aro
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Hallo zusammen,
neben Leuchttürmen, spektakulären Küsten, mittelalterlichen Städten und Fischerdörfern konnte ich in diesem Sommerurlaub in der Bretagne auch ein paar der Nebel sehen, die Méchain und Messier vor gut 230 Jahren katalogisierten. Die beiden arbeiteten zwar zugegebenermassen nicht in der Bretagne, aber ich glaube nicht, dass sie von Paris aus heutzutage noch viel sehen würden. Vermutlich hatten die beiden damals in Paris einen ähnlich dunklen Himmel, wie man ihn heutzutage in einem kleinem Fischerdorf vorfindet. Daher verzeiht mir diese geografische Ungenauigkeit...
Auf meiner persönlichen Liste der Messier-Objekte fehlten unter anderem noch ein paar Nebel im Schützen und Umgebung. In zwei Wochen Urlaub hatte ich an drei sternenklaren Abenden Gelegenheit, diese Lücken zu schließen - für das atlantische Klima der Bretagne ganz gut, denke ich. Beobachtet habe ich jeweils von ca. 23.30 bis 00.30 Uhr direkt im Garten des Ferienhauses in Erquy, Frankreich.
Am ersten Abend (31. Juli) richtete ich den MAK zuerst auf M6 und M7. Dort, wo ich zu Hause im 32er Plössl nur die Lichtglocke der Düsseldorfer Innenstadt zu sehen bekomme, waren hier zwei Offene Sternhaufen mit Dutzenden von Sternen zu bewundern. Außerdem gab es hier statt Lichtsmog die Nebelstrukturen von Lagunennebel M8 und Trifid-Nebel M20 - etwas hervorgehoben vom UHC-Filter.
Weiter ging's mit den südlichen Kugelsternhaufen M54, M69, M70 und etwas später noch M55. Die ersten drei waren eher klein und blass, wohingegen M55 zwar auch blass aber so groß wie der Herkulesnebel M13 war. A propos M13: Unter diesem Milchstraßenhimmel hier war DER wirklich grandios!
Am nächsten Abend konnte ich noch den Emmissionsnebel im Adlernebel (IC4703) auf meiner Liste abhaken. Jetzt brauche ich nicht mehr zu diskutieren, ob M16 denn nun der Emissionsnebel oder der Offene Sternhaufen ist - hab sie beide gesehen.
Am 3. August war es abends auch wieder klar und so wollte ich mich an die zwei Galaxien M108 und M109 in der Großen Bärin wagen, die zu sehen zu Hause völlig indiskutabel ist. Aber hier könnt's ja klappen. M108 war im 32er zwar indirekt aber doch eindeutig als strichförmiger Nebel auszumachen. M109 sträubte sich auch hier ein wenig, aber nach zwei, drei Versuchen war ich mir sicher auch diese schwache Galaxie aus Messiers Liste gefunden zu haben. Indirekt so gerade eben erkennbar im 32er Plössl und im 18er Scopos.
Jetzt noch ein paar weitere Highlights, die unter diesem dunklen Himmel ein Genuss waren: M27, M57, M76, M51 und natürlich h und chi.
Gekrönt wurde meine Beobachtungsreihe von einem hellen, lautlosen Meteor mit Rauchspur zwischen Großem Wagen und Polarstern. Wunderbar!!!
Die Grenzgröße bestimmte ich übrigens an allen drei Abenden mittels Polsequenz zu etwa 5,5mag. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig gemacht habe oder ob ich was an den Augen habe: Sind 5,5mag realistisch, wenn man die Milchstraße mit Seitenarmen erkennen kann?
Fazit:
Irgendwie denke ich immer öfter an einen 10er Reise-Dobson
Beste Grüße,
Achim
neben Leuchttürmen, spektakulären Küsten, mittelalterlichen Städten und Fischerdörfern konnte ich in diesem Sommerurlaub in der Bretagne auch ein paar der Nebel sehen, die Méchain und Messier vor gut 230 Jahren katalogisierten. Die beiden arbeiteten zwar zugegebenermassen nicht in der Bretagne, aber ich glaube nicht, dass sie von Paris aus heutzutage noch viel sehen würden. Vermutlich hatten die beiden damals in Paris einen ähnlich dunklen Himmel, wie man ihn heutzutage in einem kleinem Fischerdorf vorfindet. Daher verzeiht mir diese geografische Ungenauigkeit...
Auf meiner persönlichen Liste der Messier-Objekte fehlten unter anderem noch ein paar Nebel im Schützen und Umgebung. In zwei Wochen Urlaub hatte ich an drei sternenklaren Abenden Gelegenheit, diese Lücken zu schließen - für das atlantische Klima der Bretagne ganz gut, denke ich. Beobachtet habe ich jeweils von ca. 23.30 bis 00.30 Uhr direkt im Garten des Ferienhauses in Erquy, Frankreich.
Am ersten Abend (31. Juli) richtete ich den MAK zuerst auf M6 und M7. Dort, wo ich zu Hause im 32er Plössl nur die Lichtglocke der Düsseldorfer Innenstadt zu sehen bekomme, waren hier zwei Offene Sternhaufen mit Dutzenden von Sternen zu bewundern. Außerdem gab es hier statt Lichtsmog die Nebelstrukturen von Lagunennebel M8 und Trifid-Nebel M20 - etwas hervorgehoben vom UHC-Filter.
Weiter ging's mit den südlichen Kugelsternhaufen M54, M69, M70 und etwas später noch M55. Die ersten drei waren eher klein und blass, wohingegen M55 zwar auch blass aber so groß wie der Herkulesnebel M13 war. A propos M13: Unter diesem Milchstraßenhimmel hier war DER wirklich grandios!
Am nächsten Abend konnte ich noch den Emmissionsnebel im Adlernebel (IC4703) auf meiner Liste abhaken. Jetzt brauche ich nicht mehr zu diskutieren, ob M16 denn nun der Emissionsnebel oder der Offene Sternhaufen ist - hab sie beide gesehen.
Am 3. August war es abends auch wieder klar und so wollte ich mich an die zwei Galaxien M108 und M109 in der Großen Bärin wagen, die zu sehen zu Hause völlig indiskutabel ist. Aber hier könnt's ja klappen. M108 war im 32er zwar indirekt aber doch eindeutig als strichförmiger Nebel auszumachen. M109 sträubte sich auch hier ein wenig, aber nach zwei, drei Versuchen war ich mir sicher auch diese schwache Galaxie aus Messiers Liste gefunden zu haben. Indirekt so gerade eben erkennbar im 32er Plössl und im 18er Scopos.
Jetzt noch ein paar weitere Highlights, die unter diesem dunklen Himmel ein Genuss waren: M27, M57, M76, M51 und natürlich h und chi.
Gekrönt wurde meine Beobachtungsreihe von einem hellen, lautlosen Meteor mit Rauchspur zwischen Großem Wagen und Polarstern. Wunderbar!!!
Die Grenzgröße bestimmte ich übrigens an allen drei Abenden mittels Polsequenz zu etwa 5,5mag. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig gemacht habe oder ob ich was an den Augen habe: Sind 5,5mag realistisch, wenn man die Milchstraße mit Seitenarmen erkennen kann?
Fazit:
Irgendwie denke ich immer öfter an einen 10er Reise-Dobson
Beste Grüße,
Achim
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