Mittellanger Refraktor? (Helft mir Geld auszugeben)

Moin Wolfgang,

so verstehe ich es eigentlich auch.
Sonst würden die ganzen „schnellen“ Filter ja ehr kontraproduktiv sein.

@Gerd_Duering
Was sagst du zu der Sache mit den Filtern?

Wenn das Epsilon effektiv nur ~f4 ist reichen dann Filter welche für Optiken mit f4 geeignet sind oder benötigt man doch Filter welcher für f3,3 geeignet sind?

Nach meinem Verständnis wären es die für f3,3, genau wie es Wolfgang oben erklärt hat.
 
Das ist leider nur die halbe Wahrheit und beinhaltet ausschließlich den Lichtverlust durch die Obstruktion.
Die Reflexionsverluste an beiden Spiegeln bleiben unberücksichtigt.
Rechnet man nur den Lichtverlust der Obstruktion ergibst sich bei 64mm Obstruktion und 130mm Öffnung eine effektive Öffnung von 113,15mm
Effektive Lichtmenge 1-(64/130)^2 = 0,757
Effektive Öffnung = Wurzel 0,757 x130 = 113,15mm
Effektive Öffnungszahl = 430/113,15 = F3,80.

Es kommen noch die Reflexionsverluste der beiden Spiegel hinzu so das wie oben schon vorgerechnet effektiv F4,3 rauskommen.


Grüße Gerd

Servus Gerd,

ich habe bei meinen Epsilon auch noch eine Hauptspiegelblende verbaut die an den 130mm knabbert.

Wenn man das dann auch noch in die Waagschale wirft, wird man unterm Strich bei der Geschwindigkeit eines Askar SQA 106 (f4.8) landen oder?

CS Gernot
 
Wenn das Epsilon effektiv nur ~f4 ist reichen dann Filter welche für Optiken mit f4 geeignet sind oder benötigt man doch Filter welcher für f3,3 geeignet sind?

Wolfgang hat es schon treffend beschrieben.
Der Lichtkegel bleibt f/3,3, also sind Highspeed Filter durchaus sinnvoll.

Die effektive Blende die sich durch die Abschattung und Verspiegelung ergibt ändert ja nicht die Steilheit des Lichtkegels.

Ich bin zwar persönlich kein Riesenfan von Epsilons und finde Gerd Gegenüberstellung mit einem 100er Esprit oder anderen APOs sehr zielführend.

Nur sollte an der Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass die effektive Blende kein Epsilon exklusives Phänomen ist. Sicher fällt der Einfluss beim Epsilon durch den größeren FS, zusammen mit dem eher kleinen HS, etwas stärker aus. Aber auch aus einem regulären f/4 Newton wird, wenn man den Verlust durch die Verspiegelung und die FS-Abschattung einrechnet, ein Instrument mit dann „nur noch“ f/4,5-f/4,8 effektiver Blende (habs nicht nachgerechnet).
 
Zuletzt bearbeitet:
@Gerd_Duering
Was sagst du zu der Sache mit den Filtern?

Ja wie die Anderen ja auch schon sagten bleibt der Kegel ja unverändert bei 1 zu 3,3 und das ist speziell für Interferenzfilter deren Wellenlängenbereich Winkelabhängig ist das Entscheidende.
Für klassische Filter also auf Absorption basierend ist der Winkel hingegen egal.
Es sind also nur moderne Schmalbandfilter von der Blauverschiebung betroffen.
Da sich der Winkel mit der Einfallshöhe ändert je näher man der Achse kommt umso flacher wird er ist der Winkel für die 0,7 Zone der Entscheidende für den Highspeed-Filter ausgelegt werden.
Das gilt ohne Obstruktion.
Bei sehr hoher Obstruktion wie hier verschiebt sich die energetische Schwerpunkt-Zone von 0,707 weiter nach Außen und wäre bei 50% Obstruktion zb. bei 0,791.
Die Blauverschiebung wäre hier damit noch etwas stärker als ohne Obstruktion bei gleicher Öffnungszahl.

