Miyauchi BS-77 mit Mikroskop-Okularen?

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lukeflo

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Moin,

wie einige möglicherweise im FG-Forum gelesen haben, kommt bei mir die Tage ein original Miyauchi BS-77 an. Die beiliegenden Standardokulare bieten eine 20-fache Vergrößerung bei ca. 2,5° GF. Ist ganz gut, aber etwas Variation wäre natürlich schön.
Nun haben diese BTs ja leider eine spezielle Aufnahme, die den Gebrauch von Standard 1,25" Okularen unmöglich macht. Soweit ich im Netz gelesen habe, haben hat die Okualraufnahme der Miyauchis 29mm Druchmesser. Daher folgende Überlegung:

Ich habe noch 2 Paar Mikroskopokulare mit Durchmesser 30mm rumliegen und würde gerne wissen/versuchen, ob diese sich ohne allzu viel Modifikationen mit dem Miyauchi nutzen lassen. V.a. will ich nicht am BT selbst rumbasteln, um den Originalzustand zu erhalten. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Im Netz finde ich bisher nichts konkretes, nur Anspielungen, dass es irgendwer schonmal gemacht hat. (Solche Anleitungen zur Nutzung regulärer Okulare hingegen wären mir zu viel Aufwand und halt Basteln am BT)

Ein kritischer Punkt des BTs soll die knappe Fokuslage sein. Wie kann ich die bei dem Gerät mit einfachsten Mitteln messen? Etwa so, wie den Backfokus bei normalen Teleskopen? Wenn die Fokuslage wirklich so knapp ist, könnte das alles was eng werden.

Die Okulare um 1mm abzudrehen, sollte machbar sein. Habe zwar selbst keine Drehbank, aber Bekannte von mir.

Ideen oder gar eigene Erfahrungen sind herzlich willkommen.

Gruß
Florian
 
Hallo,

selber habe ich das kleinere BS-60i von Miyauchi, aber es hat dieselben 29mm Okularaufnahmen. Neben den original Okularen, die keinerlei Beschriftung haben, lag meinem Fernglas ein zweites Paar Okulare (ebenfalls ohne jede Beschriftung) bei, die der Vorbesitzer selbst angepasst hat. Die haben einen Steckhülsendurchmesser von ca. 26mm und eine sehr kurze Baulänge, weswegen ich sie immer für Mikroskopokulare gehalten habe. Sie sind durch Aufkleben einer dünnen Korkschicht passend gemacht worden.
Wichtig ist dabei, dass es bei diesen Ferngläsern keine Okularklemmung gibt! Die Originalokulare haben kurz vor dem oberen Rand der Steckhülse eine kleine Nut, in der ein O-Ring sitzt, der das Okular durch Reibung in seiner Position hält. Falls Du Deine Mikroskopokulare also abdehen lassen willst, solltest Du etwas ähnliches vorsehen, sonst fallen sie aus den Hülsen. Vorher musst Du natürlich nachmessen, ob nach dem Abdrehen von einem Millimeter Material überhaupt noch genug Wandstärke für eine Nut übrig bleibt.

Zur Fokuslage kann ich leider nichts sagen und wüsste ebenfalls nicht, wie ich die mit meinen Mitteln messen kann. Wenn mir jemand sagt wie dann mache ich das natürlich gerne.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,

vielen Dank. Das ist schon mal hilfreich. Könntest du eventuell ein paar Bilder der modifizierten Okulare schicken sowie eventuell Maße, wie groß der Abstand von der untersten Linse zum Ende der Okularhülse ist o.Ä.?
Gerne auch als PN, falls dir das lieber ist; sonst natürlich hier.

LG
Florian
 
Hallo,

das erste Bild zeigt links zum Vergleich ein normales 1 1/4 Zoll Okular (eines das man zu jedem Fernrohr von Celestron dazu bekommt), das Originalokular von Miyauchi und das angepasste Okular. Die oben angesprochene Korkhülse habe ich für das Foto abgezogen.

Die Okulare sind entsprechend ihrer „Einbaulage“ angeordnet. Beim Miyauchi fällt die große Augenmuschel auf, das Fremdokular steht im eingebauten Zustand nur ganz knapp über und lässt sich gar nicht so leicht wieder herausziehen, da man es nirgends greifen kann.

Link zur Grafik: http://www.bombie.de/tmp/20221030_170151.jpg


Hier nur die beiden Fernglasokulare:

Link zur Grafik: http://www.bombie.de/tmp/20221030_170210.jpg


Und hier noch eine Ansicht von unten:

Link zur Grafik: http://www.bombie.de/tmp/20221030_170336.jpg

Zu den Maßen: Beim Fremdokular ist die Augenlinse vielleicht zwei Millimeter von der Oberkante entfernt (genauso beim Original), die unterste Linse 5mm vom Ende der Hülse bzw. in ca. 18mm Einstecktiefe. Beim Miyauchi sitzt die unterste Linse 16mm vom Ende der Hülse entfernt bzw. in ca. 12mm Einstecktiefe, also deutlich weiter in Richtung Auge.

Der Fokusweg (diese Ferngläser werden einzeln durch Drehfokussierer an den Okularaufnahmen scharf gestellt) beträgt nur etwa 10mm, es muss also schon passen mit den Okularen.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hi,

alles klar, vielen Dank. Das hilft schon mal sehr.
Das ist in der Tat alles sehr knapp. Muss mal schauen, aber denke, es ist eher unwahrscheinlich, dass sich die 30mm Mikroskopokulare weit genug einstecken lassen. Eventuell hat man mit 23mm Okularen bessere Chancen, wenn man einen genügend großen Korkring o.Ä. dazu bastelt.

Hat da eventuell jemand Erfahrungen?

Ich berichte natürlich auch von meinen Ergebnissen, sobald es welche gibt.

Gruß
Florian
 
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