Mist, ich kappier den Polsucher nicht!

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Seppel1976

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Servus Allerseits,

ich habe Probleme mit dem Polsucher.

Polarstern gefunden. in etwa mittig im Ausschnitt des Suchers.
Etwa, weil ich die Markierungen im Sucher nicht sehen kann.
Auch das Sternbild "Großer Wagen", welches im Sucher abgebildet ist, kan ich nicht sehen und mit der RA übereinstimmen.

Frage, muß ich das wenn ich mit der Synscan arbeite? Hat doch evtl alles über GPS, oder nicht?

Ein 3-Stern abgleich verlief immer fehlerhaft. Problem ist, das ich mir Sterne raussuchen musste die ich auch sicher Finde. d.h. ich habe vor jeder anfahrt mit dem Handy nach dem Stern gegoogelt, bever ich diesen versucht habe ihn aufzufinden....

Frage zur RA. Wen ich diese einstellen muß, auf welche Stunde stelle ich diese ein? Die Zeitscheibe ist doch variabel.

VG

Sebastian

PS: Ich werde es mit Sicherheit heute abend wieder versuchen....
 
Hallo Sebastian,

sorry, aber offenbar fehlt Dir ein Minimum an Kenntnis. Das fängt bei markanten Sternbildern und Sternen an. Dort solltest Du beginnen. Dazu braucht es weder GPS, Skyscan noch Googeln mit dem Handy am Teleskop, denn die Dinge wirst Du nicht mit Erfolg bedienen können, wenn Dir die Grundlagen fehlen.

Ich schlage Dir vor, Deine Montierung wenigstens grob einzuscheinern (Methode nach Jesuitenpater Christoph Scheiner) sowie Objekte manuell bzw. später auch nach Koordinaten (DEC und RA) einzustellen. So lernst Du die Orientierung am Himmel kennen und kannst weitere Schritte unternehmen.

Grüße!
Bocian
 
Moin Sebastian!

Bitte schreib das nächste Mal dazu, um welche Montierung es sich handelt. Wir sind zwar gut hier, aber keine Hellseher... :cool:

> weil ich die Markierungen im Sucher nicht sehen kann.

Wenn der PS selbst nicht beleuchtet ist, leuchtet man mit einer schwachen Lampe in die himmelwärts gerichtete Öffnung des Polsuchers. Dann sieht man auch die Markierungen.

> Hat doch evtl alles über GPS, oder nicht?

RTFM würde ich sagen! ;) GPS hilft Dir nur bei der Koordinatensuche Deines Standorts, vielleicht noch bei der Zeiteinstellung, aber das war's schon. Den Himmelspol mußt Du schon selber finden, ohne das gibt's auch kein Goto.

> Problem ist, das ich mir Sterne raussuchen musste die ich auch sicher Finde.

Auch da gibt's einfache Hilfe. Unter der folgenden URL kannst Du Dir ein PDF runterladen mit allen Alignment-Sternen der SynScan und entsprechenden Aufsuchkarten. Wenn ich mit dem hellen Handy-Display in der Nacht rumfummel, sehe ich auch nix mehr am Himmel... ;)

http://www.iceinspace.com.au/63-501-0-0-1-0.html

> Frage zur RA. Wen ich diese einstellen muß, auf welche Stunde stelle ich diese ein? Die Zeitscheibe ist doch variabel.

Auch da sollte man wissen, wie ein Teilkreis funktioniert. Üblicherweise wird der Stundenwinkel eingestellt und keine Rektaszension. Das Äquatoriale Koordinatensystem rotiert mit der (scheinbaren) Himmelsdrehung. Nullpunkt der Rektaszension (RA) ist der Frühlingspunkt, und der bewegt sich nunmal im Laufe einer Nacht. Deshalb ist er RA/Stundenwinkelkreis beweglich an der Montierung angebracht. Lies die entsprechenden Stichworte bei Wikipedia.de nach!
 
Hallo.

Das Thema müsste eigendlich heissen " Wie werde ich in 5 Minuten Profiastronom "

Kopfschüttelnde Grüße, Anton.
 
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Servus Micha,

vielen Dank für den Link....

Ich habe in der Dämmerung als ich den Polstern erkennen konnte die Montierung darauf ausgerichtet. (NEQ5 Skywatcher)

Dennoch sagt die Anzeige (Handteil) die Zeit an und wenn mich nicht alles täuscht, stimmt das mit der Achse überein.

