Mond 05.09.2007 (Kopernikus)

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Gerne: Den Begriff kenne ich aus einem uralten, englischsprachigen Prospekt der Fa. Celestron. Dort wurde - wenn ich mich richtig erinnere - der Begriff "Airy-disk-brilliance-factor" zur Beurteilung der Qualität einer Teleskop-Optik am Beugungslimit erläutert.

Bei einer Verdoppelung des Durchmessers der Optik, beispielsweise, wird ja viermal soviel Licht in ein flächenmäßig viermal kleineres Beugungsscheibchen fokussiert. Die Ortsauflösung steigt zwar "nur" um den Faktor 2, aber der Helligkeitskontrast zwischen dem Beugungsscheibchen und dem Hintergrund steigt gleichzeitig um den Faktor 16!

Dieser einfache Zusammenhang ist ganz offensichtlich und er hat mich nachhaltig beeindruckt.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,

nein, generell versuche ich immer, so kurz wie moeglich zu belichten ohne das Gain ausufern zu lassen. Ich gruebel gerade, ob ich hier wirklich 1/15s oder doch 1/23s belichtet habe, auf jeden Fall reichte es nicht fuer 1/30s. Der verwendete Rotfilter macht sich doch schon bemerkbar und nahe dem Terminator ist der Mond auch nicht mehr sooo hell. Bei schlechterem Seeing haette ich auch eine Aufnahme mit kuerzerer Belichtung und mher Gain versucht, aber hier passte alles recht gut.

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Ach so, jetzt verstehe ich Dich, haette mal genauer lesen sollen :/
Bei guten Bedingungen meine ich schon, dass die f/30 mit den 5.6µm^2 Pixeln noch einen Gewinn bringen. Bei perfekten Bedingungen (Optik, Seeing...) liegt die Detektierbarkeit von linearen Details mit hohem Kontrast (und gerade der Mond bietet soetwas) doch durchaus bei bis zu 1/5 Rayleigh. Gut, solches Seeing hat man alle Jubeljahre mal und meinem C9 traue ich diese Werte auch nicht ganz zu. Die Resultate sind u.U. auch nicht so ästhetisch wie Aufnahmen jenseits der Limits der Bedingungen. Eine erprobt gute 2x Barlow habe ich im Koffer, aber die kam hier bewusst nicht zum Einsatz, letztlich fehlte auch die Zeit zum Austesten der besten Konstellation.
Falls es interessiert habe ich hier einen Auschnitt des besten Moments des AVIs abgelegt (DIVX, 1300KB), um einen Eindruck des Seeing zu geben. Leider passt die Framerate irgendwie nicht, denn statt mit 15fps laeuft das Video mit 30fps...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Danke, Oliver, für die Erläuterungen und das Kurzvideo. Letzteres ist ja schon von einer beeindruckenden Qualität, und ich habe nicht den Eindruck, dass Du dort eine überhöhte Vergrößerung gewählt hättest. Mit anderen Worten: f/30 mit der DMK erscheint - zumindest bei der Optik und dem Videoobjekt - völlig in Ordnung.

Apropos Kurzvideo: Wie Du ja vielleicht schon gesehen hast, zeige ich auf meiner Website inzwischen auch solche Videoausschnitte zur Veranschaulichung der jeweiligen Aufnahmebedingungen. Denn die vielfach benutzten Zahlenangaben zum Seeing sagen mir wenig.

Beim Herausschneiden solcher Videoclips aus dem Originalstreifen benutze ich VirtualDub, und da gibt es bisweilen Probleme beim umcodieren, weil (Anzeige) angeblich das Y800-Format des Originalmaterials nicht akzeptabel sei, insbesondere, wenn es im vergrößerten Pixelformat 780x582 (PAL) vorliegt. Kennst Du das Problem, oder arbeitest Du mit einer anderen Schnitt-Software?

Gruß, Jan


P.S. zur Framerate: Bei < 1/15 s schaltet DivX möglicherweise gleich auf 1/30.
 
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Hi Oliver !!

Ja , wenn das Seeing mitspielt ist alles drin.
Super Aufnahme. :super:

nice we

dx uli
 
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