MN 66 und Deep Sky ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ralf
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Nachbearbeitung....zuviel....zuwenig....

moin sven,

ich würde meinen, wenn man sehr genau auf die position der encke-teilung
achtet, dann sollte sie eindeutig identifizierbar sein.
die encke-teilung befindet sich im abstand von 1/5-1/6 der breite des
A-ringes von dessen außenrand entfernt. die wahrscheinlichkeit, daß genau
hier und NUR hier ein echo der cassiniteilung entstanden ist, kann man
sicher als äußerst gering bezeichnen.

auf der aufnahme unten von legault ist die encke-teilung eindeutig
abgelichtet. sie läßt sich auf dieser aufnahme auch ein ganzes stück
lang verfolgen. sehr schön sieht man auch die position der encke-teilung
ganz außen am rand des A-ringes:

Link zur Grafik: http://perso.club-internet.fr/legault/sat03.jpg

was man auch noch sieht, ist etwa in der mitte des A-ringes eine
weitere schmale dunkle zone, das encke-minimum. mir ist aufgefallen,
daß bei zu aggressiver nachbearbeitung dieser eingentlich sanfte
dunkelbereich zu einer richtig dunklen linie werden kann und dann
das aussehen einer teilung annimmt.
an diesem merkmal könnte man sich also bei der nachbearbeitung orientieren.
ist das encke-minimum noch ein sanfter übergang, ist alles in ordnung,
wenn eine linie draus wird, hat man es mit der nachbearbeitung
zu gut gemeint.

auf jeden fall kann man durch nachbearbeitung details rausholen, die
visuell nicht mit diesem kontrast sichtbar sind. man kann sogar
details rausholen, die gar nicht existieren, wenn man zu aggressiv
zur tat schreitet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
so sehe ich die sache.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Nachbearbeitung....zuviel....zuwenig....

Hi Tom,

ich sehe das so: Die von Dir gezeigte Aufnahme zeigt in den Ansen die Encke-Teilung. Aber sie zeigt eine weitere dunkle Linie etwas weiter Innen im A-Ring, und wenn man das mit der von Suessenberger gefundenen Voyager-Aufnahme vergleicht, dürfte es dies Ding nicht geben. Wundersam ist auch, daß der F-Ring nicht herauskommt, denn der ist zwar hauchdünn, hat aber die gleiche Albedo wie A und B Ring.
Weiterhin hat in der Voyager-Aufnahme der A-Ring zur Cassini-Teilung hin einen dunklen Rand, während dieser Rand in der von Dir gezeigten Aufnahme tatsächlich heller geworden ist.

Und genau das sind Probleme durch zu starke unscharf Maskierung und andere Scharfzeichnungs-Methoden. Also hat auch die von Dir präsentierte Aufnahme arg gelitten!

Man sollte immer aufpassen, daß die Details, die man herauszuholen glaubt nicht einfach Rechenfehler sind! Und so sehe ich es auch mit den Aufnahmen, die Details auf Jupitermonden zeigen wollen. Wer in diese Grenzbereiche seiner Optiken vorstösst und dann mit der inzwischen sehr aggressiven Bildbearbeitung für Amateur-CCD da herangeht, der Produziert leicht etwas, daß es gar nicht gibt.

Sehe das wie Du willst, mir reicht allein dies Beispiel als dringender Anlass, zu zweifeln!

Clear Skies
Sven
 
vorsich, vorsicht....

moin sven,

die voyageraufnahme von suessenbergers link als vergleich mit einer
webcam-aufnahme herzunehmen funzt nur sehr bedingt. das liegt daran,
daß die saturnringe je nach beleuchtungswinkel, also je nach
aufnahmeposition völlig anders aussehen.

wenn du webcamaufnahmen mit der realität vergleichen willst, dann sind dafür die
bilder vom hubble schon wesentlich besser geeignet, weil sie aus
derselben position gemacht wurden. der vergleich mit hubble
zeigt auch, daß mit der heutiger webcamtechnik bilder gemacht
werden können, die hubble nicht mehr viel nachstehen.
es ist fast unglaublich aber überzeuge dich selbst:

