Miyauchi Fernglas - empfehlenswert ?!

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Miwi

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Hallo Sternenfreunde,
ich (49 Jahre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ) überlege mir, ob ich mir ein MIYAUCHI zulegen sollte.
Ich wohne in Sankt Augustin (zw. Bonn und Siegburg) und habe leider folgende Lichtquellen:
Bonn (ca. 8 km),
Flughafen Köln-Bonn (ca. 11 km) und
Siegburg (ca. 5 km) in der Nähe.

Meine allgemeinen Voraussetzungen:
Kaum astronomische Vorkenntnisse, aber seit über 25 Jahren interessiert (inkl. div. astron. Software auf dem Win-PC).
Das "Gerät" (Fernglas/-rohr) soll SCHNELL zu packen und nicht sehr schwer sein, also:
- Rein in eine Schutztasche (nebst leichtem Stativ) und über die Schulter gehängt,
- ab zu einen relativ freien Wiesenbereich (neben Flugplatz Hangelar (zwischen Bonn und Siegburg) .... Gehweg ca. 10 Minuten.
- .... und einfach den Sternenhimmel betrachten.
Ohne Auto, Schubkarren usw. - also KLEIN und LEICHT :-)
Später vielleicht die Möglichkeit, mit Fotoapparat bzw. CCD ein paar Fotos zu machen (Adapteranschluß ??).

Meine Favoriten:
Miyauchi ... 15x60-45° (ca. Euro 598,-),
oder Miyauchi 22x60-45° (ca. Euro 620,-).
Mir gefallen die Geräte, weil sie nicht so groß + schwer sind.

Da ich mich im Preisbereich 500-650 Euro bewegen will, hoffe ich, dass ich mit den beiden oben genannten Miyauchi nicht nur die Saturn-Ringe beobachten, sondern z.B. auch die Andromeda-Galaxis größer, klarer (und vielleicht auch ein wenig farbig?) erkennen kann.
Später ggf. auch Anschluß für CCD möglich ??!
P.S. Gibts Probleme für Brillenträger, und kann jedes Glas einzeln eingestellt werden?

Wer hat Erfahrungen ? - Danke vorab für die Infos :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Miwi!

ich hab das 22x60 von Miyauchi. Es ist leicht est ist sehr schnell einsatzbereit. tolle Optik nur das Sucherfernrohr könnte vom Durchmesserr größer sein. Beide Okulare lassen sich einzeln und sehr präzise Fokusieren. Zum Beobachten ziehe ich allerdings meine Brille ab, so kann ich das ca. 3° große Gesichtsfeld schön überblicken. die 15X Okulare haben meines Erachtens keinen so schönen Einblick wie die 22X

Alles in allem ein wirklich leichtes transportabeles Gerät mit toller Optik

ABER die Andomeda Galaxis ist auch in meinem 12" SW. Die Ringe des Saturns sind von der Planetenscheibe abgehoben und beim Jupiter sind die 4 Hauptmonde sichtbar. Das Gerät ist aber toll für Nordamerika und Pelikannebel mit UHC-Filter!

Achso, da ich ein anderes kleines Teleskop als Reise Teleskop habe könnte ich mich vom Miayauchi trennen

Bei interesse einfach eine MAil an tenelsenmartin@yahoo.de

Ansonsten bei Fragen gerne Mailen oder anrufen, gebe Dir die Nummer ein einer privaten Mail

Viel Spaß noch
 
hallo miwi,

ich habe mir im frühjahr 2002 ein miyauchi 15x60 gekauft und es seitdem keinen tag bzw. nacht bereut.
gerade wenn man häufig in stadtnähe beobachtet (beobachten muss) ist das ding wegen seiner kleinen ap sehr geeignet. natürlich lassen sich beide augen einzeln scharfstellen, und bei meinem gerät geht das ganze auch nicht zu leichtgängig, so dass sich da eigentlich auch nichts mehr verstellt.
was den transport und schnellen aufbau angeht ist es meines erachtens unschlagbar. ich hatte es diesen sommer auf la palma dabei und es hat prima ins handgepäck gepasst. als stativ verwende ich ein großes manfrotto (ich glaube '075' oder so?); da könnte man sogar noch 'ne nummer kleiner gehen. meine empfehlung: wenn möglich testen; falls es dann gefällt: kaufen!
gruß,

cvn

p.s.: über das 20x70 von miyauchi habe ich schon sehr unterschiedliche meinungen gehört; das 15x60 kam eigentlich immer recht gut weg. notfalls mal bei cloudynights reinschauen, ob es da mittlerweile besprochen wurde. ansonsten gibt es auf der astroseite von christian losch einen test dazu.
 
Miyauchi Fernglas: wirklich empfehlenswert???

