Mond bedeckt Venus am 19.09., gegen 14 Uhr

WUNNI

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Hallo!

Am Freitag, 19.09. bedeckt der abnehmende Mond die Venus. Die sehr schmale Sichel des abnehmenden Mondes befindet sich dabei nur ca. 31° westlich der Sonne.
Am Tageshimmel braucht man ordentlich Brennweite (genauer: kleines d/f) um den Mond zu sehen, aber die Venus ist ja ordentlich hell.

Die Zahlen aus Occult (Dave Herald) für Hannover als Beispiel, Zeiten in UTC:
Occultation prediction for Hannover, Germany
E. Longitude 9 42 48.0, Latitude 52 23 18.0, Alt. 71m; Telescope dia 15cm; dMag 0.0

HTML:
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day   Time           P   Star  Sp  Mag  Mag    % Elon Sun  Moon   CA   PA  VA  AA Libration   A   B   RV    Cct durn  R.A. (J2000)  Dec   Mdist   SV
25 Sep 19 12  2 32.4 D Venus      -3.9 -3.9    5-  27  38 40 230 -82S 121  92 101 +5.5 -1.4 +1.0-2.0 .395    6.2     10  8 12.7  12 29  5 385.3 742.3
   Venus contacts: Dark limb 12  2 18; Terminator 12  2 21; Bright limb 12  2 47: diam = 11.6"; %illum = 88.8%; PA bright limb = 112.4
25 Sep 19 13 17 23.3 R Venus      -3.9 -3.9    5-  27  33 31 249  71N 307 275 292 +5.4 -1.3 +0.4-2.2 .426  173.6     10  8 12.7  12 29  5 386.4 804.2
   Venus contacts: Dark limb 13 17 10; Terminator 13 17 13; Bright limb 13 17 37: diam = 11.6"; %illum = 88.8%; PA bright limb = 112.4
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Ich hatte mir mal notiert: Letztes Mal bis 2031.

Viel Erfolg!
CS, Niko
 
Hallo Niko,
danke für den Tipp. Ich nahm es zum Anlass, es live anzusehen. Um 15 Uhr war es fast wolkenlos. Mittags war es noch zu bewölkt, so dass ich weder Mond noch Venus fand. So begrub ich meinen Plan, die 20s des Wiederauftauchens hinter der dunklen Seite zu filmen. Ich hatte es mir so schön in Stellarium zurechtgelegt... Aber erinnert an das schöne Erlebnis der Beobachtung (!) einer Saturnbedeckung durch den Mond, wollte ich mir mit der Technik keinen Stress machen und verlegte mich auf den Blick durch's Okular. Das war Aufregung und Genuss genug.
Ich beobachtete mit 20'' Dobson f4.2. Mit dem 28mm Übersichtsokular fand ich den Mond und stellte angesichts des geringen Kontrasts so leidlich scharf. Dann begann ich zu grübeln: Übersichtsokular belassen, um die Mondsichel zur Orientierung sicher im Blick zu behalten oder höher vergrößern, nur noch blau sehen und hoffen, dass die EQ-Plattform brav nachführt und ich das richtige Blau eingestellt habe? Letztlich habe ich mich für ein 20mm XWA entschieden als Kompromiss. Etwa 100-fache Vergrößerung bei 100° scheinbarem Gesichtsfeld. Ich konnte immer noch die Mondsichel im Augenwinkel sehen. Ein letzter Blick auf die Uhr, dann der konzentrierte Blick durchs Okular und die Sekunden zählen. Es klappte ganz gut. Vielleicht habe ich die ersten 2-3 Sekunden nicht wahrgenommen, aber sonst konnte ich schön zusehen, wie das Scheibchen größer und größer wurde.
Ich bin gespannt, ob es jemand gefilmt hat.
Viele Grüße
Frank
 
Hallo
Das Wetter bescherte uns in der Region Grenchen (CH) einen glasklaren Himmel. Allerdings musste ich eine ziemliche Weile suchen, bis ich das Mond-Venus-Gespann von blossem Auge entdeckt habe. Mir ist es nicht leicht gefallen, "entspannt" in den Himmel zu schauen und die Augen gefühlt auf "unendlich" zu stellen;-) Dank der parallaktischen Montierung konnte ich den Mond nicht wieder verlieren. Wir haben dann mit einer Schulklasse das Ereignis mit Hilfe einer "Okularkamera" auf dem Tablet verfolgen können, damit alle sehen konnten, wie die Venus noch eine Weile durch ein Mondtal geleuchtet hat, bevor sie dann hinter dem Erdtrabanten ausser Sicht geriet. Hier noch die letzte, eindrückliche Sequenz vom bis zur Verfinsterung...beobachtet mit einem 60/520mm Refraktor.
 
Hallo,
schön, dass ihr etwas gesehen habt! :y:
Der Austritt am dunklem Mond war von der Orientierung her noch schwieriger als der Eintritt.
Ich selbst habe nichts gesehen. Wir waren unterwegs. Ich hatte mobile Technik im Auto, brauchte sie aber nicht aufbauen: Wolken.

Gruß, Niko
 
Guten Morgen in die Runde,

ich konnte die Venusbedeckung am Freitag im Okular verfolgen. Die beiden am Himmel so dicht bei der Sonne mit bloßem Auge zu finden und dann im Peilsucher vom Telementor einzustellen ohne sie dabei wieder zu verlieren, war schon ein bisschen mühsam. Andererseits bin ich immer wieder fasziniert, wenn man etwas scheinbar „unsichtbares“ plötzlich mit bloßem Auge am Himmel sieht, nur weil man weiß, wo man hingucken muss. So ging mir das schon, als ich zum ersten Mal die Venus am Taghimmel gesehen habe.
Die eigentliche Bedeckung habe ich dann fast verpasst. Ich habe kurz vorher noch ein paar Leute auf einer Familienfeier durchs Teleskop schauen lassen. Normalerweise sind ungeübte Beobachter nicht sehr geduldig am Okular. Diesmal war ein Onkel ziemlich ausdauernd und blieb einfach am Teleskop sitzen: „Ja, wirklich, die Venus kommt immer näher…“ Als ich dann wieder am Okular war, war die Venus schon zu einem Drittel hinterm Mond verschwunden. Das war Knapp… :)

Beobachtet habe ich mit 26-facher Vergrößerung. Da konnte ich bequem nachführen und die Phasengestalt der Venus war sogar schon zu erkennen.

Freundliche Grüße in die Runde!

Felix
 
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