Minimale Obstruktion beim Newton

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FranzP

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Hallo Forum,

ich möchte mir einen 10" Dobson-Bausatz von Dieter Martini zulegen. Dabei möchte ich die minimal mögliche Obstruktion erreichen mit der, für ausschließlich visuelle Beobachtung das Bild noch ordentlich ausgeleuchtet wird.

Ist da bei 20% schon schluss, oder geht noch weniger?

Das wäre der Okularauszug:
http://www.dietermartini.de/bauteile.html (etwas runterscrollen)

Als Okulare verende ich die Baader Hyperions http://www.teleskop-express.de/shop...ion-Okular-13mm---1-25----68--Weitwinkel.html , die kann man auch in eine 2" Hülse stecken, wobei sie dann sehr tief im Okularauszug sitzen.

Mit dieser Kombination komme ich sehr nah an den Fangspiegel heran und die Obstruktion sollte sich sehr gering halten lassen.

Was glaubt ihr wie klein hier die Obstruktion gehalten werden kann?

Und wie kann man genau ausrechnen, wo die Bohrung für den OAZ gemacht werden soll?


LG
Franz



 
Hallo Franz,

wie immer kann die Empfehlung hier nur das Programm "myNewton" heissen.

Wenn Du dort Deine Teleskop Grunddaten reinhackst, bekommst Du Infos wie:

- Hauptspiegel hinter OAZ-Zentrum
- Begrenzende Faktoren des 100% FOV (Field of View / Gesichtsfeld) etc.

Spiel mit der Größe des Fangspiegels, und Du siehst, was passiert. Sollte alles beantworten, was man wissen möchte.

CS
Andreas
 
Hallo Franz,

weniger geht immer, aber ob man das will oder empfehlen kann ist fraglich.
Geh davon aus, dass an einem 10-Zöller mit F/5 obstruktionswerte von 20-25% ohne Klimmzüge und ohne visuell sichtbares nachlassen der Ausleuchtung (bei visueller Beobachtung) zum Rand hin realisierbar sind.
Geh weiter davon aus, dass man für einen guten Fangspiegel mit garantierter Qualität schon etwas Geld locker machen muss und dann immer der Randbereich eines FS das Hauptproblem bei der Fertigung darstellt (Stichwort abfallender Rand).
Es ist also nicht unbedingt die beste Idee, einen Fangspiegel auf letzter Rille zu fahren, wenn man Top Abbildung möchte.

Ohne das jetzt über MyNewton oder Newt.win genau überprüft zu haben, könnte ich mir vorstellen, dass Du mit kurzbauendem OAZ und dem FS an der richtigen Stelle durchaus einen 50er oder 54 FS (gängige Größen) einsetzen kannst und zu einem ausgeleuchteten Feld von knapp 10 mm kommst, das wären gute visuelle Werte.
Du liegst damit bei 20% Obstruktion oder leicht darüber.

Den Einfluss der Obstruktion (nur Obstruktion) auf die Abbildungsleistung sehen bei solchen Werten nur noch sehr versierte Fachleute und Beobachter unter besten Bedingungan an ausgewählten Details im direkten Vergleich mit einem unobstruierten Teleskop gleicher Qualität und Öffnung.

Obstruktionseinflüsse werden bei solchen Werten also von anderen Faktoren, wie z.B. Spiegelqualität, mechanische Qualität. Sreu-/Sörlichtschutz, thermische Beherrschung und (ganz vorrangig) Justage, deutlich in den Hintergrund gedrängt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Franz,

wie Günther schon sagte ist ein flachbauender OAZ da schon sehr hilfreich. Steigern kann man das noch durch die Verwendung eines Okularschlittens, der ist noch flacher und der Fangspiegel kann dann unter 20% Obstruktion gbracht werden.

Leider wohl nicht käuflich sondern nur Selbstbau. Ich hatte das bei meinem 10 Zoll F5 Newton mal gebaut. Der Aufwand ist aber schon erheblich.Das Gerät wurde später allerdings verkauft.

Grüße
Hans
 
Vielen Dank für die Ratschläge,

dann werd ich mal 20% und nicht weniger anstreben. Es klingt logisch, nicht ans Limit zu gehen. Ich hatte mal einen 10" ISC-ATD, den ich (Pappnase) später wieder verkauft habe. Der hatte auch 20% Obstruktion, was wunderbar funktioniert hat.

LG
Franz
 
Hallo zusammen, hallo Franz!

Moooooment mal :neinnein: .

Hier wird darüber diskutiert, ob die Obstruktion geringer als 20% bei einem 10"er gehalten werden kann.

Da gehört doch erst einmal das gewünschte Öffnungsverhältnis angegeben, ohne dem geht gar nix! Hab ich es irgendwo überlesen? Dann sorry. Dass < 20% Obstruktion bei f/11 kein Ding ist, logisch. Aber ab f/5 und schneller siehts schon ganz anders aus, das wisst ihr doch, warum schreibt das keiner?

