Timm
Aktives Mitglied
Hallo Spechtelfreunde,
mein letztes Posting über "was geht in Großstadtnähe" hat mir den Kontakt zu einem
Sternfreund in Herdecke, dem Gerald, eröffnet. Wir haben zwischen Dortmund, Hagen und
Herdecke in seinem halbdunklen Garten mit dem 17,5-Zöller Dobson die Möglichkeiten getestet.
Hier der Bericht:
Das seeing war erst gut und dann sehr gut. Grenzgröße fast 5m, allerdings nur im Zenith.
Wir haben die Winter-Highlights angesehen und eine tolle Beobachtungsnacht gehabt.
Herrausragend waren Saturn (mit Cassini rundherum, Saturnschatten auf dem Ring,
Enke-Teilung bei Höchstvergrößerung (5mm Oku = 450 x) und den schwachen inneren Ring.
Natürlich die hellen 5 Monde...! Der Saturn stand zeitweise wie gestanzt und zeigte alle Details.
Dann der Jupiter: Unheimlich hell und klar stand er da, so hatte ich ihn noch nie gesehen!
Die Monde bei 450x als sauber gezeichnete Scheibchen! Der GRF kam heraus und zeigte
sehr schön seine orangene Farbe, dazu waren viele Wolkendetails, Verwirbelungen und
zarte Streifen zu sehen. Bei Höchstvergrößerung schwebte Jupiter durch das Gesichtsfeld,
so dass es wie ein Überflug aussah. Einfach schön... so werde ich auf meine alten Tage doch
noch zum Planetenfreak!
Natürlich haben wir auch "normale" Objekte gesehen, wie Orionnebel M 42 mit aufgelöstem
Trapez (E und F waren allerdings erst bei hoher Vergrößerung gut erkennbar) und schönen
Nebelstrukturen, NGC 2023 bei Zeta, M 78, die offenen Sternhaufen in Fuhrmann und Zwilling
(M 35 mit NGC 2158, aufgelöst), Eskimonebel mit zarten Details und Eulennebel mit Augen,
Kugelsternhaufen M3 in den Jagdhunden ebenfalls aufgelöst, obwohl er im Dunst der Großstadt
stand und M 51 mit angedeuteter Spiralstruktur. Auch M65/M66 im Leo sahen sehr schön aus.
Alles in allem kann man festhalten: Auch der Himmel in der Nähe von Großstädten kann sehr
reizvoll sein, wenn man das richtige Instrument benützt! Und die richtigen Filter...
clear scies
Timm
mein letztes Posting über "was geht in Großstadtnähe" hat mir den Kontakt zu einem
Sternfreund in Herdecke, dem Gerald, eröffnet. Wir haben zwischen Dortmund, Hagen und
Herdecke in seinem halbdunklen Garten mit dem 17,5-Zöller Dobson die Möglichkeiten getestet.
Hier der Bericht:
Das seeing war erst gut und dann sehr gut. Grenzgröße fast 5m, allerdings nur im Zenith.
Wir haben die Winter-Highlights angesehen und eine tolle Beobachtungsnacht gehabt.
Herrausragend waren Saturn (mit Cassini rundherum, Saturnschatten auf dem Ring,
Enke-Teilung bei Höchstvergrößerung (5mm Oku = 450 x) und den schwachen inneren Ring.
Natürlich die hellen 5 Monde...! Der Saturn stand zeitweise wie gestanzt und zeigte alle Details.
Dann der Jupiter: Unheimlich hell und klar stand er da, so hatte ich ihn noch nie gesehen!
Die Monde bei 450x als sauber gezeichnete Scheibchen! Der GRF kam heraus und zeigte
sehr schön seine orangene Farbe, dazu waren viele Wolkendetails, Verwirbelungen und
zarte Streifen zu sehen. Bei Höchstvergrößerung schwebte Jupiter durch das Gesichtsfeld,
so dass es wie ein Überflug aussah. Einfach schön... so werde ich auf meine alten Tage doch
noch zum Planetenfreak!
Natürlich haben wir auch "normale" Objekte gesehen, wie Orionnebel M 42 mit aufgelöstem
Trapez (E und F waren allerdings erst bei hoher Vergrößerung gut erkennbar) und schönen
Nebelstrukturen, NGC 2023 bei Zeta, M 78, die offenen Sternhaufen in Fuhrmann und Zwilling
(M 35 mit NGC 2158, aufgelöst), Eskimonebel mit zarten Details und Eulennebel mit Augen,
Kugelsternhaufen M3 in den Jagdhunden ebenfalls aufgelöst, obwohl er im Dunst der Großstadt
stand und M 51 mit angedeuteter Spiralstruktur. Auch M65/M66 im Leo sahen sehr schön aus.
Alles in allem kann man festhalten: Auch der Himmel in der Nähe von Großstädten kann sehr
reizvoll sein, wenn man das richtige Instrument benützt! Und die richtigen Filter...
clear scies
Timm