Link zur Grafik: http://atmos.nmsu.edu/IJW/current_images/dap030113.jpg

die aufnahme stammt vom 13.jänner 2003 von damian peach.
hier siehst du auch, daß der zweite dunkelbereich nach der encke-teilung,
also das encke-minimum, auch am hubble-bild drauf ist. die sichtbarkeit
vieler ringstrukturen hängt also sehr stark vom betrachtungswinkel ab.
daher kann man auch kaum mit voyager-aufnahmen vergleichen, sondern
muß dabei auf das gute alte hubble zurückgreifen.
der vergleich bei obigem bild zeigt auch, wie genau die details
übereinstimmen. übertreiben darf man die nachbearbeitung natürlich nicht,
aber wenn man dosiert ans werk geht, so wie hier damian peach, dann
bekommt man eine ganz gewaltig gute übereinstimmung.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: vorsich, vorsicht....

Hi Tom,

ja, in dieser Bildserie ist die Übereinstimmung wirklich sehr gelungen. Sollte der Eindruck entstanden sein, ich würde das generell bezweifeln?

Ich finde das Encke-Minimum ein gutes Beispiel, denn in der Hubble Aufnahme ist es nicht so deutlich ausgeprägt, wie es im zuerst diskutierten Bild erscheint.

Darauf will ich aber auch insgesamt gar nicht hinaus. Ich wollte nur dringend darauf hinweisen, daß die Algorithmen "unscharfe Maske" und "Scharfzeichnen" leicht eine Art "Echo" durch Übersteuern in der Nähe scharfer Kanten produzieren. Es ist meiner Erfahrung nach sehr gefährlich "Scharfzeichnen" vor der unscharfen Maske zu verwenden, weil die unscharfe Maske zum richtigen Funktionieren eine "gleichmässige Unschärfe" braucht. Es gilt dann, die Pixelgrösse der unscharfen Maske auf die tatsächliche Unschärfe (=1 dimensionale Kontrastübetragung effektiv) abzustimmen.
"Scharfzeichnen" geht eher unjustiert an die Pixelkontraste heran und erzeugt so viel "Übersteuern". Ist das erstmal im Bild drin, kommt es hinterher richtig übel zum Vorschein.

Tja, und gerade bei Saturns Ringen besteht dann die Möglichkeit, Dinge in den Ring zu bekommen, die nicht da sind. Da diese Echos aber für das Bild immer im selben Pixelabstand von der Kante auftreten lassen sie sich daran erkennen, während ja durch die perspektivische Betrachtung des Rings die Pixelabstände zwischen Ansen und Planetenmitte deutlich variieren.

Clear Skies
Sven
 
volle zustimmung!

jetzt kann ich dir auch nur mehr völlig beipflichten.
dachte zuvor schon, du zweifelst an der webcamfotografie generell,
das wäre ja schade gewesen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

mit dem scharfzeichnen muß man wirklich sehr vorsichtig sein.
man sollte doch immer wieder seine ergebnisse selbst kritisch
betrachten und mit vielen anderen aufnahmen vergleichen, auch mit dieser
einen hubble-aufnahme, die einen sehr natürlichen saturn wiedergibt.
aber auch auf den versch. hubble-aufnahmen variieren die details in den
ringen deutlich, man sieht schon daran, von wievielen faktoren die
wiedergabe bestimmter details abhängt.

visuell ist es aber auch nicht anders. mal sieht man das encke-minimum,
mal nicht, dafür dann aber eine andere teilung im B-ring, ein anderes
mal wieder nur die echte encke-teilung und das minimum nicht, und so weiter. auch das hängt von so vielen faktoren ab, das man nur sehr grob
sagen kann, wann ein bestimmtes detail sichtbar ist.

wenigstens bleibt die sache so länger interessant <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: volle zustimmung!

Hi,

ein anderes
mal wieder nur die echte encke-teilung und das minimum nicht, und so weiter. auch das hängt von so vielen faktoren ab, das man nur sehr grob
sagen kann, wann ein bestimmtes detail sichtbar ist.

was CCD Fotos angeht kann man folgendes sagen:

Die Encke-Teilung ist ja viel zu klein, um von der CCD sauber aufgelöst zu werden. Man braucht ja laut Nyqquist 2 Pixel pro Minimumdetail. Ich denke mal nicht, daß dies ein Amateur erreicht.