Aber das will bei nichts heißen.

Langt es der Synscan nicht, wenn ich das ganze mit dem Polsucher und der Optik überein auf den Polstern getrimmt habe?

VG

Sebastian
 
Hallo Anton,

das ist nicht ganz unrichtig. Aber wohl unmöglich.
Sicher nicht. Ich versuche das ganze Gelersch zu vertehen.
Und habe mich gestern das erstmal über Saturn gefreut wie ein
Schneekönig. Denn die Anlage hat ihn relativ Nahe angefahren.
Irgendetwas muss ich ja richtig gemacht haben.

VG

Sebastian
 
Hallo Sebastian.

Ich frage mich nur wie Hobbyastronomen vor über 30 oder 40
Jahren ohne die´s Elektronische Gedöns klar gekommen sind.

Gruß Anton.
 
Gute Frage Anton....

Einfach gemacht.... Aber es ist dran und somit versuche ich mit dieser Hilfe auf zu recht zu kommen.

Von Hand nachführen, also ohne Motor geht bei dem Ding ja so nicht mehr....

VG

Sebastian
 
Moin Sebastian!

> Langt es der Synscan nicht, wenn ich das ganze mit dem Polsucher und der Optik überein auf den Polstern getrimmt habe?

Die Antwort kannste Dir doch selbst geben. Wenn das Einnorden in Ordnung war, dann funzt das Goto mit der Synscan auch. Wenn nicht, dann nicht. :neinnein:

@Anton:
> Ich frage mich nur wie Hobbyastronomen vor über 30 oder 40
Jahren ohne die´s Elektronische Gedöns klar gekommen sind.

Tja, und trotzdem wird am laufenen Meter dem Anfänger, der keinen blassen Schimmer hat, Goto empfohlen. Ich bin da auch kein Freund von. Aber heute muß es ja knallen und alles sofort funktionieren. Zeit, den gesamten Ablauf zu lernen, hat doch heute kein Newbie mehr. Ohne Strom stehen die da wie der Ochs vorm Berg.
 
Hallo Micha.

Habe mich schon in jungen Jahren für die Lichtpunkte am Himmel
interessiert. Habe auch festgestellt das bestimmte
Sternkonstellationen nur zu bestimmten Jahreszeiten sichtbar
waren. In den 60er Jahren hab ich mir vom gesparten Taschengeld
das Buch von Widmann+Schütte "Welcher Stern ist das?" gekauft.
Von den Eltern bekam man ja "nur" Bekleidung geschenkt.
So habe ich jahrelang barfuß und mit Papa´s Fernglas den Himmel
bewandert. Irgendwann in den 70er Jahren hatte ich mühsam
soviel Geld gespart daß ich mir von Quelle Revue den 60mm
Refraktor kaufen konnte. Mensch, der Saturn schwebt tatsächlich
in dem Ring, Jupiter hat tatsächlich Wolkenbänder, es gibt
wirklich Doppelsterne .......
Begriff mit diesem Gerät sehr schnell die Himmelsmechanik,
und lernte die parallaktische Montierung zu schätzen.
Ich will nicht sagen dass ich heute Profi bin, aber verlaufen
kann ich mich nicht mehr am Himmel.
Klimawandel kann mir gestohlen bleiben. Nachts am Himmel weiß
ich wann Winter oder Sommer ist.

In diesem Sinne, weiterhin noch viel Spass an unserem gemeinsamen
Hobby.
Gruß Anton.
 
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Hallo Anton,

ich sehe die Problematik die du ansprichst schon.
Und beführworte sicherlich deine Ansicht.
Was mich betrifft, ich fange "Heute" damit an.

Das bedeutet, ich greife auf "heutige" Mittel zurück.
Genauer, ich Kaufe 8" Newton mit Goto.
Das heißt nicht, das ich das System damit verstanden habe.
Ich bin mir auch nicth sicher, ob es dadurch für mich einfacher wird.

Eines habe ich letzte Nacht gelernt. Nach Sternbilder einzelne Sterne finden. Sicher kenne ich die Koordinaten nicht. Aber die Goto hat mir diese, zumindestens die Richtung gezeigt, und Michas Karten Material die Konstellation und der darin befindeliche Stern.

Wenn ich die ganze Aussage Spiegel, wäre der Vergleich in etwa folgender: "Ich muß kein KFZ-Meister sein, um ein Auto zufahren!".

