Miyauchiokulare

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Trix_

Neues Mitglied
Hallo Miyauchifans

Ich habe vor einiger Zeit geschrieben , dass ich mir ein neues Grossfernglas kaufen möchte...

Nach langer Überlegung habe ich mich nun Entschieden und werde mir ein Miyauchi 20x100 iB mit 45° Einblick kaufen.
Dazu die 37 Fache Vergrösserung!

Nun bin ich mir nicht so ganz sicher ob ich mir die 26x Okulare nicht auch kaufen soll und bitte euch um Rat!

26x ist ja nicht unbedingt viel mehr als 20x.
Lohnt sich der Kauf?

Hat hier wer alle drei Okularpaare?

Danke schon mal im Voraus..
Trix
 
Hi Trix,

hatte auch mal das Miyauchi mit beiden Okularpaaren.
Mit der hohen Vergrösserung ist mir nur eins deutlich geworden: Bildfehler sind enorm gewchsen. Insbesondere die chromatische Abberation. Aber dennoch eine tolle Aussicht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich weiss nicht, wieviel Du für die neuen Okus bezahlen müsstest, wenn es sich in Grenzen hält würde ich die zweite Vergrösserung auf jeden Fall ausnutzen. Trozt des dollen Farbfehlers...

Beste Grüsse

Erdling
 
hi Erdling

Ich kann mir gut Vorstellen und habe es auch Erwartet, dass der Farbfehler deutlich Sichtbar ist bei 37x.
Wie ist es bei der 26 Fachen Vergrösserung?
Darf ich Fragen warum du dich von deinem Miyauchi getrennt hast?

Liebe Grüsse

Trix
 
Hi Trix,
ich besitze ein Miyauchi 26x100 (Achro) schon seit Jahren und benutze beide Okularpaare. Wenn es Dir preislich nichts ausmacht, würde ich auch die 26er nehmen. Sie haben das gleiche reale Gesichtsfeld wie die 20er (2,5°) und einen angenehmeren Einblick als die 37er.
Trotz des höheren Farbfehlers verwende ich die 37er bei deep sky häufiger, weil sie schlicht mehr zeigen. Sie haben zwar ein kleineres Gesichtsfeld (1,5°), mit 12mm einen etwas knappen, aber akzeptablen Augenabstand, dunkeln jedoch den Himmelshintergrund stärker ab und ergeben dadurch mehr Kontrast. Unter einem 6mag Himmel und mit gutem Kartenmaterial sind damit Galaxien bis zur 12mag Grenze erreichbar.
Die 26er benutze ich vorwiegend für größere Objekte oder mit den einschraubbaren UHC-Filtern.

Klare Nächte wünscht
Klaus
 
Hallo Klaus

oh ein langjähriger Miyauchifan, cool! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Jaja das liebe Geld, habe lange überlegt ob ich wirklich so ein teures Teil kaufen soll....

Aber was solls, die Öffnung meiner Pupille wird ja mit dem Alter auch nicht Grösser und auch der Himmel wird immer heller wegen der Lichtverschmutzung. Deshalb warte ich nun nicht mehr länger, und gönne mir das Miyauchi einfach.

Wie ich an dir und Martin sehe, hat man ja auch nach vielen Jahren noch Freude an seinem Miyauchi!

Da das Miyauchi schon so einiges an Geld kostet, soll es an einem Paar Okularen mehr oder weniger auch nicht mehr liegen!
Ich werde mir die 26 Fache Vergrösserung in dem Fall kaufen!

Danke dir für deinen Beitrag

Herzliche Grüsse

Trix

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@KlausZott

Hallo Klaus

habe Versucht dir eine PN zu schicken. Ging leider nicht.
Könntest du über meine E-Mail Adresse oder per PN Kontakt aufnehmen mit mir?
Merci

Liebe Grüsse
Trix
 
Hallo Trix,

auch ich habe das besagte Miyauchi schon ein paar Jahre und bin damit (fast) völlig zufrieden. Deswegen "fast", weil irgendwann zwangsläufig der Hunger nach mehr Vergrößerung aufkommt (deswegen habe ich mir im letzten Jahr ein gebrauchtes Vixen BT125 gekauft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ). Nur ein paar wenige versierte Spezies haben es geschafft sich ein paar Nagler Okulare für ihr Miyauchi zu modifizieren. Und die hauseigene Auswahl an Miyauchi-Okularen ist leider deutlich begrenzt.