Hab jetzt mal kurz nachgerechnet, die Encke Teilung hat 325 km, das sind grob 0.001 Bogensekunden. Man müsste also Pixel mit 0.0005 Bogensekunden verwenden um sie sauber abzubilden.

Das bedeutet dann in der Praxis, daß kleinere Details (wie die Encke Teilung) als Artefakte abgebildet werden. D.h., viiiiieeeel zu dick und mit zu schwachem, wechselndem Kontrast.

Ich denke, das erklärt einen guten Teil der Variationen.
 
absolut...

sehe ich ganz genauso,

wenn man sich saturnaufnahmen ansieht, fällt immer auf, daß die
sehr schmale encke-teilung meist doppelt so "dick" ist wie auf
HST-bildern. hängt aber auch stark von der nachbearbeitung ab.

auf diesem bild von ed grafton ist die dicke der encke-teilung schon
recht nah an der realität. die kunst des nachbearbeitens und auch
des aufnehmens selbst ist mindestens genauso wichtig wie perfektes
seeing:

Link zur Grafik: http://www.ehu.es/iopw/Saturn_images/eg030105.jpg

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Tubusverzug?!

Hallo Karsten,

wo bitte bekommt man die Filzmatte und wo und wie soll man sie befestigen?

Danke, mit freundlichem Gruß
Alex
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo,

der MN68 wiegt mit eingebautem Lüfter, Sucher und drehbaren Rohrschellen 10,4 kg auf meiner Waage.

Habe ihn seit einer Woche und gestern Nacht ausgiebig getestet. Am Planeten einfach nur irre gut, Jupiter trotz tiefem Stand hervorragend, Kontrast wie ein sehr guter APO-Refraktor.

Da hält mein 12" Dobson nicht mit.

An Deep-Sky-Objekten ist der MN jedoch dem Dobson, auch dem 8" f:6 unterlegen. Lediglich an hellen Objekten (Adlernebel) spielt er noch einmal seine Leistung aus. In Verbindung mit dem 0-III Filter war er, im Vergleich zum 8" f6 Dobson zu dunkel.

Mein Ergebnis: Deep Sky besser mit dem Dobson/Newton,
Doppelsterne, Planeten auf jeden Fall mit dem MN 68 oder 78.

Über den lichtstärkeren mit f:6 kann ich noch nichts sagen, ist noch nicht eingetroffen.

CS
Winfried
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Winfried,

scheint mir doch ein ziemlich schlechter Dobson zu sein. Von welchem Händler? Achso... im Moment könnte man auch sagen "von Dir selbst".

Doppelsterne, bei denen es gnadenlos auf die Öffnung ankommt. mit halber Öffnung?
Wie will man das rechtfertigen?

Ich hoffe, das wird sich nicht als neuer Beratungsstil etablieren. Naja, was man als Händler per PN dem Kunden erzählt, wird ja frei von Kommentaren durch die Forennutzer bleiben.

So long, ich bin dann wieder offline!

CS
Sven
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Danke für die Ironie, Sven,

aber man sollte lesen können. Ich hatte klar gesagt, der Dobson ist im Deep Sky Bereich besser, der MN im Planetenbereich und auch bei Doppelsternen. Zumindest gestern, der Dobson war auch nicht nachkollimiert, ich hatte ihn schon besser. Trotzdem war der MN auch besser als mein 12" SC, das Epsilon Lyrae zwar als 4-fach zeigte, aber eben nicht so brillant wie der MN. Im SC sah man 4 etwas ausgefranzte Sterne, im MN 4 klar und deutlich voneinander getrennte Sterne. Der 12" Newton entsprach in etwa dem Meade, vielleicht etwas besser, was darauf schließen lässt, daß er nicht optimal kollimiert war, da er ansonsten besser ist als das SC. Ggf. spielte auch die Luft etwas mit, es war ziemlich schwül und etwas stickig und roch nach feuchtem Gras. Es war also schon etwas wässrige Luft direkt am Boden. Das Meade sowie der MN waren ja auf der Montierung gut einen bzw. 2 Meter höher.

