Mitte polieren

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Clavius

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Hallo Spiegelschleifer,

bin momentan bei der Politur eines 10" Fensterglasspiegels mit 19mm Stärke. Die Politur schreitet sichtbar voran, wenn auch etwas mühselig. Ich habe jetzt insgesamt 4 h MOT poliert, da die Spiegelmitte etwas zurückbleibt. Je länger ich jedoch poliere, desto mehr greift auch die Mitte.

Meine Frage: Um die Mitte stärker zu beanspruchen poliere ich MOT mit relativ starkem Überhang. Mal w-förmig, mal mehr zyklische Bewegungen.

Ist das so richtig oder sollte ich lieber eine andere Strichführung bevorzugen bzw. auch mal TOT polieren?

Danke für Eure Antworten und
 
Hallo Marty,

keine Ahnung, mein Foucaulttester muß erst gebaut werden...
Wollte erstmal auspolieren und dann die Korrekturen machen.

Lieber aufhören und testen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Gruß und
 
Hallo,
dann würde ich erst mal mit dem Foucaultgerät weitermachen, solange du nicht sehen kannst wie die Form von dem Spiegel ist kannst du schon die Kante abgehobelt oder ein riesen Loch in den Spiegel poliert haben.
Grüße Martin
 
Allens klar. Hatte nur mal irgendwo gelesen, daß man zunächst auspolieren und erst dann korrigieren sollte.

Gruß und
 
Hallo Clavius wollte nur sagen wenn du schnell einen Focaultester bauen willst , ersteigere einen Kreuztisch bei ebay ich habe mich mit so einem Teil viel leichter getan als mit einer Holzkonstruktion .Und man kann immer direkt das Maß an den Stellschrauben ablesen .
 
Hallo Clavius,

Hatte nur mal irgendwo gelesen, daß man zunächst auspolieren und erst dann korrigieren sollte.
Im Prinzip ist das auch völlig richtig. Wenn man zu früh
anfängt zu Messen fängt man meist auch zu früh an zu
korrigieren.

Ich würde aber auch gelegentlich mal kurz messen. Das
schärft schon mal das Auge für das anschließende
Parabolisieren und du kannst überprüfen, ob dein Strich
wirklich "neutral" ist - also dich näher an die Sphäre
bringt.

Wichtig ist, dass die Pechhaut richtig sitzt - also viiiiiel
Pressen! Bevor du den Spiegel einigermaßen auspoliert hast
solltest du nicht anfangen richtige Korrekturstriche zu
machen oder gar die Pechhaut sternförmig zu pressen oder
sowas.

Hattest du am Ende des Feinschliffs einen Bleistifttest
gemacht um zu überprüfen, ob du die Sphäre einigermaßen
getroffen hast?

Ciao, Heiner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Heiner,

danke für die Tipps! Allein schon der inneren Unruhe wegen werde ich morgen mal einen Foucaulttest durchführen.

Der Bleistifttest war gut, obwohl ich da auch unterschiedliche Interpretationen gehört habe: Nach ca. 20 s war das Kreuz vollständig verschwunden, wenngleich es am Rand schneller verschwand! Nun wußte ich allerdings nicht, ob SOFORT alles gleichmäßig verschwinden müßte oder einfach nach wenigen Strichen (so wie bei mir).

Jetzt beim Polieren habe ich anscheinend den gleichen Effekt: Die äußeren Partien (als definierten Rand würde ich es nicht bezeichnen) kommen schneller.

Gestern habe ich mit relativ viel Wasser (ich weiß: am effektivsten ist es wenn´s quietscht, aber glatter wirds glaube ich mit ausreichend Flüssigkeit) doch noch weiterpoliert. Der Spiegel wird mehr und mehr klarer. Nur bei sehr hellem Halogenlicht und unter bestimmten Winkeln ist noch eine schwache Mattierung zu erkennen.

Mal schauen, was der Test so alles ans Tageslicht befördert...

Gruß und
 
Moin eloi,

bei ebay habe ich auch schon nachgesehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Außer 80€ teuren und mehrere Kilo schweren, gußeisernen Kreuztischen für Standbohrmaschinen usw. habe leider noch nichts passendes gefunden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Gruß und
 
Hallo Ralf,

Wenn ich Pechhaut und Spiegel schön mit Seifenlauge einschmiert, wie lange kann ich die Kombination mit einem Gewicht (3kg) obendrauf eigentlich liegen lassen, ohne daß sie zusammenkleben?
Kein Ahnung. Ich habe immer beides ordentlich mit Cerox
eingeschmiert oder mit einem Stück altem Mosquitonetz
dazwischen gepresst. Nachts lag das Ganze dann noch in
einer Wasserschüssel.

Ciao, Heiner
 
Hallo!