Ansonsten hat das Okularpärchen mit 20-facher Vergrößerung den höchsten Augenabstand (ca. 27mm) und ist für Brillenträger die angenehmste Lösung. Aber mit 50° Blickwinkel nicht unbedingt das Beste, es sei denn man hat keinen Vergleich. Die 26- und 37-fache Vergrößerung hat mit 66° ein viel angenehmeres Einblickverhalten, aber bei der 37-fachen Vergrößerung geht mit Brille nichts mehr. Bei 12mm Pupillenabstand muß man schon mehr ins Okular kriechen, was bei Kälte die Möglichkeit steigert, daß das Okular schneller beschlägt.

Wie auch immer muß man das unbedingt vor dem Kauf selbst testen! Bei Tage sind diese ausgesprochenen Deep Sky Gläser aber der reinste Horror, also bitte nur Nachts testen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Erst bei richtig dunklem Nachthimmel zeigen diese Gläser ihr ganzes Können!

Grüße, Amin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hi Amin,

Ooh, ein BT125, welch eine Wucht!! Das habe ich mir auch ne Zeitlang erträumt...
Aber nur solange, bis ich wusste, wie viel so ein Glas kostet! Nene, das kann ich mir gleich abschreiben, hihi...
Du bist wirklich ein Glückspilz wenn du dir sowas unter den Nagel reissen kannst...

Um die Gelüste nach mehr Vergrösserung ausleben zu können, besitze ich noch ein C8. Da ist das Miyauchi DIE ideale Ergänzung!

Ich finde es schade, dass es nicht mehr Zubehör fürs Miyauchi gibt...
Da hat ICS eine wahre Marktlücke entdeckt und gefüllt...

Danke für die Testtipps, werde daran denken....

Liebe Grüsse

Trix
 
Re: @KlausZott

Hallo Trix,

die Antwort auf diesen Beitrag geht auch an meine e-mail Adresse. Ich kann Dir dann auch privat mailen, wenn Du noch mehr wissen möchtest.
Ich habe mein Miyauchi nun schon etwa 5 Jahre intensiv genutzt und genossen, kann es Dir also wirklich empfehlen. Achte aber darauf, dass du ein gut kollimiertes Gerät bekommt. Da gibt es auch Ausreißer.
In der Bedienung ist es mit der speziellen ICS Montierung einfachst zu handhaben. Am besten dazu noch ein Stativ mit höhenverstellbarer Mittelsäule z.B. von Manfrotto. Bequemer kann man den Sternenhimmel kaum genießen.

Trotzdem ging es mir ähnlich wie Amin, dass der Wunsch nach mehr Vergrößerung aufkam. Ich habe zunächst speziell angepasste Olympus Okulare für etwa 60-fach angeschafft, jedoch schnell festgestellt, dass das Bild für deep sky recht dunkel wurde. Sie brachten eigentlch nur an Mond und Planeten etwas. Aber auch hier litt der Kontrast stark durch den ausgeprägten Farbfehler.
So bin ich nach längerer Suche mittlerweile auch bei einem Großbino angelangt. Es besteht aus zwei Synta 6" F/5 Refraktoren mit Umlenkspiegeln von Matsumoto. Das eröffnet natürlich neue Dimensionen. Trotzdem werde ich mein Miyauchi noch behalten, denn es gibt nur wenig Besseres für das schnelle, unkomplizierte Spazierenschauen.
Und wenn dich einmal die Binosucht erfasst hat, empfindest du jedes einäugige Beobachten als anstrengend und irgendwie amputiert.

Binogrüße von
Klaus
 
Re: @KlausZott

Hallo Klaus

Ja, das binokulare Sehen ist ein Genuss,
das liest man überall...

