Minimale Fangspiegelgröße am 6" f/5 Newton

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AstroCarsten

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Hallo,

ich hab einen 6" f/5 Newton. Im Moment ist ein 50mm Fangspiegel eingebaut, also knapp 33% Obstruktion.

Kann mir jemand sagen, welche minimale Fangspiegelgröße ich einbauen könnte, damit ein 32mm 1,25" Okuklar für visuelle Beobachtung noch ausreichend ausgeleuchtet wird?

Ziel wäre, die zentrale Abschattung für die visuelle Mond- und Planetenbeobachtung so weit es geht zu verringern.

Für eure Tips schon mal Danke im Vorraus.

Gruß

Carsten
 
Hallo Carsten,

dazu ist wichtig zu wissen wie groß der Abstand von der Mitte des Fangspiegels zu der Bildebene im Okular ist, wenn das Teleskop auf unendlich fokussiert ist. Also ungefähr Tubusmitte bis Oberkante OAZ ausmessen wenn auf mindestens einige hundert Meter Entfernung fokussiert.

Vielleicht kommt ein 38er FS noch hin...

Viele Grüße
Martin
 
Hi Carsten,
im Extremfall könntest Du unter der Prämisse vernünftige 1,25" Ausleuchtung auf etwa 38mm FS. Dies setzt aber einiges voraus:
- So muß zum einen ein sehr niedriger OAZ verwendet werden, um die Fokuslage nahe an den Tubus zu legen. Das könnte dann z.B. ein Kineoptic Helical in 1,25" sein. Noch flacher gehts mit Selbstbau a la Gary Wolanski.
- Dazu mußt Du aber die Strecke FS zu HS ggf. verlängern, Sie müßte im Bereich 61-62 cm liegen
- ein handelsüblicher 6" aus China bräuchte dazu einen neuen Tubus
- der FS muß sehr gut sein, keine Randfehler haben

Die Obstruktion wird auf 25% reduziert, das wäre schon merklich, aber noch nicht so gewaltig. Gnadenlos auf Planeten ausgelegt, könntest Du auch auf 30mm gehen, dann aber zu Lasten ordentlicher Ausleuchtung mit dem 32er Plössl.

Die Frage ist m.E., ob der Aufwand lohnt.

CS
 
hallo carsten,

ich habe einen 6" f/6 Newton mit 33mm FS.

Mit meinem 2" 30mm Oku (80 Grad) sollte man theoretisch
eine fürchterliche Abschattung sehen.
In der Praxis am Himmel kannst du gar nichts von Abschattung sehen
(wurde mir auch von anderen bestätigt).

Mein OAZ ist keineswegs sehr flachbauend.

Für ein 1,25" Oku würde ich mir da gar keine Sorgen machen.
Ein 30 bis 35mm FS ist kein Problem.

Bei den kleinen FS sollte man aber vorsichtig sein.
Die haben oft einen schlechten Randbereich.
Da machst du dir am Planeten mehr kaputt, als die
kleine Obstruktion an Vorteil bringt.

Da heisst dann wieder: ordentlich in die Tasche greifen
und was richtig Gutes kaufen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

clear skies

Wolfgang
 
Moin Carsten!

...wie die anderen schon schrieben: Es kann sein, daß Du bei Verwendung eines kleineren FS die Abstände der Spiegel bzw. die Auszugshöhe verändern mußt. Das kann bei einem f/5 wirklich zu einem Totalumbau ausarten, wenn man das Letzte herauskitzeln will.

Frage ist dann noch, ob Dein FS jetzt gefaßt oder "halterlos" (d.h. ohne seitliche Befestigung) montiert ist. Mit einem geklebten Fangspiegel reduziert man erst die Obstruktion auf ein Minimum.

Ich bin mit meinem 6" f/8 von 38 mm (mit Halter) auf 33 mm (geklebter FS) heruntergegangen. Der Kontrastgewinn war deutlich erkennbar. Allein schon diese "kleine Verbesserung" hat mich 100 Euro gekostet (GAT Pyrex-FS 33 mm, Selbstbau-FS-Spinne). Zum Glück brauchte ich nichts weiter umbauen und hätte die Sache noch weiter auf die Spitze treiben können, aber dann wären die oben beschriebenen Umbaumaßnahmen nötig gewesen.

Für meine FS-Rechnereien benutze ich das einfache, aber gute Proggie NEWT (mal googeln lassen).
 
Hallo,

danke für die vielen Antworten. Wenn ich das so richtig lese, ist es mit einem einfachen FS Austausch wohl nicht getan. Schade. Ob ich mich an ein Grpßprojekt mit neuem OAZ, Veränderung des HS Abstandes etc. einlasse, muss ich mir erstmal gründlich überlegen.

Welche FS wären denn geeignet, um bei einem solchen Projekt eingesetzt zu werden (ich meine mit Super Qualität bis zum Rand)?

@ winnie: Mein FS ist vom Werk aus schon geklebt gewesen, also ohne seitliche Halterung (Orion UK).

Gruß

Carsten
 
Hi Carsten,

man kann auch die Kirche im Dorf lassen, und nicht gleich alles ändern.

Beispiel:
Angenommen dein Tubus hat einen Außendurchmesser von 180mm, und der Fokus liegt 90mm über dem Tubus. Dann könntest du ohne irgend einen weitergehenden Umbau einen 38,6mm Fangspiegel einbauen, hättest ein 100%-Feld von 2,5mm, eine Obstruktion von ca. 26% (statt bisher ca. 33%, je nachdem ob mit Maß 50 nur die freie Fläche oder mit Rand gemeint ist), ein 1,25" Okular wäre so ausgeleuchtet dass der Lichtabfall zum Rand hin kaum merklich sein dürfte, und der theoretische Kontrastdurchmesser würde von ca. 100mm auf ca. 112mm steigen.

Der FS sollte dann allerdings tatsächlich einigermaßen hochwertig sein.

Ist halt die Frage ob sich das lohnt, oder man dann eher in ein für Planeten spezialisiertes Gerät investiert.

Viele Grüße
Martin
 
Hi Martin,
das scheitert daran, das der Abstand FS zu HS bei den China 150/750 nicht zu Deiner Rechnung paßt. Danach müßte der FS ja rd 57cm entfernt sein. Tatsächlich sind es aber eher um 50cm, so dass das Strahlenbündel, wenn es auf den FS im Urtubus trifft, noch 50mm breit ist. Mit dem 38mm FS wird dann Öffnung verschenkt.
CS
 
Hallo Armin,

ok, wenn das bei diesen Geräten so ist (und der Fokus dann entsprechend weit über dem Tubus liegt) macht ein kleinerer FS wohl wirklich keinen Sinn, bzw. der Gesamtaufwand wird zu hoch.

Viele Grüße
Martin
 
Hi Martin,
zumindest ist es so bei den mir bekannten Geräten. Deshalb wurde meine Reisedob 6"f/5 auf länger als eigentlich gedacht.
Dafür habe ich die m.E. sinvollste Umbauvariante realisiert. Dazu wurde der Abstand FS/HS vergrößert und ein flacher Kineoptic HC2 2" angebaut. Bringt zwar keine Verbesserung am Planet weil die Originalspiegel wieder verwendet wurden, dafür habe ich aber nun 2" mit ausreichender Ausleuchtung bis zum 31mm Nagler. Das entspricht auch der Charakteristik des Gerätes eher - Großfeld.
CS
 
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