Hallo Miwi,

Du schreibst u.a.:

" ... hoffe ich, dass ich mit den beiden oben genannten Miyauchi nicht nur die Saturn-Ringe beobachten, sondern z.B. auch die Andromeda-Galaxis größer, klarer (und vielleicht auch ein wenig farbig?) erkennen kann..."

Dazu sollte man vielleicht sagen, daß Dir so ein Miyauchi an der Stelle nicht unbedingt weiterhilft. Um die Andromeda-Galaxie in ihrer Pracht zu sehen, braucht man einen wirklich dunklen Himmel! Da hilft Dir das Miyauchi Glas in der Nähe von Bonn nicht weiter und von farbig sehen kann keine Rede sein. Was den Saturn mit seinem Ringsystem betrifft, so wirst Du ihn im 15x60 oder 22x60 zwar sehen, aber - mal abgesehen von den ersten paar Nächten, wo die Begeisterung kein Ende nimmt - wird auf Dauer die Vergrößerung wohl zu gering sein. Gerade Saturn oder auch Jupiter machen schnell Lust auf höhere Vergrößerungen! Und hier geht es bei 80- bis 100-fach los, wo das Beobachten der beiden großen Planeten wirklich Spaß macht. Und zum Fotografieren taugt das Miyauchi auch nicht so recht ...

Die 60mm Miyauchi Gläser sind wunderbar geeignet, um die Milchstraße mit Genuß abzugrasen, um sich h und chi im Perseus, die Plejaden, große Sternwolken, den Orionnebel und eine Reihe weiterer recht heller Deep-Sky Objekte einzuziehen. Man kann hin und wieder (oder immer wieder) in den Mond gucken, aber auch hier setzt die recht geringe Vergrößerung bald Grenzen. Ist man nur sporadisch am Sternhimmel unterwegs, dann hat man bestimmt auf lange Zeit seinen Spaß mit dem Glas. Stellt man aber eines Tages fest, daß man die Planeten lieber richtig sehen will und daß Kugelsternhaufen und viele andere Deep-Sky Objekte im Miyauchi doch nicht der Hammer sind, dann sitzt man mit der begrenzten Vergrößerung und den 60mm Objektiven schnell auf dem trockenen.

Ich würde mir daher in Ruhe überlegen, ob ein kleines Spektiv oder Teleskop mit etwas mehr Öffnung und vor allem mit dem unschlagbaren Vorteil des deutlich umfangreicheren Spielraums an Vergrößerungen nicht die bessere Wahl ist. Im genannten Preisbereich und mit Blick auf die mobile Nutzung muß man natürlich sehr genau schauen, daß man keinen Fehlkauf tätigt. Die preisgünstigen Refraktoren mit 80 oder 100mm Öffnung haben ihre Probleme bei höheren Vergrößerungen, da der Farbfehler das Bild beeinträchtigt. Ein größerer Newton oder Dobson paßt schon gar nicht zu den Vorgaben, da er viel zu groß ist. Da bleiben als Alternativen ein Refraktor mit 80mm Öffnung und ca. 600mm Brennweite oder ein kleiner Maksutov-Cassegrain um die 90 oder maximal 100mm Öffnung. Beide Gerätetypen sind leicht zu transportieren und passen noch auf ein stabiles Fotostativ mit einer kleinen azimutalen oder parallaktischen Montierung. Das Teleskop kann man sich locker in einer gepolsterten Tasche um die Schulter hängen und mit dem Stativ in der Hand zu Fuß den Beobachtungsplatz erreichen. Vergrößerungen bis 120-fach oder auch etwas mehr sind im Bereich des möglichen (Jupiter und Saturn sind ein Gedicht!) und als Ergänzung könnte man dem Teleskop noch ein kleineres Fernglas zur Seite stellen. Ein 8x40 oder etwas in der Art ist prima geeignet, um freihändig den Sternhimmel zu erkunden.

Da Du in der Nähe von Bonn wohnst, würde ich Dir empfehlen, schau doch mal bei der Firma Jülich vorbei! Da kannst Du Dir auch das eine oder andere Gerät anschauen und vor allem bekommst Du fundierte Informationen, was Du von welchem Gerät erwarten kannst.

Frank.
 
Bitte beachten, bisher wurde in Katalogen etc. angegeben, dass das Miyauchi 15x60 oder 22x60 wasserdicht sei.
Dem ist nicht so, Wasser kann eindringen. Also bei Regen oder beim Reinigen der Objektivlinsen aufpassen.
 
Hallo,
ich weiss nicht, ob die anderen Miyauchi-Fernglaeser wasserdicht sind. Ich habe ein 15x60 und musste die Erfahrung machen, dass es nicht wasserdicht ist.
Viele Gruesse!
 
Und das 77mm auch. Beide, 77er und 100er sind Stickstoff gefüllt; also wasserdicht ! Und gegen Beschlagen geschützt ! MfG Bernd
 
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