Die Binosucht hat mich schon lange gepackt
nicht zuletzt durch mein 20x80er Vixen.

Zudem ist so ein Bino schnell aufgestellt, muss nicht Ausgerichtet werden und eignet sich, wie du so schön sagst, fürs Spazierenschauen!

Ich habe dir die Mail nochmal gesendet, es geht um die UHC Filter, die du erwähnt hast.

Liebe Grüsse

Trix
 
Miyauchi

Hallo Trix,

ja das BT125 ist schon ein feines Teil, wenn es gut kollimiert wurde. Leider wird es seit Frühjahr 2003 nicht mehr gebaut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> Die Nachfrage war zu gering. Aber man sollte die Größe und Transportfähigkeit ab 2 x 5" nicht unterschätzen. Da ist das 20x100er Miauchi wesentlich leichter zu transportieren.

Klar ist ist es mit Binos angenehmer zu beobachten, aber auch immer kostspieliger bei gleicher Lichtleistung zu einem Teleskop. Aber ohne Bino möchte ich einfach nicht mehr beobachten, da bin ich inzwischen zu sehr verwöhnt.

Grüße, Amin
 
Neugierig

Hallo Klaus,

die Umlenkspiegel von Matsumoto zu verwenden ist bestimmt eine tolle Sache! Das hatte ich mir auch mal überlegt, aber dann doch nicht getraut, weil 1.) ich soetwas nicht bauen und erst recht nicht kollimieren könnte und 2.) Japan weit entfernt ist, wenn man mal Hilfe braucht.

Jetzt muß ich doch mal fragen, war das schwierig zu bauen und zu kollimieren? Und die Montierung ist ja auch noch ein Thema und bei 2 x 6" bestimmt keine leichte Aufgabe? Oder hast Du es gleich von Matsumoto bauen lassen?

Grüße, Amin
 
Hallo,

wie bereits erwähnt wurde haben 20 und 27-fach das gleiche wahre Gesichtsfeld m.E. ohne nennenswerte Abstriche in der Bildqualität. Wie ich neulich hier mal auf der Liste geschriben habe, kann man mit einigen 1 1/4" Okularen das Miyauchi problemlos fokussieren um sochle Okus "dauerhaft" nutzen zu können, brauchts dann allerdings noch eine Hüllse.
Test kannst Du auch auf meiner HP nachlesen.

Zum BT125 wurde mir vom Händler gesagt, dass die bei einer Vielzahl von Geräten wohl Probleme mit der Vergütung (fehlerhatft) hatten - ob das aber der Grund ist, dass die Teile nicht mehr gebaut werden, war nicht klar.

Grüsse

Markus
 
Re: @KlausZott

Hallo Trix,

ich habe die UHC Filter von ICS genommen, weil die Miyauchi Okulare kein Filtergewinde haben. Sie werden von Herrn Birkmeier speziell angepasst. Ich glaube, es gibt dazu auch kaum eine Alternative.

Liebe Astrogrüße
Klaus
 
Re: Neugierig

Hi Amin,

ich habe das ganze Teil bei Matsumoto gekauft. Musste allerdings mechanisch die Wiege und den Mechanismus zur Veränderung des Augenabstands stabilisieren, weil die Kollimation nicht hielt.
Habe auch die Synta Rohre optimiert (Verkleidung, Innenblenden).
Das 18kg Stück wird von einer von Matsumoto verbreiterten und etwas verstärkten Vixengabel getragen. Die Stabilität ist nicht optimal, aber akzeptabel, da ansonsten eine erheblich schwerere Montierung notwendig würde.
Der Okularauszug ist Matsumoto-Eigenbau, deutlich besser als die Synta-Auszüge, aber nicht sehr feingängig.
Die EMS Umlenkspiegel für ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild sind erste Sahne. Auch die Kollimation über zwei Drehknöpfe funktioniert problemlos.
Der Lichtzuwachs ist natürlich gegenüber dem Miyauchi enorm und auch Vergrößerungen bis 100-fach sind ohne Abblendung und Filter gut machbar. Darüber bringen am meisten eine Abblendung und/oder die Verwendung von Fringe-Killer bzw Graufilter. Konnte damit schon bei 150x einen phantastischen Saturn mit umlaufender Cassini-Teilung genießen.