Grüße Gerd
 
Nur sollte an der Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass die effektive Blende kein Epsilon exklusives Phänomen ist. Sicher fällt der Einfluss beim Epsilon durch den größeren FS, zusammen mit dem eher kleinen HS, etwas stärker aus. Aber auch aus einem regulären f/4 Newton wird, wenn man den Verlust durch die Verspiegelung und die FS-Abschattung einrechnet, ein Instrument mit dann „nur noch“ f/4,5-f/4,8 effektiver Blende (habs nicht nachgerechnet).

Natürlich ist es nicht nur speziell beim Epsilon so das die effektive Blende deutlich von der nominellen abweicht.
Auch ein Newton zb. hat wenn er speziell für Foto ausgelegt ist und große Felder gut ausleuchten soll eine hohe Obstruktion und damit relevanten Lichtverlust.
Bei gleichen Eckdaten also 130F3,3 und 44mm gut ausgeleuchtetem Feld wäre die Situation beim klassischen Newton mit 4 oder 5 Linsigem Komakorrektor sogar noch etwas ungünstiger wie beim Epsilon da der Korrektor des Epsilon sehr kurzbauend ist während ein klassischer Komakorrektor der für F3,3 taugt eine deutlich längere Bauweise hat und auch eine dementsprechend hohe Primärfokuslage über Tubus erfordert.

Grüße Gerd
 
Ich würde vermutlich beim Askar 103 bleiben – mit Reducer bist du schön im Bereich 500–600 mm, hast genug Öffnung für die 2600 und bleibst noch in einer Größenordnung, die auf der Juwei 17 angenehm sein sollte. Beim 120er sind die 20 mm natürlich reizvoll, aber dafür bekommst du eben auch mehr Länge und Gewicht. Und wenn das Motto schon „Helft mir Geld auszugeben“ lautet, muss man konsequent sein: Falls nach dem Refraktor tatsächlich noch 25 € übrig bleiben, kann man ja noch einen Blick auf https://casinoallianz.com/casino-bonus-ohne-einzahlung/25-euro-bonus/ werfen – dort geht es immerhin nicht nur um den Bonus selbst, sondern auch um verschiedene Casino-Angebote, Bewertungen sowie die jeweiligen Bonus- und Umsatzbedingungen. Dann wäre wirklich jeder Euro des Budgets sinnvoll verplant.
Ich würde bei deinem Setup ehrlich gesagt eher Richtung 100–120 mm Refraktor gehen. Du hast mit dem 200/1000 Newton schon ordentlich Öffnung für die Galaxien, da würde ich mir nicht noch einen großen Brocken daneben stellen. Für Nebel finde ich die 500–600 mm Brennweite mit der 2600 ziemlich spannend, gerade wenn du mit Reducer noch etwas flexibel bleibst. Den Askar 103 finde ich deshalb ziemlich interessant, wobei ich beim 120er schon wieder überlegen würde, ob das Gewicht und die Länge auf Dauer nicht nerven. Ich würde lieber ein etwas kleineres Teleskop nehmen, das ich wirklich oft aufstelle, als 150 mm Öffnung, die dann irgendwann dauerhaft im Eck steht.
 
Ich würde bei deinem Setup ehrlich gesagt eher Richtung 100–120 mm Refraktor gehen. Du hast mit dem 200/1000 Newton schon ordentlich Öffnung für die Galaxien, da würde ich mir nicht noch einen großen Brocken daneben stellen. Für Nebel finde ich die 500–600 mm Brennweite mit der 2600 ziemlich spannend, gerade wenn du mit Reducer noch etwas flexibel bleibst. Den Askar 103 finde ich deshalb ziemlich interessant, wobei ich beim 120er schon wieder überlegen würde, ob das Gewicht und die Länge auf Dauer nicht nerven. Ich würde lieber ein etwas kleineres Teleskop nehmen, das ich wirklich oft aufstelle, als 150 mm Öffnung, die dann irgendwann dauerhaft im Eck steht.

Es ist der Esprit 100 geworden. ;)

LG, Antje
 
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