Miyauchi 20x77

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starlightfriend

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Hi Leute,

nach dem vorangegangenen "Miyauchi Thread" wage ich ja schon gar nicht mehr eine Frage stellen zum Thema Miyauchi stellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich suche ein schönes Glas zum Spechteln, während die Montierung läuft und Fotos gemacht werden. Nun wurde mir ein Miyauchi 20x77 mit kleinem Peilsucher als Griff angeboten.

Ferngläser mit Schrägeinblick haben bekanntlich ihren Charme, aber was kann ich von 20x erwarten? Ich laß, es werden 30x bei ICS angeboten. Ist der Mehr-Gewinn an einem Durchschnittsstandort (5,5m) spührbar?

Ich weiss auch gar nicht, ob Kollimation bei solche Gläsern überhaupt ein Thema ist. Kann man ggf. ein solches Glas nachkollimieren?

Danke und CS

Peter
www.starlightfriend.de
 
Hallo Peter,

ich war gestern damit draußen und hab' wie regelmässig in der letzten Zeit nach den erreichbaren Kometen geguckt; obwohl der zunehmende Mond doch schon ziemlich störte, war C/2001 Q4 NEAT im Großen Wagen schwach, aber deutlich auszumachen. C/2003 K4 LINEAR im Bootes hingegen präsentierte sich im Vergleich dazu als recht heller und großer "Wattebausch", obwohl näher Richtung Mond gelegen (Mehr Details hier ). Schau Dir die beiden einfach heute abend mit einer anderen Optik an, dann weißt Du in etwa, was Dich erwartet.

Ich schätze, bei gutem Himmel wird man bei Deep-Sky-Objekten so bis 10.-11. Größe kommen, je nach Flächenhelligkeit.

Als Okus kann ich die 30er nur empfehlen. Sie zeigen ziemlich das gleiche FOV wie die 20er, weil es WWs sind, die anderen nicht. Da viele DSOs (selbst die größeren) doch etwas fitzelig sind (Beispiel M81/M82), ist die zusätzliche Vergrößerung auch durchaus von Nutzen. Die Normalokus verwende ich praktisch überhaupt nicht mehr.

In puncto Kollimation hat mein Glas schon den entsprechenden Härtetest hinter sich: Mein Hund, dem der Sinn für empfindliche Astrogeräte etwas abgeht, hat das Miyauchi samt (gottlob eingefahrenem) Stativ mal umgerannt. Darauf kippte das Teil um und das Glas donnerte aus einem knappen Meter Höhe seitlich auf's Parkett; Ergebnis: Eine kleine Delle in der Gegenlichtblende, Kollimation unverändert tadellos.

Ich kann das Teil, gerade wenn man's gebraucht als Schnäppchen kriegen kann (auch noch mit dem Peilsucher, der sicher ein gewaltiger Gewinn ist), nur empfehlen.

Clear skies, Michael
 
Hallo Michael,

Danke für Deine Schilderungen! Bei ca. 400 mm Brennweite darf man wohl keine Detailauflösungen erwarten. Der Charme liegt in der Erfassung großflächiger Strukturen. Wie steht es mit der Randschärfe? Hast Du Erfahrungen z.B. mit UHC-Filtern, macht es Sinn?

Ich habe mittlerweile Deine Beschreibung auf Deiner HP nachgelesen - schön! Als verwöhnter Apo-Benutzer würde mich ein sek. Spektum ebenfalls sehr stören, bei 20x oder 30x fällt dieser Sachverhalt allerdings nicht ins Gewicht.

CS
Peter
www.starlightfriend.de
 
Hallo Peter,

zumindest Umrisse (M81/M82,M27 z.B.) kann man ganz gut erkennen, bei manchen großflächigeren Objekten (z.B. M33, M101) zeigen sich unter optimal dunklem Himmel auch andeutungsweise Strukturen. Die Randschärfe halte ich für gut.

UHC-Filter nutze ich nur sonst am Teleskop, ich kann mir aber vorstellen, daß einzelne Objekte wie z.B. der Helix oder der Rosettennebel auch im Miyauchi sehr profitieren.

Den Helix, der ja ziemlich groß ist, habe ich vor einigen Jahren in den Schweizer Alpen - ohne Filter - im 15x60 von Zeiss gesehen: Wow!!! Fernglasbeobachtung hat unter guten Bedingungen ihren ganz besonderen Reiz.

Ein wesentlicher Vorteil des Miyauchi ist ja, daß er in jede Fototasche paßt und man das stabile Fotostativ, das man sowieso dabeihat, auch dafür nutzen kann. Also das ideale Urlaubsbino.

Clear skies, Michael
 
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