Klare Bino-Nächte wünscht
Klaus
 
Re: Neugierig

Hallo Klaus

habe ich dich richtig verstanden?

Die Okulare bekommen bei ICS ein Gewinde verpasst? Damit die Filter ans Okular passen, oder sind es die Filter,
die passend gemacht werden?

Könnten die Filter auch an mein Miyauchi passen? Ohne Bearbeitung?

Liebe Grüsse
Trix
 
Re: Neugierig

Hallo Marco,

das 6"Bino kostet komplett mit Vixen-Gabel und Stativ inclusive Zoll etwa 5000 €, wobei ich statt dem Vixen Metallstativ bei uns das stabilere Eschenbach Holzstativ genommen habe. Durch den hohen Eurokurs dürfte es zur Zeit noch etwas günstiger sein. Wartezeit ist allerdings etwa ein halbes Jahr.
Der Preis ist nicht wenig, wenn man es aber mit den astromeccanica Geräten vergleicht, die leider ein seitenverkehrtes Bild liefern, kommt man sogar günstiger hin.
Nachdem ich nun die Konstruktionsweise kenne, würde ich heute ein Komplettgerät nicht mehr kaufen, sondern von Matsumoto die EMS Teile und den Rest bei uns. Der Vorteil ist, dass man zwei getestete Syntas bekommt. Dies erspart Zeit und Ärger, weil bei diesen Massenprodukten viel Schrott dabei ist. So musste ich nachträglich meine Objektive testen lassen und eines austauschen.
Auch der Mechnismus zur Verstellung des Augenabstandes in Form einer seitlichen, kugelgelagerten Verschiebung des linken Tubus war mir bei Matsumoto zu wenig stabil.
Trotzdem hat sich der Aufwand gelohnt, denn du bekommst dafür ein Bino, das im Richfieldbereich locker mit den großen Fujinons mithalten kann und zusätzlich mit einem 90°Einblick den Einsatz aller Okulare (bei etwas größerem Augenabstand auch 2") ermöglicht.
Natürlich habe ich mir so einen Doppelfarbtopf nicht für Planeten angeschafft, war aber nach den vielen negativen statements im Forum doch überrascht, dass man mit Abblendung und Graufilter doch zu sehr ansehnlichen Bildern gelangen kann.


Hallo Trix,

meines Wissens werden die UHC Filter sowohl von der Größe als auch vom Gewinde speziell für das 26er Miyauchi Okular angefertigt und dann rückseitig statt der Linsenabdeckung eingeschraubt. Da beim Abschrauben des Filters im Prinzip die Linsen herausfallen könnten, würde ich diese Fummelarbeit nicht nachts durchführen. Entweder am Tag wechseln oder ein 26er Okular Paar mit Filter parat haben.
Meistens habe ich die Filter drin gelassen, mit dem 37er deep sky gespechtelt und das 26er für großflächige Nebel verwendet. Cirrus und Helix sind damit phantastisch.

Astrogrüße von
Klaus
 
Re: Neugierig

Hallo Klaus,

danke für die Info! Ich dachte mir schon, daß es auch mit den Matsumotos nicht ganz ohne Schwierigkeiten ablaufen würde. Aber jetzt ist das 6" Bino bestimmt super! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Die Gabel stellt auch bei meinem BT125 einen kleinen Schwachpunkt dar und besonders das Stativ. Bei 38-facher Vergrößerung reicht es aus, bei 76-facher ist es mir schon zu wackelig. Deswegen muß bald ein stabileres Stativ her. Zur Zeit habe ich ein großes Nedo-Stativ im Auge, welches allerdings noch auf die Vixen-Gabel angepasst werden muß.

Als Gabel-Alternative zu Deinem 6"-Bino käme vielleicht eine von Astromeccanica in Frage (AZ-4, AZ-4 large)? Die sehen recht stabil aus. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß selbst eine modifizierte Vixen-Gabel 18kg bei 150-facher Vergrößereung noch wackelfrei trägt.

