> Aber warum erscheinen dann manche Teile des Mondes richtig blau,
> als wären Löcher drin, und man sähe den Himmel durch, und
> andere einfach nur weiß (oder schwachblau)?
Die Atmosphäre hat ja gewissermaßen ein Eigenleuchten, da sie
das Sonnenlicht streut. Das heißt: wenn du in den Himmel guckst
an irgendeine Stelle, an der die Sonne nicht steht,
dann kommt von dort trotzdem Licht zu dir, weil von dem Sonnen-
licht, das jenes Luftvolumen durchflutet, ein Teil in alle
Richtungen aus dem Volumen herausgestreut wird, und davon ein
Teil in deine Richtung. Daher siehst du einen hellen Himmel
statt Weltraumschwärze. Und weil blaues Licht am stärksten
gestreut wird, ist dieses vom Himmel kommende Leuchten blau.
Das Licht, das dich von einem Himmelskörper erreicht, muß erst
durch die Atmosphäre. Dabei wird das Atmosphärenleuchten zum
Licht des Himmelskörpers addiert. Wenn ein Teil des Himmelskörpers
wenig Licht abgibt, dominiert in dem dich erreichenden Licht
das Atmosphärenleuchten und jener Teil des Himmelskörpers sieht
genau aus wie jene Stellen am Himmel, wo sich das Atmosphärenleuchten
zum Weltraumschwarz addiert: er sieht einfach 'himmelblau' aus.
Wo das Licht des Himmelskörpers stärker ist als das Atmosphären-
leuchten, siehst du in erster Linie das Licht des Himmelskörpers
selbst, eventuell mit einer gerade noch erkennbaren blauen Bei-
mischung aus der Atmosphäre.
Nachts wird die Atmosphäre nicht von der Sonne angestrahlt und
hat daher kein Licht zum Streuen. Der Nachthimmel ist daher schwarz
und schwarze Teile des Mondes bleiben auch durch die Atmosphäre
hindurch betrachtet schwarz.
Tschau,
Thomas