Mischverhältnis Epoxidharz

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SkyBob

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Hallo Zusammen.

Kennt sich jemand mit 2k Epoxidharz aus?
Das Zeug zum gießen, mit dem man auch Tischplatten gießen kann.

Grundidee ist, eine Art Dockingstation für ne Powerbank zu basteln und dafür die Anschlüsse einzugießen.
Also nur die Stecker versteht sich.

Meine gezielte Frage dazu wäre:
Das Zeug hat ja ein bestimmtes Mischverhältnis.
Würde es schneller aushärten, wenn ich mehr Härter beimische wie angegeben?

Gruß Markus
 
Moin,

ja, würde es in den meisten Fällen, dabei sehr heiß werden und definitiv die Eigenschaften verändern, meistens stark verspröden. Die Angabaen des Herstellers sind nicht ohne Grund wie sie sind, da es enorm viele verschiedene Harzzusammensetzungen gibt für die spezifische Härter in den passenden Mengen zu verwenden sind. Nur wenn für das Harz verschiedene Mischungsverhältnisse angegeben sind geht das. Zu beachten ist, dass das Harz je dicker der Gußkörper wird heißer wird. Sofern dazu Hinweise bei dem Harz stehen ernst nehmen. Die Aushärtereaktion ist stark exotherm.

CS
Jörg
 
Nein! Wenn Du zuviel oder zuwenig Härter beimischt, härtet es gar nicht richtig aus. Zumindest meine Erfahrung.

Wenn Du Sorgen hast, dass es Dir in der Aushärtephase irgendwo hin läuft wo es nicht hin soll, dann misch ein Thixotropiermittel dazu wie Microballons oder Baumwollflocken.

Guido
 
Danke.

Also erst Mal die Gebrauchsanweisung genau studieren wenn's ankommt.

Die Stecker werden vorher fixiert und ritzen versiegelt.

Vereinfacht ausgedrückt, wird ein 3x3x10 cm Kabelkanal ausgegossen.
Abzüglich des Raumvolumens für die Kabel und Stecker.
 
Moin Markus,

drei Dinge, bevor es schief geht:
1. Mischungsverhältnisse von Epoxyharzen sind einzuhalten, unbedingt! Waage bei der Mischung benutzen! Ein falsches Mischungsverhältnis resultiert in mangelnder Aushärtung und dauerhaft klebrigen Oberflächen. Einige % Abweichung im niedrigen, einstelligen Bereich sind noch ok.
2. Epoxyharze härten stark abhängig von der Temperatur, je wärmer je schneller (allerdings sinkt die Viskosität mit steigender Temperatur und damit die Kriechgeschwindigkeit).
3. das Kriechvermögen in der Topfphase ist extrem hoch! Das ist gut, denn es erhöht die wichtige Benetzungsfähigkeit. Das bedeutet aber bei Steckverbindern, die auch nur gaaanz wenig mit dem flüssigen Harz in Berührung kommen, daß sich sämtliche erreichbaren Zwischenräume damit füllen und mechanische Bewegungen der Kontakte fortan verhindern. Die Federwirkung eines Kontakts ist damit tot. Auch Tixotropiermittel verhindern das nicht!

Typische Topfzeiten reichen von 15 bis 45 min. Aber es gibt auch diesseits und jenseits davon. Für zB das Laminieren von größeren Teilen (große Modellflugzeuge) verwende ich sogar 90min Topfzeit und eine kalte Umgebung. Erst wenn fertig laminiert ist, wird der Raum beheizt.

Stecker einkleben geht halbwegs mit 5min-Topfzeit, zB UHU Schnellfest express 5min. Das fängt nach ca 5min an, abzubinden, wodurch die Zeit zum Füllen kapilarer Spalte nicht reicht. Meistens, nicht immer! Gibts im Baumarkt.

Gute Hintergrundinfo und Verarbeitungshinweise findest du auf den Seiten der Firma R&G ;)

Gutes Gelingen!
Gruß
Okke
 
Hallo Markus,
wenn Du größere Mengen vergießen musst - entweder ein sehr langsames Harz nehmen oder hoch gefüllt. Bei 5-oder 10 min-Harz kann Dir die ganze Sache sehr leicht abkochen (auch schon im Mischgefäß) - das ist nicht ungefährlich (extrem heiß) und stinkt bestialisch.