Das ist keine subjektive Meinung und auch keine "Verkaufsmeinung", das ist Tatsache. Und daß mein SC sehr gut und auch kollimiert ist, weiß ich. Den 8" Newton hatte ich nicht draussen, das war mir dann doch zuviel Arbeit.

Bei Doppelsternen kommt es übrigens nicht gnadenlos auf Öffnung an, dann könnten ja so ziemlich alle APO-Refraktore einpacken.

Verstehe das bitte hier als Erfahrungen, die ich als Astroamateur mache, nicht als Händler. Derzeit habe ich noch nicht alle Intes, sodaß ich sie auch noch nicht anbiete. Es handelt sich hier um mein privates Gerät, das gerade mal eine Woche alt ist und derzeit ausgiebig getestet wird. - Nicht zum Verkauf, sondern um zu wissen, wo welches Gerät seine optimale Leistung bringt. Und das kann durchaus individuell verschieden sein.

CS
Winfried
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Zitat Wienstein: "Ich hoffe, das wird sich nicht als neuer Beratungsstil etablieren. Naja, was man als Händler per PN dem Kunden erzählt, wird ja frei von Kommentaren durch die Forennutzer bleiben." - Zitat Ende -

Diese Postings liebe ich überalles. Genau dies ist der Grund, warum ich nun hauptsächlich in astrotreff.de schreibe. Dort gibt es weniger selbstgläubige Übermenschen, die zum einen alles besser wissen und zum anderen niemals das glauben können, an das sie selbst nicht glauben wollen.

Ansich hieße das: nicht rumnörgeln, sondern selbst durchschauen und sein eigenes Urteil bilden. Aber der gute Herr Wienstein hat sicherlich schon durch jedes erdenkliche und auf dem Markt befindliche Teleskop geschaut und wird sich an jedes noch genau erinnern...

CS
Winfried
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hi,

Zitat von Berberich:
Ich hatte klar gesagt, der Dobson ist im Deep Sky Bereich besser, der MN im Planetenbereich und auch bei Doppelsternen. Zumindest gestern, der Dobson war auch nicht nachkollimiert, ich hatte ihn schon besser. Trotzdem war der MN auch besser als mein 12" SC, das Epsilon Lyrae zwar als 4-fach zeigte, aber eben nicht so brillant wie der MN. Im SC sah man 4 etwas ausgefranzte Sterne, im MN 4 klar und deutlich voneinander getrennte Sterne. Der 12" Newton entsprach in etwa dem Meade

Genau das ist dor der Punkt. Wenn zwei 12 Zoeller mit angenommen maessiger Qualitaet gegenueber einem sehr guten 6 Zoeller in diesen Disziplinen das nachsehen haben, ist etwas oberfaul, wie Theorie *und* Praxis zeigen. Mein sehr guter 6" MN hat gegen mein C9 nie eine Chance...
Voellig egal in welchem Forum geschrieben, die Tatsache, dass der MN die 12 Zoeller am Doppelstern deutlich uebertrifft oder gleichzieht, deutet auf arge Probleme mit Auskuehlzustand, Kollimation oder Qualitaet der grossen Optiken hin.

CS, Oliver
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hi,

Habe ihn seit einer Woche und gestern Nacht ausgiebig getestet. Am Planeten einfach nur irre gut, Jupiter trotz tiefem Stand hervorragend, Kontrast wie ein sehr guter APO-Refraktor.

Da hält mein 12" Dobson nicht mit.

um die Bahnbrechende Erkenntnis zu verbreiten daß dein
12" Galacy Dobson von ICS arge Probleme hat mußtest du
diesen 5 Jahre alten Thread re-animieren?

Kontrast: Den bekommt man über die Öffnung und die Abwesenheit
kontrastmindernder Beiträge. Als da wären:
- Dekollimation
- Tubusseeing
- schlechte Optik
- verspannte Optik
- Streulicht durch eine spiegelnde Tubusinnenseite
- direktes Licht im Okular durch zu kurzen Tubus
- für das Öffnungsverhältnis nicht geeignete Okulare
- ....

