Mini-PC 2026

Starguy

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!

Ich suche einen aktuellen Mini-PC zur Steuerung der Astrofotografie mit NINA.

Es gibt einige Threads dazu hier im Forum, allerdings entwickelt sich die Technik ja schnell und ich wollte ein aktuelles Modell ggf. kaufen.

Anforderungen wären 3x USB Ports + 1 oder sogar 2 RJ-45 Netzwerkbuchsen (einmal ins Hausnetzwerk und einmal zur Montierung).

Den PC würde ich gerne "aufschnallen" auf die aktuellen Instrumente, die ich so habe (Askar Refraktoren).

Ich bin unsicher, ob ich ein Modell nehmen sollte, welches eine AKTIVE Lüftung hat, also einen drehenden Lüfter. Könnte das nicht kontraproduktiv sein für die Astrofotografie?

Hat sich jemand in den letzten Wochen für einen Mini-PC entschieden und würde kurz über seine Erfahrungen berichten???

CS

Heini
 
Hallo Heini,

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Du zwingend einen aktuellen Mini PC benötigst. Ein gebrauchter Mele Quieter 3C mit 8 GB reicht als Steuerungs PC völlig aus. Ich habe mehrere davon ohne Probleme im Betrieb.

Viele Grüße,

Günther
 
Hi Günther, danke für den Tipp, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht, einfach ein gebrauchtes Gerät zu nehmen...völlig richtig.

Kannst Du sagen wie groß Deine SSD ist?
 
Hallo Heini,

Die eingebaute 128GB eMMC reicht für die Installation völlig aus. Bei mir ist sind ca. 80GB mit allem drum und dran auf C: installiert.

Für die Daten habe ich alle meine Mele Qieters zusätzlich mit einer 1TB SSD bestückt, dieser hier:


Gibt es natürlich auch woanders. Schön bei den Mele Quietern ist, dass sie gleich mit Windows 10 oder 11 Pro kommen und der Lizenskey im Bios hinterlegt ist. Ein Windows Template kann bei Mele heruntergeladen und völlig problemlos installiert werden. Man hat dann eine frische Installation und RDP ist problemlos.

Ich kenne mehrere Astrofreunde, die diverse Mele Quieters nutzen und alle sind zufrieden.

Viele Grüße,

Günther
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

ich habe diese beiden Modelle im Einsatz:


Der MiniX war Mitte letzten Jahres noch deutlich günstiger.
Schön ist, dass er passiv ist.

Der Dreamquest ist dafür sehr leicht und nimmt 12V (ich glaub der MiniX kann das nicht).

Der Dreamquest hat einen Lüfter, aber egal ob auf dem Teleskop oder sm Stativ befestigt merke ich davon nichts.
Ich habe aber auch „nur“ 600mm Brennweite.
Wie es da mit längeren Brennweiten aussieht weiß ich nicht.

Beide sind von der Geschwindigkeit ausreichend.
Ich benutze Nina mit einigen Plugins, PHD2 und diverse Software die beim Betrieb der einzelnen Bauteile anfällt.

Beim Dreamquest kann man dir SSD gegen eine größere tauschen. Den MiniX hab ich nie aufgeschraubt.


Kann dir beide Geräte empfehlen.

Grüße
Brian
 
Hi,

also ich habe einmal einen Topton M4 mit Windows 11, Nina und MetaGuide und andererseits noch einen XCY Intel N150 Mini PC von Aliexpress mit Linux/Kstars/Ekos als Backupmaschine am Laufen. Auch wenn es hierzulande "NoName" Chinamaschinen sind bin ich sehr zufrieden mit ihnen. Aktuell sind die Mini PCs aber wegen der RAM Knappheit neu viel zu teuer. Daher ist der Blick auf den Gebrauchtmarkt vielleicht nicht schlecht.

Hab hier noch einen Mele Quieter 3Q liegen, den ich fürn schmalen Taler abgeben würde. Hat auch einen passenden 3D Druck Sucherschuh, damit du ihn direkt am Teleskop betreiben kannst.

Viele Grüße
Tobi
 
Hallo Heini,

wenn der PC huckepack montiert werden soll würde ich nur lüfterlose Mini-PCs verwenden. Das Risiko eines vibrierenden Lüfters würde ich meiden.
Wenn du 2 Ethernet Ports haben möchtest ist der hier geeignet:

Ich habe mehrere MeLE im Einsatz vom 3C mit 8GB bis zur aktuellen 4C Variante mit 32GB. Was nun die Frage anbelangt wieviel Leistung es sein soll/muss kann ich nur folgendes sagen: Wenn du z.B. eine Vollformat Farbkamera verwendest, so dass das Debayering in NINA ausgeführt werden muss würde ich heute keinen 3C mehr verwenden wollen. Das funktioniert noch sogar mit PHD2 Guiding parallel aber es wird schon sehr zäh. Auch würde ich heute keinen 128 MB Version verwenden wollen. Mir ist hier und da mal der Speicher in der Nacht ausgegangen, da ich vergessen hatte die Platte vor der Aufnahmenacht komplett frei zu räumen. Wie erwähnt nutzte ich eine Vollformat und da kommt dann je nach Belichtungszeit schon mal was an Datenmenge in einer Nacht zusammen.