Zum Thema Pechhaut anpassen, ich machs so:
Pechhaut mit Fön erwäremen, bis man relativ leicht mit dem Fingernagel eine Abdruck erzeugen kann. Aber aufpassen, zu weich ist ehr kontraproduktiv. Dann besteht die Gefahr, dass alles zusammenklebt, oder beim Drücken die eingearbeiten Rillen verschwinden.
Wenn das Pech weich ist, den Spiegel mit großzügiger Wasserhaut überziehen, und etwas Polierpulver. Alles zusammenbringen und kleine Dreh- und Polierbewegungen bei mittelstarkem Pressen mit der Hand ausführen.

Spätestens wenn man das 2 mal hintereinander gemacht hat, sitzt auch die verkrüppelste Pechhaut wieder perfekt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Viel Erfolg!
 
Hi , nochmal zum Kreuztisch , genau so einen schweren meinte ich . Du wirst schon merken bei einem selbstgebauten , je schwerer desto weniger Gezitter.
Ich habe für meinen 103 Euro gezahlt finde ich gar nicht viel , weil man ihn für alles mögliche nacher noch verwenden kann .Und vor allen dingen hat er vor und seitwärts Grad-einteilungen immer 0,02 mm Schritte.
 
Ach noch wegen der Seifenlauge , ich habe meinen Spiegel schon die ganze Nacht so liegen lassen Tool oben Gitternetz dazwischen aber vorher mit Spüli eingerieben .Übrigens wenn du den Spiegel oben liegen lässt und Gewicht drauflegst , biegt er sich in der Mitte durch und die Pechhaut stimmt dann nicht beim Polieren ( war bei mir so )
 
Hallo eloi,

das mit dem Kreuztisch muß ich mir nochmal überlegen. Die sehen schon ziemlich gut aus. Aber ich versuche immer aus dem was ich habe was zu machen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Habe noch haufenweise Alumaterial rumliegen.

Zum Durchbiegen: Werde wohl auch lieber auf ein Gewicht verzichten, da ich einen dünnen Spiegel hab.

Gruß und
 
Hallo,
Die Kreuztische von Proxon (Ich bekomme keine Provision...) sind nicht so schwer, aber präzise und handlich. Aber etwas teurer.
Grüße Martin
 
Hallo,

jetzt mal zum ATM Gedanken eine Frage: Wieviel Spiegel muß man den machen, damit sich 103 Euro
für eine Kreuztisch auszahlen? Ich habe meinen Foucault Tester aus Sperrholz und so Zeug gemacht,
das bei mir noch rumlag. Der Trick ist nur, das man eine 6mm Schraube für die Längsverschiebung
benutzt, die hat nämlich 1mm Vorschub pro Umdrehung. Daran befestigt man ein Rad mit 10er Teilung,
und schon hat man die 0,1mm Genauigkeit, die man braucht. Damit kann man viel genauer messen
als man polieren kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .
 
Hallo,
Wenn das bei dir gut funktioniert, dann brauchst du gar keinen Kreuztisch. Nur wenn Du viel experimentierst, verschiedene Lampen und Tests und Messmethoden ausprobieren willst, dann empfiehlt sich ein Kreuztisch. Ich kann aber durchaus auf 1/10 genau polieren und auch messen, weil das was ich messen kann, kann ich auch polieren!
Grüße Martin
 
Hallo , das hat hat auch nichts mit sich auszahlen zu tun sondern ich habe mich mit dem Kreuztisch viel leichter getan gerade weil er so prima zum einstellen ist . Ausserdem will ich noch einige Spiegel schleifen ich habe nur mit einem 8"er angefangen und will jetzt immer größer werden .Und wie Marty schrieb habe ich auch schon verschiedene Lampen und Messerschneiden drann ausprobieren können ohne viel Umbauprobleme .
 
Moechtest du den Spiegel an einem Kutter einsetzen? Wenn nicht, dann bringt eine Politur der Mitte doch eh nix weil ohnehin im Schatten des Fangspiegels, oder?

-Udo.
 
Er muss die Mitte auch Polieren um die Kurve ( Parabel)richtig hin zu bekommen und wie soll er sonst seinen Spiegel ausmessen wenn ihm die Mitte fehlt ?
 
Hallo,

ich wollte auch nur, daß nicht der Eindruck aufkommt, daß man nur mit Kreuztisch messen kann!
Autofahren geht ja auch nicht nur mit Ferrari. Es ist mit Kreuztisch sicher etwas einfacher
und vielleicht auch etwas genauer, aber das ist Genauigkeit, die nicht unbedingt nötig ist.
Mehr Bequemlichkeit beim Messen bringen da Programme, die die Messergebnisse automatisch auswerten
und eine Abweichungskurve auswerfen. Das spart in meinen Augen viel mehr Zeit, als die halbe Minute,
die ich beim Messen spare. Ich gebe aber zu, daß Zeit beim Messen, speziell beim Parabolisieren,
kein Kriterium ist, da man ja sowieso meist mit Warten beschäftigt ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Frohe Weihnachten
 
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