Das ist zwar banal, aber nicht unrichtig.

Die Astronomie ist mit Ihren irdischen Möglichkeiten schon so umfassend, das man eigentlich nicht wirklich weiß wo man mit den Instrumenten Anfangen soll, wenn man eigentlich mal und doch endlich was sehen will.

So, zurück zur letzten Nacht. Ja, ich denke ich habe mit dem Polsucher den richtigen Winkel gefunden. Denn die Goto hat mir im 3-Stern Abgleich alle Sternvorgaben recht nahe angefahren, welche ich mit den Sternkarten abgleichen konnte.

Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Saturn ist rel. Klein.
Mit dem Omegon 5mm LE ausreichend groß, aber nicht wirklich scharf zu bekommen. Wo ist der Fehler?

DSO: Um Gottes willen gibts da auch welche die man sehen kann und die Hell genug sind um überhaupt was zu erkennen.
Bestenfall mit 25mm plus Barlow noch erahnbar!

Unter 10mm nix zu machen....

Sind 8" Newton nicht Lichtstark genug?

Ich versuchte DSO nur um die 11mag zu beobachten.

Ist der Newton nicht richtig justiert?

Warum haben alle anderen so tolle und große farbige Bilder?

Ich habe nur nen kleinen Kackhaufen gesehen....


Ich denke für all das gibt es plausibele Antworten und der größte Fehler bedient das Ganze

VG

Sebastian
 
Hi Sebastian,

Ein Kurierfahrer findet seinen Platz dank eines Navi ohne Probleme. 2 Jahre später bei den selben Kunden auch.
Nimmt man ihnen das Navi ab, finden sie den Weg nicht mehr und sind aufgeschmissen.
Man lernt durch Goto sicher nicht die Himmelsmechanik kennen.
Man folgt einem Navi der alles Vorspricht und man folgt weil man anders gar nicht kann.
Steht das Objekt dann nicht im Bild ist man befrustet und enttäuscht und hält einen 8" für zu Lichtschwach.
Auch solltest du bedenken das du ein Bild mit dem echtem spechteln vergleichst.
Andromeda sieht nicht wie auf einem Foto aus durch direkte Spechtelei. Dies geht aber auch schon durch ein 70/700 FH einwandfrei.
Vor ca. 16 Jahren hatte ich ein 90/1000 Apo in der Hand und weder Hilfe noch eine Sternenkarte. Ich blickte jeden Abend in den Himmel. Ich war nie enttäuscht das ich nur Sterne und hin und wieder den Mond sah. Aber eines Abends landete ich auf einem matschigem Fleck der anders war als die üblichen Sterne. Was ich sah erkannte ich erst auf den Blick des anderen kleinerem Matschfleck gleich daneben.
Da war Andromeda, erkannt durch indirektem Schauen.
Danach fand ich sie immer wieder und so brauch ich nicht zwingend GOTO um ein Objekt am Himmel zu erspähen.
Fahr mit deinem 8" mal etwas raus und du wirst erkennen was mit einem solchem Scope so alles geht.

Du wirst verblüfft sein ;)

LG Silvio
 
Hallo Sebastian.

Das größte Problem heute ist die Lichtverschmutzung.
Vor 50 Jahren hat man unter Vorstadthimmel noch den
Andromedanebel und die Milchstrasse deutlich erkennen
können. Der Himmelshintergrund war schwarz.
Und was man früher mit einem 60mm sehen konnte benötigt
man heute wahrscheinlich den doppelten Durchmesser.
Wie dem auch sei. Ich möchte Goto nicht verteufeln.
Aber man sollte sich erstmal halbwegs am Himmel zurecht
finden. Die kurze Zeit die einem zum Beobachten bleibt
muss man nicht verplempern.
" Warum haben alle anderen so tolle und große farbige Bilder"
Verwechsel bitte nicht visuell oder mit Kamera.
Bei´m Ringnebel (M 57) siehst du nur einen grauen Donuts.
Mit ´ner Digicam (Astromodifiziert)3 Minuten belichtet siehst
du einen herrlichen bunten Ring. Da gibt es tausend andere
Beispiele.
Aber knie dich mal richtig rein, es wird schon werden.

Gruß Anton.
 