Gruß
Karsten
 
Hallo
Selbst langsam aushärtendes Epoxidharz kann bei der Verarbeitung in dicken Schichten oder großen Mengen sehr heiß werden. Ich hab zum Beispiel mal einen Segelflugzeug-Rumpf im Maßstab 1:3 abgeformt. Beim Bau der Negativ-Form laminierte ich mit einem Kumpel ca. 2 cm starke Lagen aus Harz in Verbindung mit verschieden schweren Glasgewebe. Das ganze wurde nach einiger Zeit so heiß, dass das weisse GFK Urmodell im Innern der Form vor lauter Hitze braun wurde, Rauch aufstieg und wir die Form im Garten mit dem Gartenschlauch kühlen mussten um die Form vor dem Hitzetod zu bewahren. Die schnelle Verarbeitung von großen Mengen und dicken Schichten Epoxidharz ist tunlichst zu vermeiden.
VG Walter
 
Erst mal Danke für das reichliche Feedback.

Zur Verwendung habe ich mir Dipoxy-2K-700 bestellt (schon eingetroffen).
Für Rivertable geeignet. Sollte also gut fließen und später im Endfesten Zustand gut belastbar sein.

Laut Anleitung liegt die Tropfzeit, je nach Raumtemperatur (genau gelistet), zwischen
10-25 min bei 30° - begehbar nach 12 std. - stark belastbar nach 2-5 Tagen.
20-40 min bei 20° - begehbar nach 24 std. - stark belastbar nach 6-10 Tagen.
40-60 min bei 10° - begehbar nach 72 std. - stark belastbar nach 10-14 Tagen.

Den Raum bekomme ich nach dem gießen auf ca. 25° :)

Meine Vorgehensweise wäre nun folgende:
- Kabelkanal passend zuschneiden. 2x2x8 cm. (noch mal nachgemessen).
- in die Seitenwand passende (bündige) Aussparungen für die Stecker der Powerbank.
- 2 selbstgelötete USB Stecker einsetzen für die Stromabnahme und einen gekauften, vergossenen,
Mini USB als Ladekabel für die Powerbank.
Die Halbschalen (Tüllen) der Selbstlötstecker wollte ich mit einem flexiblen Hybrid-Polymer Klebstoff
(Soudal Fix All Turbo) füllen/versiegeln. Da sollte dann nichts mehr reinlaufen können.
Selbstlötstecker, damit ich den Leitungswiederstand ein bischen senken kann.
Da hier durchaus mal 1,2A durch gehen können in der Spitzenlast.
Querschnitt ist hier ca. 0,4². Irgend ein AWG (American Wire Gaus).
- evtl. Ritzen in dem Kabelkanal (nach einsetzten der Stecker) wollt ich ebenfalls mit dem Polymerklebstoff abdichten.
Der Kanaldeckel bleibt ab. Ich nutze den Kanal ausschließlich als Wanne/Füllform.
- dann erst (nach Endfestigkkeit des Polymers) kommt das Gießharz zum Einsatz

Der Hersteller selbst empfiehlt bei dickeren Schichten, mehrere davon zu gießen.
1 cm pro 6std.
Da es eh kein Quick-Projekt ist, werde ich mich daran orientieren.

Verfärbung/Vergilbung/Trübung beim aushärten ist für mich irrelewand.
(Also die Verfärbung. Natürlich nicht eine Überhitzung)

Als 2. Option zum verkleben/versiegeln der Ritzen und Stecker hätte ich noch UHU Alleskleber Kraft.
Ebenfalls Endfest-flexibel.

Kann das so gelingen?
 
Habe auch so meine Erfahrungen aus dem Flugzeug-Modellbau.:

1. Wenn etwas ! zuwenig Härter, dann kann es seehr lange dauern, bis es nicht mehr klebrig ist.
2. Die Dämpfe sind ist giftig, es stinkt und wirkt bei Hautkontakt hochallergen. Ich hantierte damit nur im Freien und mit geeigneten Handschuhen. Bei "kontaminierten" Handschuhen diese sofort wechseln, sonst hat man das Zeug zuletzt noch im Gesicht.
3. Es ist genauso schlimm wie eine umgefallene Silikon-Kartusche auf einem offenporigen Natursteinboden: Es ist dünnflüssig und versaut dauerhaft einfach alles, was nicht abgeklebt oder abgedeckt ist. Kreppband ist da hilfreich.
 
Der Hersteller gibt beim mehrlagigem gießen eine Ruhephase von 6-8 Std. an.
Ist das nur die mindest Wartezeit? bei 3 Lagen wären das 18-24 Std..

Oder anders gefragt.
Kann ich eine Lage gießen und auch erst am nächsten Tag weiter machen?
Verbinden sich dann die einzelnen Lagen trotzdem?
Wie schon erwähnt, eine Verfärbung/Trübung/ oder sichtbare Schichtlinien wären hierbei egal.
Wichtig ist das am ende ALLES ein Block ergibt.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus
Solange die zuerst gegossene Schicht nicht mit Trennwachs oder Öl verschmutzt, sondern sauber ist, haften die verschiedenen Schichten fast untrennbar aneinander.
VG Walter
 
Dankö ^^
 
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