Soweit ich in der Matsumoto-Preisliste vor ein paar Monaten gesehen habe kostet die große Ausführung mit Stativ und Gabel umgerechnet etwa 3.800,- EUR. Hat dann der Zoll und der Transport den Rest ausgemacht?


Übrigens Trix , Matsumoto hat auch ein 2 x 100mm für etwa 2.200,- EUR (ohne Zoll und Transport) im Angebot. Vielleicht auch eine Alternative zum Miyauchi? Zumindest kann man damit auch praktisch alle Wechselokulare einsetzten.

Ansonsten, wenn ein seitenverkehrtes Bild nicht stört, kommen auch die Astromeccanica mit ihren vielen Alternativen noch in Frage. Der echte Vorteil dieser Firma ist der, daß wenn man nach einiger Zeit ein größeres Glas haben möchte, kann man sein altes zum vollen Kaufpreis in Zahlung geben und muß nur noch den Aufpreis bezahlen. Die Info habe ich von Astromeccanica schriftlich bekommen.

Grüße, Amin
 
Re: Neugierig

Hallo Ihr

Ich habe das Miyauchi mit den 26er und den 37er Okularen Bestellt.
Es wird Ende Februar oder Anfangs März eintreffen.
Ich danke euch allen, ihr habt mir mit euren Postings sehr geholfen.

Übrigens war der Test von dir, Markus, sehr Ausschlag gebend

http://www.bigdipper.de/Equipment-Tests/Bino-Test/bino-test.html

Habe ihn regelrecht Verschlungen...
er kam genau zur richtigen Zeit!!

Liebe Grüsse

Trix
 
Re:Vixen-Gabel optimieren

Die Gabel stellt auch bei meinem BT125 einen kleinen Schwachpunkt dar und besonders das Stativ. Bei 38-facher Vergrößerung reicht es aus, bei 76-facher ist es mir schon zu wackelig. Deswegen muß bald ein stabileres Stativ her.


Nach zahlreichen Versuchen mit der Vixen-Gabel auf unterschiedlichen Stativen stellte sich der Kurzsäulenflansch als Schwachpunkt heraus. Sicher man kann z.B. mit einem stabilen Berlebachstativ nichts falsch machen, aber die Gabel wackelte immer noch (wir haben nun 3 Gabeln im Freundeskreis wo das auftritt).
Der Grund ist simpel: Der Kurzsäulenflansch ist schlicht 1/10mm zu klein im Durchmesser und wackelt daher sowohl oben wie unten in der Aufnahme hin und her. Gehalten wird der Flansch aber nur mit 3 mickrigen M3 Schräubchen. Man kann zwar die Schräubchen zeimlich anknallen, aber das hilft nur temporär. Die Aufnahme verbiegt sich dadurch und langfristig gibt das (weiche) Alu wieder nach...

Zur Abhilfe haben wir einfach Alu-Rundmaterial so genau gedreht, dass es mit Presspassung in die Aufnahme passt und schon von daher bombenfest hält. Die Schräubchen sind nur noch zur Sicherheit. Innen ist das Alu rundgedreht um Gewicht zu sparen.
Der Aussendurchmesser des Alus ist auch 2cm grösser als früher, dadurch ist die Auflage auf der Stativabschlussplatte wesentlich besser.
Die Gesamthöhe wurde weg. Hebel auch verringert und vor allem wurde auf die untere Aufnahme verzichtet, da diese überflüssig ist.