Hallo Silvio,

nennen wir es mal so, ich habe eine gewisse Vorstellung
von dem Ganzen... Ich habe auch schon nach jemanden aus dem Raum FFM und, oder MKK nach gefragt, welcher Lust hätte ein wenig behilflich zu sein, und evtl. zusammen Beobachtungen durch zuführen.

Es mag schon sein das Fotographische Aufnahmen durch eine lange Belichtung sich wesentlicher Absetzen. Doch wie gesagt, wirklich mehr als Milchige Machthaufen hbe ich jetzt auch nicht sehen können. Geht das besser.

Ich wohne in ca. 450m Höhe am Rande des Vogelsberg.
Wenn man Glück hat und alle sind schlafen gegangen und haben Ihr Licht gelöscht, ist es eigentlichrecht dunkel.

Lichtverschmutzung wie in der Stadt habne wir so nicht.
Dennoch Leuchtet indirekt eine Straßenlaterne hinter dem Nachbarhaus.

Aber wie eurer Meinung nach, sollte ich denn Anfangen?

VG

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Saturn ist rel. Klein.
Das ging mir mit Jupiter vor einiger Zeit ähnlich. Daher habe ich Saturn sehr klein erwartet, denn er ist ja weiter weg. Ich war überrascht, was ich schon mit dem Übersichtsokular sehen könnte. Manchmal hilft es, die Erwartungshaltung zurückzuschrauben.
Gestern bzw. heute konnte ich Saturn bis 200x vergrößern und sah noch relativ scharf aus.

DSO: Um Gottes willen gibts da auch welche die man sehen kann und die Hell genug sind um überhaupt was zu erkennen.

Orionnebel, Offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Doppelsterne. Im DeepSkyReiseführer kannst Du Dich darüber informieren.

Warum haben alle anderen so tolle und große farbige Bilder?
Weil es Fotografien sind?

Ich habe nur nen kleinen Kackhaufen gesehen....
In welchem Sternbild?
Hast Du eine genauere Bezeichnung?

Gruß

Ronald
 
Grüß dich auch Silvio.

Du sprichst mir aus der Seele.
Sebastian muss einmal dunklen Himmel haben, dann möchte er
jede Strassenlaterne abflexen.

Gruß Anton.
 
Mann, habt ihr alle einen schnellen Finger.
Muss doch mal einen Schreibmaschinen-Kursus
besuchen.
Nehmt mal ein bischen Rücksicht ;) ;)
Mit einem Finger bin ich nicht so schnell. :blush: :blush:

Gruß Anton. hechel hechel
 
Hallo Sebastian,

ich möchte mich auch mal dazu melden. Als ich vor gut 2 Jahren mit der Beobachtung angefangen habe, war ich auch zuerst enttäucht über die "Ausbeute" an tollen Objekten am Himmel. :help: Meine Astrokollegen haben immer wieder zu mir gesagt:" Sehen muß gelernt sein" und du wirst es nicht glauben, es ist die Wahrheit. Alleine das "indirekte" sehen ist schon eine wahnsinns opt. Verbesserung zu direkten Sehen.
Dann sollte man sich auch mal Zeit nehmen was zu erkennen und nicht gleich weiter zum nächsten Objekt wandern. Ich besitzte auch " nur " ein 8 Zoll Newton auf Rockerbox(Kein Goto ;) ) aber damit stehen dir so alle DS Objekte zur Auswahl. Klar sieht man mit einem 16 Zoll mehr,aber dieses muß man trotzdem erstmal erkennen(wo wir wieder mal beim Sehen lernen wären). Das brauch schon mehrere Monate bis Jahre.
Genauso ist bei vielen die Enttäuschung groß, wenn sie auf einmal einen Orionnebel sehen,der gar keine Farben hat."Man auf den Bildern sieht der ganz anders aus" heißt das dann immer.Im Okular siehst du immer nur Grautöne und selten Farben( Habe mal von einem 42 Zoll Newton :hochachtung: gelesen, wo man beim Orion Farben sieht,aber das sollten so die Ausnahmen sein) Genauso M57 der schon erwähnte Donuts.Wenn ich den im Bild habe sieht der zu100% aus wie ein Donuts und nicht wie auf jeden anderen Bild von Zeitschriften u.a.
Du mußt da ein GAAAAAAANNNNNZZZZZ großen Unterschied zwischen beobachten und fotografieren machen.

CS Mirko
 
Moin Sebastian!