Etwas voluminöser / schwerer aber in Sachen Preis/Leistung sehr guter PC ist der hier:
Die N350 CPU ist deutlich Leistungsfähiger als der N100 oder N150 des aktuellen MeLE und er kommt mit 16GB RAM und 512GB Platte. Er hat aber kein dual Ethernet.

Beide, Minix und MeLE laufen mit 12V.

Kauf aktuell keinesfalls bei Aamazon. Die haben die Preise für die Mini-PC extrem hoch getrieben und zocken den Kunden bei den MeLE PCs derzeit ab.
Wie du siehst sind die Preise auf den Herstellerseiten oder kleineren Händlern merklich günstiger.

CS
Christof
 
Auch würde ich heute keinen 128 MB Version verwenden wollen. Mir ist hier und da mal der Speicher in der Nacht ausgegangen, da ich vergessen hatte die Platte vor der Aufnahmenacht komplett frei zu räumen
Aus diesem Grund habe ich bei mir die 1TB SSD installiert. Die SSD ist für die Daten gedacht, auf der eingebauten eMMC ist das Betriebssystem und die Software. Ich mache aber keinerlei Bildverarbeitung auf dem Mele, nur Datenerfassung.

Viele Grüße,

Günther
 
Vorab herzlichen Dank an alle Kollegen, die mir geantwortet haben!

Ich habe mir tatsächlich einen Mini-PC bestellt (den Brian empfohlen hatte), einen Dreamquest.

Leider läuft der Lüfter bei dem Gerät dauerhaft, und man spürt beim Halten deutlich, dass er „schwingt“ und vibriert.

Das war jedoch kein Problem – ich habe das Gerät heute zurückgeschickt. Testen konnte ich es dennoch kurz, und wie Christof bereits angemerkt hatte, wirkt das System trotz 12 GB RAM stellenweise etwas träge (nur ZWO ASI-Treiber + ASCOM + NINA installiert).

Nun habe ich einen nahezu neuen Mele Quieter zu einem akzeptablen Preis auf dem Gebrauchtmarkt erworben.

Mal sehen, wie sich dieser schlägt.
 
...oder einen alten Intel NUC mit i5. Ich verwende zwei davon, auf einem C8 und einem C11. Haben zwar einen Lüfter, aber der vibriert nicht relevant. Probleme damit hatte ich nie. Die Leistung finde ich sehr gut. Da läuft alles sehr flüssig drauf: NINA, PHD2 usw. Zudem sehr günstig, da gebraucht. Modell: NUC7i5BNK CPU: i5-7260U@2,2GHz. Dieser läuft auch stabil mit 12V an meiner Pegasus Powerbox Advance. Kostet je nach Austattung ca. 150,- € mit Lizenz von Windows 10 Pro.

CS Tim
 
Die NUCs sind keineswegs schlecht, aber eben auch deutlich größer. Wenn das nicht stört, kann man die natürlich schon nehmen.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo zusammen!

Ich suche einen aktuellen Mini-PC zur Steuerung der Astrofotografie mit NINA.

Es gibt einige Threads dazu hier im Forum, allerdings entwickelt sich die Technik ja schnell und ich wollte ein aktuelles Modell ggf. kaufen.

Anforderungen wären 3x USB Ports + 1 oder sogar 2 RJ-45 Netzwerkbuchsen (einmal ins Hausnetzwerk und einmal zur Montierung).

Den PC würde ich gerne "aufschnallen" auf die aktuellen Instrumente, die ich so habe (Askar Refraktoren).

Ich bin unsicher, ob ich ein Modell nehmen sollte, welches eine AKTIVE Lüftung hat, also einen drehenden Lüfter. Könnte das nicht kontraproduktiv sein für die Astrofotografie?

Hat sich jemand in den letzten Wochen für einen Mini-PC entschieden und würde kurz über seine Erfahrungen berichten???

CS

Heini
Wenn du NINA möchtest könntest du auch über einen Raspberry PI 5 nachdenken auf dem du PINS installierst. Das ist eine Linux Version von NINA und auf dem Handy kannst du das dann mit Touch n Stars steuern. Funktioniert echt gut und ist auch gar nicht so kompliziert um es zu installieren. Die Steuerung über die App vom Handy oder Tablet finde ich persönlich auch deutlich angenehmer als über den Laptop :).

Nur als Idee :)

Ansonsten verwende ich für Sonnenaufnahmen einen Bmax B4 Turbo den ich bei Aliexpress für 180 Euro gekauft habe. Hat 16GB RAM und eine 512GB SSD mit einem N150 Prozessor. Der ist auch super :)

VG
Tom
 
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