Sind die oben genannten Punkte keine Performance-Bremse,
dann gewinnt immer die Öffnung, auch am Planeten.

Und wo ich gerade dabei bin: Neulich in einem anderen Astroforum:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=73135

"in der Astronomie ist indirektes Sehen IMMER angesagt, es sei denn bei Doppelsternen. Beim direkten Sehen schaust Du auf den Augennerv, den blinden Fleck."

Nein, das obige ist total falsch. Beim direkten Sehen sieht
du mit besonders hoher Auflösung, weil das Licht auf den
gelben Fleck fällt. Dort sind nur die für das Farbsehen
verantwortlichen Zapfen vorhanden.
Immer dann wenn die Lichtintensität hoch genug ist wie bei
Planetenbeobachtung, Tagbeobachtung, Sonnenbeobachtung
(nur mit dafür geeigneten Sonnenfiltern!)
helle Sternhaufen, Doppelsterntrennung, ist man gut beraten
direkt zu beobachten.

Die wesentlich lichtempfindlicheren Stäbchen finden sich nicht
im Bereich des gelben Fleckes, deshalb ist die Fähigkeit
zur Wahrnehmung schwacher Lichtintensitäten dort gering.

Dafür eignet sich dann das indirekte Sehen, so daß das Objekt
außerhalb des zentralen Bereiches der Retina abgebildet wird,
in einem Bereich wo die lichtempfindlicheren Stäbchen
vorhanden sind.

CS,Karsten
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Winfried,

einmal noch: Beim Astrotreff wird das rausziehen durch Händler via PN gedulded und die Diskussion darüber von Seiten von Moderation und Betreiber mit einem Achselzucken als eher unerwünscht abgetan. Das macht mir den Astrotreff nicht gerade sympathisch.
Es ist in Ordnung, wenn Du nicht an Physik glaubst und solche, die es tun, als Übermenschen titulierst.

Und richtig, MNs hatte ich auch schon vor Augen.

Klar macht Dir das keinen Spaß, aber mir macht es auch keinen Spaß wenn in "Verkaufsgesprächen" Unsinn verbreitet wird.

CS
Sven
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hi,

ja, durch einen MN habe ich auch schon geschaut. Und nein, auch
ein MN kann nicht zaubern und er hat bei gleicher Öffnung und
f/ratio auf der Achse keinen Vorteil gegenüber einem N ohne das M.

CS,Karsten

 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Zitat von KaStern:
Und nein, auch ein MN kann nicht zaubern und er hat bei gleicher Öffnung und f/ratio auf der Achse keinen Vorteil gegenüber einem N ohne das M.
Müsste der MN wegen dem zusätzlichen Glas im Strahlengang nicht sogar theoretisch im Nachteil sein? Die russische Vergütung der Meniskuslinse (oder heisst die beim MN anders?) scheint mir zudem auch eher von der schlichten Sorte zu sein.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Zitat von TorstenK:
Zitat von KaStern:
Die russische Vergütung der Meniskuslinse (oder heisst die beim MN anders?) scheint mir zudem auch eher von der schlichten Sorte zu sein.
Hi,
woher hast du denn DIESE Erkenntnis :gutefrage: ? Die russischen Optiken bei den MN sind im Gegenteil sehr gut... und ja, ich habe auch schon durch viele Optiken gesehen, um mir ein Urteil zu erlauben...
Gruß
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Müsste der MN wegen dem zusätzlichen Glas im Strahlengang nicht sogar theoretisch im Nachteil sein? Die russische Vergütung der Meniskuslinse (oder heisst die beim MN anders?) scheint mir zudem auch eher von der schlichten Sorte zu sein.

Gruß
Torsten

Na ja, Torsten. Du hast ja (wenn ich mich nicht irre) auch den MN61. Sollte da die Meniskus bläulich schimmern, hast Du die einfache MgF-Vergütung da aufgetragen bekommen. Sollte sie jedoch ähnlich der der Pentax und Nagler-Okulare schimmern, hat sie die bessere Vergütung von beiden. Intes hatte gegen Ende seiner Produktion dann die bessere Vergütung aufgebracht......jedenfalls bei der deLuxe-Ausführung.