Nur noch kurz dazu, weil OT:

> Wenn ich die ganze Aussage Spiegel, wäre der Vergleich in etwa folgender: "Ich muß kein KFZ-Meister sein, um ein Auto zufahren!".

Nein, aber genauso wie der o.g. Kurierfahrer mit dem Navi muß man eins vorher (!) immer können: Autofahren! Das lernt man irgendwann - dafür gibt's keine App, und vom Himmel fällt die Fähigkeit ein Auto zu fahren auch nicht. Soll heißen: Ohne wenigstens einige Grundlagen, die man sich aneignen muß, klappt's eben nicht.
Soviel zum hinkenden Vergleich mit der Amateurastronomie...
 
Nachts sind alle Katzen grau. Das menschliche Auge sieht nachts leider nicht in bunt, darum erscheinen nur die hellsten Objekte farbig, also hellere Sterne und Planeten. Ist leider so, weil mittlerweile gute Astrofotografie mit relativ geringem Aufwand zu machen ist, also tausende bunter Bilder im Netz zu finden sind, das verwirrt Leute die optisch mit einem Teleskop anfangen. Früher sah man Bilder wie sie hier von Amateuren gemacht werden, teilweise nur von riesengroßen Sternwarten.

Lass Dich nicht entmutigen, sammle Erfahrungen, auch ohne spektakuläre Bilder, die man locker in Zeitschriften abdrucken könnte, macht das Hobby Spaß.

Gruß,
Jürgen
 
Hallo Allerseits,

erst einmal Danke für diese aufbauenden Worte....

Ich denke es ist genau so, wie es hier auf den Punkt gebracht
worden ist. Man muss es einfach lernen... Sicherlich habe mir
diverse NCG Objekte rausgesucht... Dann hier und da ein wenig M&M´s. Das Ergebnis ist gegenüber Fotographien ernüchternt.
Und wenn man drüber nach denkt auc plausiebel...Leider!

Das Mit der Laterne ist wirklich so..... Und soweit ich weiß gab es auch mal Zeiten wo diese auch Nachts ausgeschaltet worden sind.

Dennoch wäre sicherlich interessant, sich mit anderen zusammen aufs Feld oder wo auch immer, gemeinsam zu beobachten.

Wenn jemanden einen Tip hat, was man unbedingt mit meiner Konfiguration sehen kann, was man sich auch an sehen sollte... Ich bin ganz gespannt.

Ich versuche mal aufzuzählen was ich so habe.

8" Newton f/5 auf SW NEQ5 Goto.

Standartokulare 10mm, 25mm.
Fadenkreuz K12mm
Omegon LE 3 u. 5mm Planetary
Omegon 32mm SWA 2"
Pol-Filter variabel.
Koffer für Okulare ;-)


Gibt es Dinge die ich unbedingt brauche?


VG

Sebastian
 
Servus Werner,

Danke, aber da bin ich ja auf dem richtigen Weg.
Justierlaser bin ich gerade dran. Die Literatur von dir beschrieben, habe ich schon. Aber das mit dem lesen ist nicht ganz so einfach. Die Scheibe habe ich auch noch nicht so ganz verstanden.

Vg

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

prima, dass Du die Literatur bereits hast. Das sollte auf jeden Fall helfen.
Ich wohne in der Stadt und schaue jedes Mal zum Himmel, wenn ich die Sterne sehen kann. Wenn mir ein Stern oder ein Sternbild auffällt, dann versuche ich mir die Himmelsrichtung zu merken, wo ich es sah.

Später schaue ich mit Stellarium nach, was das war. Oder auch umgekehrt. Erst Stellarium und dann raus.
So merke ich mir zumindest die helleren Sterne.

Wenn ich rausfahre und mich mit der Beobachtergruppe unter einem dunklen Himmel treffe, dann bin ich schon kurz vor der Dämmerung da, damit ich als Anfänger von den vielen Sternen nicht überfordert bin.

Für die DeepSkyBeobachtung hatte ich mir für letzten Donnerstag und Freitag das erste Mal eine Liste mit den Objekten erstellt, die ich finden wollte.

Es waren meist die Objekte aus dem Reiseatlas mit mindestens drei Bewertungssternchen, der Jahreszeit entsprechend. Meist Sternhaufen, weil die für mich leichter zu erkennen sind. Mit Galaxien tue ich mich teilweise noch etwas schwer.

