Miyauchi Fluorit wird überarbeitet

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holger_merlitz

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Hallo Leute,

Habe gerade im Cloudynights-Forum erfahren, dass die grossen Fluorit-APOs von Miyauchi jetzt neu gerechnet werden müssen. Der Grund ist eine Blei-haltige Linse, die im Objektiv verwendet wird, und die aus Umweltschutzgründen nicht mehr verfügbar ist. Offenbar mussten die Glashütten, die dann ja Bleiabfälle erzeugten, so hohe Abgaben zahlen, dass sich die Herstellung nicht mehr lohnt. Mir ist bereits einige Male aufgefallen, dass Hersteller damit werben, Linsen ohne Schwermetalle zu verwenden.

Weiss jemand von Euch mehr darüber? Gibt es inzwischen genug alternative Glassorten, so dass die Verwendung von Blei eigentlich überflüssig ist? Oder müssen wir damit rechnen, dass die neuen Miyauchis eventuell nicht mehr so gut korrigiert sein werden? Oder ist das vielleicht nur eine Frage des Aufwands: Was ein Blei-APO mit 3 Linsen schafft, das bekommt man mit 4 Linsen ohne Blei genauso gut hin?

Viele Grüsse,
Holger
 
Hallo Holger,

ich bin nicht wirklich ein Fachmann auf dem Gebiet. Aber in der Augenoptik wurden früher auch hochbrechende Schwerflintgläser mit Bleisalz-Zusätzen verwendet. Heute verwendet man Titaniumsalze, leichter und höherbrechend und wohl auch weniger belastend. Ich glaube nicht, dass diese Gläsersorten zwangsläufig geringere Qualitäten der Apochromaten zur Folge haben. Andere Materialien führen halt zu anderen Radien, Dicken, Abständen. Das Blei hat man ja früher bestimmt nicht gewählt, weil es das Beste war sondern eben leicht verfügbar. Heute dürfte ein guter Apo mit anderen Gläsern auch kein Problem sein.

Beste Grüße, Herbert

 
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