Moin aus dem Norden... und gleich einige Fragen...

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loginov

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Moin...

als Neuling hier im Forum darf ich mich kurz vorstellen. Man nennt mich Logi. Ich bin Anfang Fünfzig, wohne in der Nordheide bei Hamburg und habe mir durch den Kauf eines kleinen Teleskops kürzlich einen Kindheitstraum erfüllt. Durch die Urlaubsleihgabe eines Bekannten - ein typisches Tschibo 76/700 Spiegelteleskop mit Gabelmontierung - bin ich dennoch auf den Geschmack gekommen.

Im Sinne der vielen Empfehlungen im Netz wollte ich klein anfangen und habe via Elektrobucht zunächst ein ziemlich verbrauchtes, dann noch ein weiteres - neuwertiges - Lidlskop ersteigert. Ausführliche, vergleichende Sternentests konnte ich mit beiden Optiken mangels Gelegenheit noch nicht wirklich machen (wobei beim älteren der beiden Skylux doch tatsächlich die Optik falsch herum eingebaut/verbastelt war!!). Das gesamte Equipment habe ich aber bereits optimiert (China-Fett raus, neu abgeschmiert, Auszug gegen Shifting aufbereitet, mit Velours ausgekleidet, Blendrohr gekürzt etc.) Erstaunt stellte ich fest, dass bei der älteren Montierung statt der Kunststoff-Reibescheiben sogar welche aus Stahl verbaut waren, welche das Feststellen der Achsen wohl längere Zeit überdauern werden. Daraufhin habe ich das Beste der beiden Astro-3 Montierungen zusammengeführt und bin hinsichtlich Achsenspiel etc. zufrieden (obwohl ich jetzt den "Sinn" des zähen Chinafetts begriffen hatte). Hinzu kamen rasch einige Superplössls, um die wirklich miesen Huygens und "engen" Kellner beiseite lassen zu können.

Erste Beobachtungen von Jupiter und Mond waren toll und beeindruckend schön. Gerade die Montierung mit der parallaktischen Nachführung machte Spaß. Einsatzzweck ist das schnelle "Spechteln" zwischendurch sowie Reisetauglichkeit künftigen Equipments. Geschaut wird neben alpinen Urlaubsbeobachtungen überwiegend auf der heimischen Terrasse mit relativ wenig Umgebungslicht, aber den typischen norddeutschen Wettereinschränkungen. Schließlich möchte ich gern auch einige Mond- und vielleicht Planetenfotos machen, das Ganze aber nur als Dreingabe und nicht als Hauptanwendung.

Nun ist der lange Fraunhofer aber nur bedingt reisetauglich und mit 70mm auch insgesamt zu klein. Daher erwäge ich den Kauf eines kompakten Cassegrains. Dieses soll zunächst auf der Astro-3-Montierung bleiben. Nach der Recherche bei euch und in weiteren Infoquellen kristallisieren sich auch aus finanziellen Gründen folgende Teleskope für das erste Upgrade heraus:

Skywatcher Blackline Maksutov (127mm für 250,- Euro)
Celestron C5 (125mm für 360,- Euro)
Vixen VMC 110L (110mm für 250,- Euro)


Für mich sieht es momentan so aus, dass die Maks mit ihrer großen Brennweite für erste Deepfield-Erfahrungen offenbar nicht erste Wahl sind. Bislang habe ich noch keine Ausschau nach Deepsky-Objekten gehalten, aber wer weiß... vielleicht fahre ich ja voll auf diese Anwendung ab...

Dann tauchte das C5 in meiner näheren Auswahl auf, weil es die schnellere Optik von beiden hat und für erste Deepskybeobachtungen wohl der bessere Einstieg wäre... allerdings ist das wohl mit dem schnellen Auskühlen so eine Sache...

Das Vixenteil hat mich extrem angesprochen, weil es die Auskühlprobleme aufgrund der offenen Bauweise nicht zeigen soll und zusätzlich der Klappspiegel lockt... Dies scheint für die afokale Okularfotografie ganz praktisch zu sein, da man schnell zwischen Okularblick zum Scharfstellen und Foto umstellen kann. Wenn da die oft angesprochene eher schlechte Verarbeitung und die kleinere Lichtöffnung nicht wäre (abzüglich Obstruktion wohl nicht viel mehr als das Skylux)...

Insgesamt geht es mir (noch) nicht um die letzte optische Qualität, aber angesichts der genannten Kriterien

... kompakt und reisetauglich
... eher für Planeten als für Deepsky (aber eigentlich beides ;-)
... foto-anfängertauglich (afokal mit Okularen über Baader-Microstage mit Canon G11 Kompakt-Digicam)

würde ich mich über eine Einschätzung von euch freuen.

Ist das C5 wirklich den Mehrpreis von über 100,- Euro wert?

Kühlen die Maks schneller aus als die Schmidts?

Reicht für meine Zwecke nicht das Vixen (spricht man das wirklich so aus, wie man es schreibt??) aus, welches eine schnellere Optik hat als die Maks, aber schneller auskühlt als das C5? Ist vom Klappspiegel desselben aus irgendwelchen Gründen abzuraten?

Danke und allseits gute Sicht

:huhu: LOGI
 
Hallo Logi

Ich habe ein VMC 110 L. Beschafft hatte ich es als Leitrohr. Nach Änderung der Justiermoglichkeit des Hauptspiegels ist es jetzt brauchbar. Du solltest es von deiner Liste streichen.

Grüße Karl
 
Hallo Karl,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe hier im Forum schon einiges über die unmöglichen/verklebten Justierschrauben gelesen, traue mir als Bastelbegabten aber einen Umbau - wie in einem Thread in Richtung Gummilagerung beschrieben - durchaus zu.

Ich habe aber insgesamt noch keine Erfahrung hinsichtlich der eigentlichen Optik von Teleskopen und suche halt ein kompaktes Gerät, aber als Hauptgerät und nicht als Leitrohr.

Zwischenzeitlich tendierte ich wegen DeepSky-Ambitionen doch zu mehr Durchmesser, aber nicht so langer Brennweite wie die normalen Maks. Insofern verdichtete sich die Suche in Richtung SC C5.

Nun habe ich mir deine Website (geile Fotos) gleich mal angeschaut. Du arbeitest ja auch mit einem (großen) Mak, aber auch mit Reducer. Das schaue ich mir mal genauer an, denn zunächst möchte ich erstmal Planeten kucken und später dann vielleicht die DeepSkysachen mit Reducer?... Gibts denn mit Reducer mehr Gesichtsfeld?

Grüße von Logi
 
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