Die drehbare Sternkarte habe ich zwar auch, benutze sie aber selten. Ich finde die Sterne auf ihr etwas zu klein.

Praktischer finde ich den Sky Scout. Der wurde mir von den Mitgliedern einer Sternwarte empfohlen. Damit verschaffe ich mir einen groben Überblick, um z.B. ein Sternbild zu erkennen.
Danach schaue ich im Deep Sky Beobachteratlas, wo das Objekt zu finden ist, das ich mir anschauen möchte.

Nicht immer finde ich sofort die Stelle und muss mehrmals mit der Rotlichtlampe nochmal überprüfen. Aber meistens klappt es dann.
Es braucht halt alles seine Zeit, aber die Suche macht sehr viel Spaß.
Was die Beobachtergruppe betrifft, so kannst Du ja auch mal nachschauen, ob jemand aus der Gegend eine Homepage hat. Gib mal Astro und eine Bezeichnung Deiner Region bei einer Suchmaschine ein.
Dann einfach mal hinschreiben. So habe ich das auch gemacht.

Gruß

Ronald
 
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Zitat von Ifrit:
Die liegt bei mir in der Ecke nachdem ich die kostenlose Google Sky Map fürs Handy runter geladen habe. Eine Ministernkartensoftware, man braucht das Telefon nur in die Richtung zum Himmel zu halten und man sieht was sich da genau befindet. Ist zwar nicht ganz so "Old School" wie Rechenschieber und Drehbare Sternkarte, aber funktioniert auch ganz gut. ;)
 
Hi Sebastian,

Ich habe auch schon nach jemanden aus dem Raum FFM und, oder MKK nach gefragt, welcher Lust hätte ein wenig behilflich zu sein, und evtl. zusammen Beobachtungen durch zuführen.

Hast schon mal mit dene Kontakt gehabt?

wirklich mehr als Milchige Machthaufen hbe ich jetzt auch nicht sehen können. Geht das besser.

Galaxien erkenne ich in meinem 8"er als "fluffige hell- oder dunkelgraue Etwasse". Spiralstrukturen erkenne ich nur dann "ansatzweise", wenn

- die Galaxie auch eine Spiralgalaxie ist
- es "Kuhnacht" ist (Himmel dunkler als 6 mag)
- ich mehrere Minuten am Galaxienkern vorbeischiel (=indirektes Sehen)

Fotos von Galaxien sind was völlig anderes. Das ist absolut nicht miteinander zu vergleichen...

Aber wie eurer Meinung nach, sollte ich denn Anfangen?

Präge Dir die Sterne vom Löwen ein. So, daß Du sie ohne Blick in eine Aufsuchkarte mit Deinem Dob anfahren kannst. Und dann guck in die Aufsuchkarte für die hellen Messiergalaxien im Löwen. Laß die Finger vom Goto. Goto ist das, was beim Autofahren die elektronische Einparkhilfe ist. Lern erstmal ordentlich selber einparken ;)

NGC Galaxien sind nix für Anfänger. Bleib erstmal bei den Messierobjekten.

Versuche mal diese Messiergalaxien per Starhopping selber zu finden. Durch das Starhopping kriegst ein Gefühl, wie weit der Dob bewegt werden muß. Und dann nimm Dir für jede einzelne Galaxie 20-30 Minuten Zeit. Fang mit hellen Sternen um die Galaxie drum rum an. Taste Dich zur Galaxie (dem Matschfleck) vor. Übe das indirekte Sehen. Nach 2 Galaxien noch ein hübscher Sternhaufen. Z.B. die Krippe. Die ist schön hell. Die solltest schon mit blosem Auge im Krebs als "Wölkle" am Himmel sehen. Die wäre dann ein einfacher Abschluß. Bei der kannst die unterschiedlichen Sternfarben genießen. Aber net zu hoch vergrößern, die ist rießig ;) ...

Und am nächsten Abend ohne Mond nochmal die selben Galaxien aufsuchen. So lange, bis es richtig gut klappt.

Überhaupt, nimm Dir Zeit. Wenige Objekte an einem Abend, die dafür dann ausgiebeig. Teste alle Deine Okulare durch, bis Du Dir sicher bist, welches Objekt mit welchem Okular am schönsten ausschaut. Nimm einen Notizblock mit. Mach Skizzen da rein, schreib auf, was Dir besonder gut gefallen hat, welches Okular für was...

