R_Andreas
Aktives Mitglied
Hi,
aufgrund eines Sonderangebotes (89 Euro) kam ich nicht umhin, mir dieses hier mehrfach empfohlene Porroglas anzuschaffen. Es handlet sich um die alte Version ohne Stickstofffüllung, was mir aber nichts ausmacht.
Warum dieses Glas? Weil ich das dicke 12x60 leid bin, da es zum Mitnehmen einfach zu schwer ist. Was waren meine Prioritäten? Erste Eindrücke:
1. Brillenträgerokulare
Das Glas hat echte Brillenträgerokulare (17mm Augenabstand), das Nikon Action VI 8x40 CF (hatte der Händler auch da für 99 Euro) hingegen nicht, das Sehfeld war dort nicht vollständig zu überblicken.
2. Weitwinkelokulare
Die Werksangaben von 66° scheinen zu stimmen, das besagte Nikon war beim Vergleich minimal, aber doch sichbar enger. Die Nikon Angabe von 65,6° sind entweder zu hoch gegriffen, oder Minolta hat tief gestapelt.
3. Reflexe
Reflexe nerven bei astronomischen Beobachtungen! Besonders die Chinagläser haben mich bisher alle in dieser Hinsicht enttäuscht. Vor kurzem hatte ich im Rahmen der Minox Testaktion ein BD 8,5x42 BR zur Verfügung, welches furchtbare Reflexe erzeugt hat, wenn man 10-20° neben dem Vollmond in den Nachthimmel geschaut hat. Für ein Glas in dieser Preisklasse ein Witz! Das Minolta ist hier schmerzlos - keine Reflexe. Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Ein Blick in die Tuben zeigt zwei Blenden, die wohl gut platziert sein müssen. Die Vergütung kann auch nicht ganz schlecht sein.
4. Randschärfe / Farbe
Die Randschärfe ist nicht gut. Ab ca. 50° wirds rapide schlechter, auch die Farbe nimmt beträchtlich zu. Die Mittenschärfe scheint ok, bei Tag war ich begeistert, null Farbe. Aber ein etwas härterer Test am Sternenhimmel steht noch aus.
Fazit: Ein für 89 Euro lächerlich günstiges Glas bei der Abbildungsleistung. Mit dabei sind vier Abdeckkappen, ein Riemen und eine Weich(kunst)ledertasche. Das Nicon Action VI kann nicht mithalten. Außerdem ist es hässlich...
Ausblick: Habe mir in USA die alten 8x40 EW und 10x50 EW von Minolta bestellt, die haben noch weitwinkligere Okulare. Mal sehen, was die so leisten.
Guten Rutsch!
Andreas
aufgrund eines Sonderangebotes (89 Euro) kam ich nicht umhin, mir dieses hier mehrfach empfohlene Porroglas anzuschaffen. Es handlet sich um die alte Version ohne Stickstofffüllung, was mir aber nichts ausmacht.
Warum dieses Glas? Weil ich das dicke 12x60 leid bin, da es zum Mitnehmen einfach zu schwer ist. Was waren meine Prioritäten? Erste Eindrücke:
1. Brillenträgerokulare
Das Glas hat echte Brillenträgerokulare (17mm Augenabstand), das Nikon Action VI 8x40 CF (hatte der Händler auch da für 99 Euro) hingegen nicht, das Sehfeld war dort nicht vollständig zu überblicken.
2. Weitwinkelokulare
Die Werksangaben von 66° scheinen zu stimmen, das besagte Nikon war beim Vergleich minimal, aber doch sichbar enger. Die Nikon Angabe von 65,6° sind entweder zu hoch gegriffen, oder Minolta hat tief gestapelt.
3. Reflexe
Reflexe nerven bei astronomischen Beobachtungen! Besonders die Chinagläser haben mich bisher alle in dieser Hinsicht enttäuscht. Vor kurzem hatte ich im Rahmen der Minox Testaktion ein BD 8,5x42 BR zur Verfügung, welches furchtbare Reflexe erzeugt hat, wenn man 10-20° neben dem Vollmond in den Nachthimmel geschaut hat. Für ein Glas in dieser Preisklasse ein Witz! Das Minolta ist hier schmerzlos - keine Reflexe. Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Ein Blick in die Tuben zeigt zwei Blenden, die wohl gut platziert sein müssen. Die Vergütung kann auch nicht ganz schlecht sein.
4. Randschärfe / Farbe
Die Randschärfe ist nicht gut. Ab ca. 50° wirds rapide schlechter, auch die Farbe nimmt beträchtlich zu. Die Mittenschärfe scheint ok, bei Tag war ich begeistert, null Farbe. Aber ein etwas härterer Test am Sternenhimmel steht noch aus.
Fazit: Ein für 89 Euro lächerlich günstiges Glas bei der Abbildungsleistung. Mit dabei sind vier Abdeckkappen, ein Riemen und eine Weich(kunst)ledertasche. Das Nicon Action VI kann nicht mithalten. Außerdem ist es hässlich...
Ausblick: Habe mir in USA die alten 8x40 EW und 10x50 EW von Minolta bestellt, die haben noch weitwinkligere Okulare. Mal sehen, was die so leisten.
Guten Rutsch!
Andreas