Mit Spektiv an Kamera in den Fokus kommen

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muskat

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Hallo zusammen,
ich denke dass ich hier im richtigen Unterforum bin.
Ich habe ein Spektiv der Marke Teleskop Service, ein 80 mm ED Spektiv der damals ersten Serie von Teleskop Service Ransburg in München. Bei dem Spektiv war ein Zoomokular. Ein Schraubgewinde in M42 für das Zoomokular anzuschrauben war am Kopf des Spektiv.
Ich möchte dieses Spektiv gerne ohne Okular oder Zoomokular betreiben sondern nur mit der Kamera direkt an das Spektiv. Dabei bräuchte ich einen Adapter von M ,42 Spektivseitig auf Fuji x mount Kameraseitig. Diesen Adapter gibt es zu kaufen, allerdings für astronomische Zwecke, nicht aber für terrestrische Beobachtung da er zu lang ist und ich nicht in den Fokus komme. Nun habe ich auf meiner Drechselbank diesen Adapter von der Länge her gekürzt. Ich musste leider aber feststellen dass ich den Adapter auf der Drechselbank noch kürzer hätte abdrehen müssen um in den Fokus zu kommen.
Nun meine Frage.
Da ich nicht noch mehr abdrechseln kann, gibt es einen Adapter der mir den Fokus etwas verlängert und den ich zwischen dem M42 Gewinde und dem Fuji x mount Bajonett schrauben kann um so in den Fokus zu gelangen?
Dankeschön
 
Hi!

(Refraktor-)Spektive sind berüchtigt dafür, dass die Bildebene praktisch im Gehäuse liegt – sogar an den Modellen mit 1,25"-Anschluss funktioniert nicht jedes astronomische Okular.

Der einzige "Adapter", der den Fokus nach außen verlagert, ist eine Barlowlinse – evtl. kannst du eine adaptieren und damit in den Fokus kommen – aber das Ergebnis hat dann mindestens doppelte Vergrößerung (ich hatte mal an einem 1,25"-Spektiv mit Okularen und Barlow experimentiert, da hatte nur eine 3x-Barlow funktioniert, 2x-Barlows gingen nicht scharfzustellen). Das heißt, dass du dann so ziemlich das selbe Ergebnis erzielst, wie wenn du gleich durch ein Okular fotografierst, nur dass du mit der Barlow einen größeren Aufwand hast – falls es überhaupt funktioniert.

Die Bildebene kannst du bestimmen, indem du das Spektiv auf den Mond richtest und ein Blatt Papier dahinter hältst. Der Abstand, in dem der Mond auf dem Papier scharf abgebildet wird, entspricht der Position, in der der Kamerasensor platziert werden muss. Wahrscheinlich ist das kurz über dem Spektivgehäuse, oder sogar noch innerhalb.

Fuji-X-Kameras haben über 17mm Auflagemaß – ohne zusätzliche Optik müsstest du dann wahrscheinlich sogar das Kameragehäuse soweit kürzen, dass der Kamerasensor an die Stelle des Papiers kommt.

Ähnlich brutal: Du entfernst den Teil mit dem bildaufrichtenden Prisma vom Spektiv, sodass nur noch das Objektiv übrig bleibt, bastelst dir einen Okularauszug und hoffst, dass der Farbfehler nicht zu stark wird, wenn das Prisma auf einmal fehlt ;)

Normalerweise sind die Okularprojektion oder die afokale Fotografie die einzigen Möglichkeiten, durch die meisten Refraktorspektive zu fotografieren.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

das klingt danach, als ob Du sowas wie einen Glaswegkorrektor benötigst, mit denen man bei Binos arbeitet, um den Lichtweg zu verlängern. Bei Baader Planetarium bspw. gibt es verschiedene Varianten, die auch zumindest auf einer Seite einen T2 Anschluss haben… aber damit sind die guten Nachrichten wohl auch schon durch, denn wie das Teil zwischen Spektiv und Kamera passt, weiss ich jetzt auch nicht, sorry.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hi!

Stimmt, neben Barlows verlagern auch Glaswegkorrektoren und Telezentriken den Fokus nach außen, ich vergaß. Aber den allen ist gemeinsam, dass es sich um eine Optik handelt, die im Strahlengang eingebracht werden muss und die Brennweite verändert.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

das mit dem Glaswegkorrektor wird auch nicht wirklich funktionieren. Das Negativelement muss es in jedem Fall ein kleines Stück vor die Fokalebene des Spektivs schaffen. Dort kommt man in aller Regel aber nicht hin. Deshalb funktionieren an Spektiven regelmäßig auch keine Okulare mit Blende zwischen ihren Linsen. Sei bitte auch vorsichtig beim Versuch irgendwas mit Trick 17 weiter in des Spektiv einzuführen. Bei mit Stickstoff gefüllten stößt du an die Platte, die es abschließt, bei anderen leicht an die hinterste Fläche des Prismas. Wenn du die versaust, hast du mit dem Spektiv auch zu seinem eigentlichen Zweck keine Freude mehr.

Versuche es doch mal afokal mit Okular und Kameraobjektiv. Bei heutigen Kameras (auch Mobiltelefone) sind die Ergebnisse oft überraschend gut.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,
ja das Spektiv ist mit Stickstoff gefüllt. Aufmachen am Objektiv oder vorne am Stutzen würde nichts bringen. Mit Okular geht total begrenzt ( Digiskopie) zu sehen wird dann wie ein Tunnelblick sein. Vergrößer ich das Foto wird die Bildqualität schlechter.
Ich finde es auch krass vom schlechten Service von Teleskop Service Ransburg selbst. Ich hatte zwei Wochen vor Urlaubsbeginn angerufen, sie wollten sich melden,was sie nicht gemacht hatten.
Ich denke an einem Spezialadapter kann man nicht soviel verdienen.
Darum finde ich es toll wie ihr versucht zu helfen.
Ich habe noch die Möglichkeit mit einem Adapter für Handy auf spektivokular zu adaptieren. Den Adapter habe ich mir vor dem Urlaub vorsichtshalber mit bestellt.
Achso, mit der Barlowlinse ist noch eine Möglichkeit, die ich dann aber wahrscheinlich Zuhause ausprobieren werde. Die würde ich dann auch für astronomische Zwecke nutzen.
Danke
 
Achso, mit der Barlowlinse ist noch eine Möglichkeit ...
Wie Gerhard (Schmitti) bereits gesagt hat, das wird am Spektiv nicht funktionieren, weil eine Barlow oder ein Glaswegkorrektor hinreichend weit vor der Brennebene der Optik stehen muss, und da kommst du nicht ran. Foto am Spektiv geht meistens nur afokal (mit dem Okular im Strahlengang) mit den damit verbundenen Einschränkungen.
 
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