Also um einen 10er f/5 unter 20% zu bekommen, muss man sich schon ganz schön strecken. Das geht mit einer ausgeklügelten Fokussiererbasis, die den Fokussierer (der sehr flach sein muss) idealerweise auf auf 0 mm Tubushöhe angebracht wird.
Dabei müsste man natürlich schauen, dass das Auszugsrohr nicht in den Strahlengang ragt.

Soweit mein Senf, den hab ich auch grade gegessen mit lecker Frikadellenbällchen ;)

Schöne Grüße in die Runde,
Norman
 
Hallo Norman,

aha, und was ist eine ausgeklügelte Fokusierbasis? Ein Okularschlitten genau wie von mir oben beschrieben. Wer alles liest ist klar im Vorteil. Den kann man so auslegen dass die Feldblende der Okulare gleich Tubusrand kommt. Das Auszugsrohr, welches dann eigentlich nur noch die Steckhülse ist darf dabei ruhig etwas in den Tubus ragen, soweit dass es den Hauptspiegel halt nicht abdeckt. Nehmen wir mal an wir haben bei 10Zoll einen Tubusinnendurchmesser von 29omm. dann sind das noch 20mm bis zum Hauptspiegelrand, und soweit darf die Hülse in den Tubus ragen.

Gruß
Hans
 
Hallo Hans,

richtig, Deinen Schlitten habe ich auch nicht überlesen, ich habs nur noch mal verdeutlichen wollen. Und ich schrieb, das Auszugsrohr darf nicht in den Strahlengang ragen, Tubus hab ich nicht gesagt :Trost:

Schöne Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Norman,

hast noch was überlesen. ;)
Bei mir steht eindeutig 10" F/5 als Ausgangspunkt meiner Überlegungen. Weil das bei solchen Vorhaben einfach meistens die Regel ist, habe ich das mal so "angeboten".
Basst scho, moan i: :)

Gruß
*entfernt*
 
Hi Günther,

öi, wieso "nochwas überlesen"? Ick hab nüscht überlesen, nur das eine oder andere ein wenig ignoriert wegen meiner Intention ;)

Jawoll, hab Deinen Part also auch gelesen :) Ich meinte nur, dass sich der Threadstarter erst mal äußern muss bezüglich des Öffnungsverhältnisses und nicht, dass eure Tips inhaltlich zu bemängeln wären. War ggf. etwas unklar von mir ausgedrückt.

Meine Kritik war, dass hier auf blauen Dunst drauflosberaten wird, ohne die genauen Daten zu wissen, statt diese erst mal nachzufragen. Deine Voraussetzung des Gebräuchlichen f/5ers war da natürlich sinnvoll und gut. Aber ohne zu wissen, was der Fragesteller will, ists im Zweifel vergebliche Müh (wenn er z. B. f/4 will). Host mi? ;)

Pfüad Di,
Norman









 
Hallo Leute,

na dann mal als Antwort und Frage:
10" Martini war genannt und dann müsste es sich hier
http://www.dietermartini.de/10zoll.html
um das Objekt der Begierde handeln.
Wenn ja, dann passts, wenn nicht dann rechnen wir neu.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja... Sorry hatte ich nicht direkt dazugeschrieben, aber Günther hat es richtig erkannt, es geht um 10" f/5

LG
Franz
 
Hallo Franz

bei einem Okularschlitten muß die Streben von einer Seite stabiler ausgelegt werden und ob man dann durch die Beugung an den Streben nicht noch die Abbildung mehr stört als in normaler Bauweise mit 4 dünnen Streben wo verspannt sind ?

Gruß Rolf
 
Also nochmals Danke für die Aufklärung. Wie schon weiter oben angedeutet, werde ich die 20% Obstruktion, nicht unterschreiten, da wirds mir dann doch etwas zu tricky. Und 20% sind eh schon sehr gut.

LG
Franz
 
Hallo Franz,

bei 10" und f/5 sind 20% wirklich sehr gut und nur extrem schwer zu toppen. Selbst bei 20 musst Du unbedingt schauen, dass die Ausleuchtung auch noch gut ist, sonst verlierst Du nur an effektiver Öffnung.

Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich den Dobson mit myNewton durchkonfigurieren möchte, muss ich wissen wo die Brennebene meiner Okulare (Baader Hyperion) liegt. Wie findet man das am einfachsten raus?

LG
Franz
 
Hallo Franz,
das ist bei Okularen mit integriertem Barlowelement (wie z.B. die Hyperions) nicht einfach nachmessbar.
Du kannst Dir aber mit einem Teleskop am Mond behelfen.
Richte das Teleskop ohne Okular auf den Mond und halte ein Blatt Papier vor den OAZ - da wo ein scharfes Mondbild entsteht, liegt die Brennebene des "alten" Teleskopes.
Wenn Du jetzt nacheinander die Okulare einsteckst und fokussierst, kannst über die Differenz der OAZ-Höhen die Fokalebenen der Okulare bestimmen.
 
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