Auf diesem Bild siehst Du rechts die Gabel vor der Modifikation und links nacher:

Link zur Grafik: http://www.maxon.de/sternkucker/temp/gabel.jpg

Wir sind nun sehr zufrieden mit der Gabel und sie trägt unsere 5" f/5 Binos problemlos auch bei höheren Vergrösserungen bis 125x ohne Gewackel. Das Stativ links ist übrigens von Gitzo und 1/3 so leicht wie das rechte (Heeger) aber trotzdem stabiler! [Btw. Das Gitzo gibts sogar nochmals 1kg leichter in der Carbon-Variante]

Ansonsten empfehle ich UNBEDINGT die Verwendung der Celestron Anti-Vibration Pads. Bis auf Wiese bringen diese Teile auf fast allen Untergründen eine sensationelle Dämpfung aller hochfrequenten Stativschwingungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />


 
Re: Neugierig

Hallo Amin,

die Matsumoto-Preise sind noch die gleichen, bei mir waren es gut 4000€ umgerechnet. Versand betrug ca 150€, der Rest war Zoll.
Du hast mit der Vixengabel schon recht, für das 6" Bino ist sie schon ziemlich grenzwertig, durch das Holzstativ aber noch akzeptabel. Scharfstellen über 100x ist natürlich ein Gezittere, doch das Nachführen läuft relativ ruhig. Durch die Radianokulare mit dem großen Augenabstand habe ich auch selten einen Nasenkontakt, sodass ich nach der Kollimation und Scharfstellung relativ wackelfrei beobachten kann.
Die astromeccanica-Montierungen sind sicher stabiler, vielleicht werde ich mir noch eine zulegen. Ich weiß aber nicht, ob sie auch in der Feingängigkeit so zu dosieren sind wie die Vixengabel, deren Teflonlager ganz ordentlich funktionieren. Nur in Zenitnähe wird die Nachführung der Vixengabel etwas schwerer, weil eine stärkere seitliche Hebelwirkung entsteht. Matsumotos Nachführgriff erweist sich hier als sehr praktisch.

Liebe Astrogrüße von
Klaus
 
Re: Neugierig

Das heißt, man könnte sich die EMS-Teile in Japan bestellen und zusammen mit
den Synthas (die man hier bezieht) sich das Teil selbst zusammenbauen?

Hast Du eine HP von Matsumoto?

Marco
 
Re:Vixen-Gabel optimieren

Hallo Christian,

das Spiel im Flansch habe ich auch bald bemerkt. Ich habe mit vorläufig damit beholfen, dass innen ein 1/10mm dickes Metallband (ca 3cm lang) an die Wandung gelegt habe. Nun ist auch kein Spiel mehr feststellbar, obwohl die Drehung ein kleinwenig schwergängiger geworden ist. Natürlich ist dein kürzerer Ansatz von der Hebelwirkung her günstiger.
Auf jeden Fall ein guter Tipp.

Liebe Binogrüße von
Klaus
 
Re:Vixen-Gabel optimieren

Hallo Christian,

komischerweise wackelt bei meinem Flansch der Vixen-Montierung gar nichts, der ist bombenfest. Mich stört nur ein gewisses Zittern, wenn man bei höheren Vergrößerungen leicht an die Okulare stößt und die Vixen-Montierung-Stativkombi das nicht richtig ausbremst. Trotzdem sieht Deine Lösung sehr stabil aus! Ich vermute aber, dass man bei dem gekürztem Schaft und dem 45°-Einblick eines original BT125 in der Zenithbeobachtung kaum noch den Kopf dazwischen bekommt, zumindest könnte es eng werden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Die Abbildung zeigt ja ein Glas mit 90° Einblick.

Leider habe ich für solche Modifikationen keine Werkzeuge. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> Aber die Celestron Anti-Vibration Pads werde ich mir später mal ansehen, wenn ich ein stabileres Stativ habe.

Grüße, Amin
 
Re: Neugierig

Hallo Klaus,

zu allen Montierungen von Astromeccanica gibt es ein Zubehör welches sie als "micrometic slow motion" bezeichnen. Leider gibt es dazu keine Abbildung, aber ich vermute mal, dass damit die feine Nachführung gewährleistet sein könnte. Nur günstig sind die Montierungen nicht gerade.

Grüße, Amin
 
Re: Neugierig

Hallo Trix,

freut mich, dass Dir mein Bericht gefällt. Hätte mich bei den Okus auch so entschieden. Teste doch mal ein 1 1/4" Oku. einfach Hülse abschrauben und rein halten - funktioniert - ehrlich

Grüsse

Markus


 
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