An meinen 61er schimmert es bläulich. Am 71er dagegen violett.....also so, wie bei Nagler´s und Pentax.

VG
Volker
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo,
wie ich grad sehe, bist du mir zuvorgekomen. Habe gerade noch mal schnell nach der Vergütung geschaut und wollte auf die violette Farbe hinweisen :huhu: .
gruß
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Volker,

mein MN61 hat dann wohl schon die neuere Variante. Trotzdem sehe ich die Stärken russischer Optik nicht unbedingt in der Vergütung.

M.Ludes hat auch mal in einem der vielen APO-Threads hier im Forum geschrieben, daß die TMB-Linsen bei der Vergütung nicht mit TEC und anderen mithalten können. Bei den MNs wirds auch nicht anders sein.

Gruß
Torsten

 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Torsten,

ist doch klar. Es kann nun mal nicht alles und jedes super & gut sein. So wie man selbst seinen Meister findet, findet auch jede Optik eine noch bessere. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es hier nur um wenige Prozente geht.
Die einen glauben den Unterschied zu sehen, für die anderen ist es nur ein feines Bild.

VG
Volker
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Ob auf der Meniskuslinse beidseitig einge normale MgF2 Vergütung oder eine Multivergütung, der unterschied in der Transmission in den visuellen bereichen liegt bei ca. 1~2 %, dieser ist vom menschlichen Auge wohl eher nicht wahrnehmbar
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Zitat von MLudes:
Ob auf der Meniskuslinse beidseitig einge normale MgF2 Vergütung oder eine Multivergütung, der unterschied in der Transmission in den visuellen bereichen liegt bei ca. 1~2 %, dieser ist vom menschlichen Auge wohl eher nicht wahrnehmbar

Hallo Markus,

genau das wollte ich mit....

Die einen glauben den Unterschied zu sehen, für die anderen ist es nur ein feines Bild.

....ausdrücken ;)
Eine andere Formulierung hätte evtl.nur weitere Diskussionen aufgebracht.


VG
Volker
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Zitat von MLudes:
Ob auf der Meniskuslinse beidseitig einge normale MgF2 Vergütung oder eine Multivergütung, der unterschied in der Transmission in den visuellen bereichen liegt bei ca. 1~2 %, dieser ist vom menschlichen Auge wohl eher nicht wahrnehmbar
Hallo Markus,

vermutest du das oder hast du gemessen? Wenn es stimmt, dann kann auch die "Multivergütung" der Russen nicht viel taugen. Welche Transmissionssteigerungen mit Vergütung möglich sind, sieht man z.B. bei Meade:

Link zur Grafik: http://www.meade.com/catalog/uhtc/images/uhtc_graph.gif

Und was Meade da als "Standard Coatings" bezeichnet war sicher auch schon besser als MgF2.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Torsten,

das Diagramm soll wenn ich das richtig verstehe die Lichtsammelleistung
eines SC mit der früheren Vergütung und Spiegelbeschichtung
im Vergleich zur Lichtsammelleistung eines SC mit den neuen
verbesserten Vergütungen und Spiegelbeschichtungen zeigen.

Dabei geht die Reflektivität der beiden Spiegel wesentlich stärker
in die Gesamtrechnung ein als die Vergütung der Schmidtplatte.

MfG,Karsten
 
Re: Kontrast vs Öffnung ?!

Hallo Karsten und Markus,

wer (englisch) lesen kann und es auch tut ist mal wieder klar im Vorteil. :/

http://www.meade.com/catalog/uhtc/index.html

Ich hatte nur auf das Diagramm geschaut und die falschen Schlußfolgerungen gezogen. Tatsächlich ist es so, wie Karsten schreibt, das Diagramm bezieht sich auf das Gesamtsystem.

Für die Korrekturplatte gibt Meade eine Verbesserung von 98.7 auf 99,8 pro Oberfläche an, was dann auch nur in dem von Markus genannten Bereich liegt.

Gruß
Torsten
 
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