Mond auf seltsamen Wegen?

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Arusha

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Hallo zusammen,

ich bin zum ersten Mal in diesem Forum und habe von Astronomie bis jetzt so gut wie keine Ahnung. Dennoch fasziniert mich doch sehr, was man so alles entdecken kann, wenn man den Himmel betrachtet. Aus diesem Grunde werde ich mir auch demnächst ein Teleskop anschaffen. Guten Rat werde ich dazu sicherlich in diesem Forum finden.

Heue wende ich mich wegen einer Beobachtung an Euch in der Hoffnung, dass Ihr mir erklären könnt, was ich gesehen habe:


Ich verbrachte meinen diesjährigen Weihnachtsurlaub in Myanmar (ehemals Burma). Dort sahen wir am 31.12.08 so gegen 22.00 Uhr wie die Mondsichel am Horizont hinter einer niedrigen Hügelkette "unterging".

Am nächsten Abend saßen wir wieder draußen beim Essen und uns fiel auf, dass die Mondsichel fast senkrecht im Zenit über uns stand und gegen 22.00 H nur unwesentlich weiter gewandert war. So wie man es halt kennt...

Das blieb dann in den folgenden Nächten immer gleich. Nie wieder näherte sich der Mond dieser Hügelkette am Horizont sondern blieb brav über unseren Köpfen :-)).

Kann das vielleicht geografische Gründe haben oder ist das nichts Ungewöhnliches? Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte.

Vielen Dank schon mal,
mit unwissenden Grüßen,
Arusha



 
Hallo Arusha,

"Das blieb dann in den folgenden Nächten immer gleich. Nie wieder näherte sich der Mond dieser Hügelkette am Horizont sondern blieb brav über unseren Köpfen :-))."

Diese Angabe ist zu ungenau.

Der Mond bleibt jeden Tag ca 1 Stunde zurück.
Das bedeutet, er steht zur gleichen Zeit tags drauf 15° weiter östlich, einfach ausgedrückt.

Wenn Du nun einmal vor dem Dinner und am nächsten Tag nach dem Dinner und drittens auf einen späten Heimweg nach oben schaust, so ist der Mond scheinbar stehen geblieben.

 
Hallo Arusha,

am 31.12.2008 ist der Mond in Rangun um 20:55 Uhr untergegangen. Einen Tag später ging er um 21:44 unter.
Seinen höchsten Stand hatte er an diesem 01.01.2009 am Nachmittag um 15:42 Uhr. Die Angaben sind in Ortszeit (UTC+6,5h). Gegenüber dem Vortag hat sich alles um nur eine knappe Stunde nach vorne verlagert.

Gruß

Kurt
 
Moin Arusha!

> oder ist das nichts Ungewöhnliches?

Nein, das ist nichts ungewöhnliches, wie die anderen zu erklären versuchten. Das Problem hier ist: Du wirst nicht genau genug hingeguckt haben. Ein erfahrener Beobachter hätte nämlich zwei Dinge festgestellt: 1. Der Mond wandert merklich unter den Sternen von einem Tag auf den anderen. Ohne Bezug zum Horizont scheint der Mond nahezu stillzustehen, wenn man auf die Sterne in der Umgebung nicht achtet. - 2. Innerhalb von drei Tagen bemerkt man auch die Zunahme der Mondsichel. Es war ja zunehmender Mond, wie Du selbst schreibst.

Noch etwas: Am 31.12.08 stand der Planet Venus als Abendstern ganz nah neben der Mondsichel. Ist Dir nicht aufgefallen, wie sich der Mond an den folgenden Abenden davon entfernt hat?! Die Venus ist nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel, also (kaum) zu übersehen.

BTW: Bitte solche Fragen zu Beobachtungen ein Board tiefer, dazu ist es da.
 
Vielen Dank an alle

für Eure prompten, ausführlichen und informativen Antworten. Da waren meine Beobachtungen wirklich nicht genau genug.

Jedoch die Venus war nicht zu übersehen in diesen Nächten. Sie stand zuerst dicht neben der Mondsichel und entfernte sich anschließend langsam.

Gruß,

Arusha
 
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