende taugt... wage ich zu bezweifeln. Laut den Reviews dazu ist die Linse erst ab f8 irgendwie zu gebrauchen.

Was nicht bedeuten soll, dass du bei f3.5 oder f4 kein Ergebnis bekommst... es könnte dich halt demotivieren (Vignette, Koma, etc.)

Eine Möglichkeit wäre noch eine alte Vintage Linse mit manueller Blende und ohne Autofokus auf dem Gebrauchtmark. Welche, kann ich dir aber auch nicht sagen.

Du kannst die fehlende Blendenzahl theoretisch mit einer höheren ISO ausgleichen, deine alte Nikon D7000 ist aber auch nicht das neuste Modell und da wird einfach zu viel Rauschen rauskommen.

Mein Tipp wäre in den sauren Apfel zu beißen und ein gebrauchtes Samyang 14mm 2.8 zu suchen.

Längere Belichtungszeit (+/- 10 Sekunden) möglich, ISO müsste trotzdem so bei 3200 - 6400 liegen, Blende @3.5. 100 Aufnahmen im Intervall. Dann noch 20 Darks mit Objektivdeckel. Das ganze in sequator stacken und sich über das erste Milchstraßenpanorama freuen.

Alternativ deine Optik @f4 und so +/- 6 Sekunden. Wenn kein Vordergrund im Spiel DSS nutzen, ansonsten Sequator.

CS

Ralph
 
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