Mach Dir damit ein eigenes Beobachtungsbuch. Ganz primitiv, auf Papier mit Kuli, Filz- oder Bleistift. Mit Rotlichtlampe geht das wunderbar. Laß den ganzen elektronischen Schnickschnack (GPS, Handy, diverse Apps, Goto, ...) weg.



 
Hi Juwel,

Die liegt bei mir in der Ecke nachdem ich die kostenlose Google Sky Map fürs Handy runter geladen habe. Eine Ministernkartensoftware, man braucht das Telefon nur in die Richtung zum Himmel zu halten und man sieht was sich da genau befindet.

und mit den durch das blendend helle Handydisplay geschockten Augen siehst dann durchs Teleskop blos 10 % von dem, was Du ohne den Krempel sehen tätest. :mauer: :totlach: :mauer:

Ist zwar nicht ganz so "Old School" wie Rechenschieber und Drehbare Sternkarte

nicht alles, was "altmodisch" ist, ist automatisch schlecht, nicht alles, was "hipp" ist bringt am Teleskop den totalen Durchblick. :totlach: :mauer: :totlach:

 
Man kann das Display auch sehr dunkel dimmen und auf die Rot/Schwarz-Darstellung umschalten.

Ist natürlich nett und sicher kein Fehler, wenn man auf einer drehbaren Sternkarte anhand von Tabellen die Position der Planeten ermitteln kann. Mit einem Rechenschieber lernt man auch die Grundlagen der Mathematik besser, aber man sollte auch ein wenig mit der Zeit gehen und neue Dinge ausprobieren wie den Taschenrechner oder das Smartphone, bevor man sie verteufelt. :)

Ciao,
Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
[OT]Re: Mist, ich kappier den Polsucher nicht!

Um Facebook oder anderen Krimskrams geht es doch gar nicht, total am Thema vorbei.

Du schriebst doch weiter oben, ein Smartphone würde die Dunkeladaption ruinieren, da gibt es aber genügend Modifikationen, um die Geräte genauso astrotauglich wie eine Sternkarte zu machen, die auch keiner in tiefschwarzer Nacht lesen könnte.

Zum Ablesen aus Karten braucht man auch immer mindestens eine schwach rot leuchtende Lichtquelle (wie z.B. mein Smartphone). :)

In den 70ern hätte übrigens jeder Astronom Luftsprünge gemacht, so eine Minibibliothek, Nachtlampe, Kommunikator, Computer etc. für die Hosentasche zu besitzen. Es gibt für mich keinen Grund, solche nützlichen Geräte zu dämonisieren und sie Anfängern verbieten zu wollen.

Ciao,
Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: [OT]Re: Mist, ich kappier den Polsucher nicht!

Zitat von Ifrit:
Google Sky würde ich niemandem empfehlen, der in der nächsten halben Stunde mehr als Plejaden und Planeten sehen will... Stichwort Dunkeladaption. Wenn Du das ertragen kannst brauchst Du einen dunkleren Beobachtungsplatz.

Das meinte ich mit dämonisieren, weil es schlicht total unwahr oder polemisch formuliert ist.

Das Smartphone blendet, zumindest wenn man es richtig macht, überhaupt nicht im geringsten mehr, als eine winzig kleine rote led.

Gibt genügend Anwendungen, die das Gerät astronomietauglich sehr weit runter dimmen können, aber das wusstest Du wahrscheinlich nur nicht.

 
Re: [OT]Re: Mist, ich kappier den Polsucher nicht!

Hallo erstmal,

es gehört zwar nicht mehr zum eigentlichen Betreff des Threads, aber zumindest zum Thema Dunkeladaption.

Dazu hätte ich noch zwei Fragen:

1) Wenn ich meine dimmbare Rotlichtlampe auf die Sternenkarte halte, verliere ich dann meine Dunkeladaption, wenn ich die Lampe auf sehr helles Rotlicht stelle, damit ich die Infos auf der Karte lesen kann?
Oder ist es nur gefährlich, wenn ich direkt in eine helle Rotlichtlampe schaue?

2) Mir wurde erzählt, dass ich bei der Beobachtung eines Planeten die Dunkeladaption verlieren würde. Das war mir neu. Ist das tatsächlich so?
Was ist mit hellen Sternen, wie z.B. Sirius?

Gruß

Ronald

 
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