Mond barfuß

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aro

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Hallo zusammen,

auch ich habe den Sommerabend genossen, hier dazu ein kurzer Bericht:

Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, TS HR Planetary 7mm, Skywatcher Planetary 5mm
Literatur: Oculum Reiseatlas Mond, Sky & Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 18.07.2013, 2135-2300 MESZ

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Zuerst mal etwas Filter-Spielereien:
Obwohl es bei weitem noch nicht dunkel war, baute ich den Mak auf der Terrasse auf. Der Kontrast war noch mau, also spielte ich etwas mit den Farbfiltern rum. Im 18er bot der Rotfilter etwas Kontrastgewinn, im 7er und 5er hatte ich den Eindruck, die besten Ergebnisse mit dem dunkelgelben zu erzielen.
Gegen 22.30 Uhr konnte ich dann aber auf den Farbfilter verzichten, musste stattdessen einen Mondfilter im 18er verwenden.

Jetzt aber zu dem, was ich gesehen habe:
Den goldenen Henkel habe ich diesen Monat verpasst, der Terminator verlief von den Harbinger-Bergen über Gassendi und Schiller. Egal, der kommt ja auch wieder.
Eben diese Harbinger-Berge tauchten mit Ihren Gipfeln als zwei weisse Flecken aus der Mondnacht auf und boten ein schönes Pärchen mit den beiden Kratern Delisle und Diophantus (2+2 sozusagen). Die Gegend schaute ich mir im 7er und im 5er genauer an.
Zwischen den beiden schwarzen Kratern und den beiden weißen Gipfeln gab's noch die Krater Artsimovich (Diophantus A), Fedorov, Mons Delisle und - ja, hat diese auffällige, dreieckige Bergformation denn keinen Namen ?!?
Tatsächlich, das Bergmassiv nordwestlich von Delisle und Mons Delisle ist auf keiner meiner zahlreichen Mondkarten mit einem Namen versehen. Schade eigentlich. Ich finde, eine Lücke in der Mond-Nomenklatur, die geschlossen werden sollte ;)
Etwas weiter südlich reihte sich eine weitere, reizvolle Krater-Berg-im-Wechsel-Kette an: Euler, Mons Vinogradov und Brayley. Besonders Mons Vinogradov bot ein sehr plastisches Bild.

Ich folgte dem Terminator weiter nach Süden, beobachtetete Kunowsky und Encke, der mit seinem von Nord nach Süd verlaufenden Zentralberg in der aufgehenden Sonne aussah wie das Auge einer Katze. Weiter südlich hielt ich an Gassendi inne, der gerade aus dem Dunkel auftauchte. Das Zentralmassiv hob sich hell vom noch dunklen Kraterboden ab. Der östliche Kraterrand war bereits zu komplett sehen, der westliche nur als weiße Klammer ')' im Dunkel. Für den Nebenkrater A galt ähnliches.

Für einige Zeit schwenkte ich immer wieder zwischen Gassendi und den Harbinger-Bergen hin und her und beobachtete, wie der fortschreitende Terminator immer mehr Details in diesen Regionen preisgab. Dazu hatte ich trotz barfuß und kurzer Hose warme Füße, weil die Terrassenfliesen noch die gespeicherte Sonnenwärme abgaben. Für's Seeing schlecht, für's Wohlbefinden super!
Aber leider habe ich weder Urlaub noch war Wochenende, also musste ich gegen 23.00 Uhr langsam einpacken. :(
Heute abend möchte ich einen weiteren Besuch machen, evtl. bei Aristarchus und dem Schröter-Tal.

Fazit: Schönes Sommermondspechteln mit warmen Barfüssen :)

Beste Grüße,

Achim
 
Hi Achim,
Von Dir kann man was lernen!
Du machst den Vorschlag eine Namenslücke zu füllen? Lassen wir doch noch was frei für Chinesen z.B. oder setzen den alten Mayas ein Denkmal da oben.
So, so mit Kurzer Hose und Barfuß aufm Mond? Das lass ich noch durchgehen, das klingt abenteuerlich.
Aber die weiße Söckchen- und Sandalen-Fraktion mit Strohhütchen bekommen eine Zutrittssperre, die kommen sonst noch auf die Idee ihre Handtücher in aller früh aufm Terminator auszubreiten um den für sich zu reservieren....(smile)

Gruss von Anette
 
Hallo Anette,

Keine Sorge mit den Handtüchern. Zumindest gestern abend habe ich bei Aristarchus und dem Schrötertal noch keine gesehen;)

Beste Grüße,

Achim
 
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