Mond im Bett

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Anette_Aslan

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Liebe Himmelsfreunde,
endlich wieder klarer Himmel, ich schaffe meine monströse Röhre (102/1000)so gegen 23h auf´s Krähennest am Westgiebel des Hauses und genieße den Jupiter in allen Vergrößerungen, bei 6 mm UWA mit Barlow wird´s aber enttäuschend schummerig...wenn dieses Bild klar wäre, hätte ich wohl mein Traumteleskop...mir fällt neben den vier Mondchen immer noch ein fünfter oder sogar sechster auf! Hoch und leicht schräg rechts über Jupiter sehe ich Nr.5 oder ist das etwa ein Stern? Genauso hell wie die sonst sichtbaren Monde. Direkt links am Äquatorrand des Planeten lässt sich was ganz winziges erahnen, wohl auch ein Stern? Ich tröste mich ja immer, dass der arrogante Herr Galilei (der benahm sich unserem Keppler gegenüber sehr eitel) noch schlechter gesehen hat als ich.
Der Meridian wird von Nachbars Haus verstellt und dieses badet sich im Strahlenkranz des hinter ihm verborgenen, tiefstehenden Vollmondes! Es geht auf 24:30h zu und ich habe keine Lust noch ne halbe oder gar Stunde zu warten, bis der gute Freund endlich an der Dachkante erscheint. Also spähe ich andere Beobachtungsmöglichkeiten im Haus auf. Unterm Dach gibt es eine Luke gen Süden und ah...so tief steht der Mond ja doch nicht...wunderbar groß im horizontnahen Dunst....aber diese kleine Luke schlug mir mal ordentlich auf die Stirn, als ich versucht habe, mit meinem "Kleinen f5" hindurchzuschauen. Da stieg auch der Adrenalinspiegel ziemlich an und der Gedanke nun mein Monster hierher zu plazieren erzeugte ähnliche Gefühle....aber wenn ich so durch den Pups-Spalt von hochgekipptem Fenster schaue träume ich davon, dass doch dieses Kämmerlein eine ideale Sternwarte sein könnte...man sieht hier oben doch schon befriedigend mehr und ich könnte all mein Equiptment mal stehen und liegen lassen....eh!!! Zurück zur Realität...ich gehe ins Schlafzimmer und schaue ob der Mond denn dort wenigstens aus dem Südfester zu sehen ist und oh ja, er scheint aufs Bett!! Schnell die Röhre vom Balkon zwischen Bett und Fenster plaziert, das Stativ so eingestellt, dass ich sitzend auf der Bettkante bequem beobachten kann.....das isses, das isses!!!!!!!!!Ich will nichts mehr denken, mich im Serenitatis versenken. Ich lasse einfach alles mal nur so auf mich wirken ohne den Dingen Namen zu geben...werde zum absoluten Lunatik-Maniak und brauche mich wie eine vollgesogene Waldzecke nur noch vom Teleskop nach hinten aufs Bett kippen lassen, um seeligst in meinen Altagsklamotten bei lauem Lüftchen am offenen Fenster einzuschlafen. Ha, das nenn ich Wellness-Astronomie. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Grüß Euch Anette
 
Hallo Anette,

zu deiner Frage mit den Monden...
Nein, du siehst immer nur 4, leider...
Der rest sind Sterne. Ich hab dir das mal fix aufgearbeitet:

Link zur Grafik: http://www.terra-arthropoda.de/jupi_hp.jpg

Da siehst du den Stern der Jupi derzeit begleitet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Uhrzeit steht ja auch da...und Datum von gestern, also so wie du es in etwa gesehen hast...

Viel Spass noch
 
Hallo Rayko,
dank' Dir hätte die Sache mit den Jupiter-Monden jetzt auch gewußt ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruß,
Micky
 
Hi Anette,

das mit der Waldzecke ist unübertrefflich. Ich krieg mich nimmer ein. Auf was Du allses kommst ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />
Viel Spaß auch weiterhin am Wellness-Mond !

*lechz*

CS

J.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rayko,
lieben Dank für die Information, das ist ja perfekt, was ich gesehen habe....wie toll, einfach super toll, dass man sich heute so schnell austauschen kann...stelle mir vor...Herr Tycho schreibt Herrn Keppler....Kutschen...müde Pferde...Räuber...gebrochene Achsen...versumpfte Wege...was hätten die wohl gesagt zu unseren Möglichkeiten? Was wird es wohl 500 Jahre später geben?

Optikus, wir hätten mortz Spaß miteinander, ich bin son Mensch der fängt schon an zu lachen, bevor der Komiker auf der Bühne steht. Die Klassenkaspar meiner Schulzeit hatten in mir die glühendste Verehrerin und das armseeligste Opfer...denn ich konnte dann den Rest des Unterrichts vergessen....Gruß von Anette
 
Hi Anette,

ich stell mir Deine recht praktischen Vorstellungen von Datenübertagung im Mittelalter vor, aber du vergißt was: Heute haben sich nur die Namen der Probleme geändert, das Sumpfloch der Datenübertragung heißt z.B. WINDOOFS ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

P.S.: Du hast die Frage aufgeworfen - in welcher Sprache ist das Lament abgefaßt, in meiner Bemerkung zu Deinem Jupi-Thread? Kennst Du die Lösung inzwischen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />?

CS

J.
 
Hallo Optikus,
also ich verstehe da sowas wie den Vorläufer von Latein? Nein, ich komme nicht drauf, aber Moria hab ich schon mal gehört...so eine Phantasiewelt .....ich wäre auf Deine Antwort sehr neugierig...übrigens hätt ich noch einen Tipp für Himmelsgucker, die was zum Fit bleiben brauchen: esst spät Abends Kartoffelsalat und Tomaten, diese Nachtschattengewächse lassen so manche Gewächse des Nachts nicht im Schatten stehen, weil sie ja gerade zur Nacht so richtig aktiv werden! Hab ich ausprobiert...wirkt die halbe Nacht! Gruß von Anette
 
Auflösung des Rätesls für Anette ...

Also,
Liebe Anette

die Sprache ist Quenya - 'Hoch-Elbisch', die Sprache der Hochelben des "ersten Zeitalters", die wie die anderen Völker und Geschichte(n) von Elben, Zwergen, Menschen und den Wesen der "Dunklen Hand" Prof.J.R.R. Tolkien in seinen Büchern beschrieben hat.

Sie gehört damit zu Mittelerde und den Geschichten von "Das Silmarillon" üder den "Kleinen Hobbit" bis zum "Herrn der Ringe".

Das Gedicht das ich abgedruckt hatte ist "Galadriels Lament" in seiner ältesten Fassung in eben dieser Hochsprache, die die Elben des dritten Zeitalters der Welt, in der der "Herr der Ringe" spielt, aber seit langem nicht mehr alltäglich verwenden.

Eine "modernere" Version in der elbischen Alltagssprache "Sindarin" anbei im Wechsel mit der Übersetzung:

Ai! laurië lantar lassi súrinen,
Ah! wie Gold fallen die Blätter im Wind,
yéni únótimë ve rámar aldaron!
lange Jahre zahllos wie die Schwingen von Bäumen!
Yéni ve lintë yuldar avánier
Die langen Jahre sind vergangen wie rasche Schlucke
mi oromardi lissë-miruvóreva
des süßen Mets in luftigen Hallen
Andúnë pella, Vardo tellumar
jenseits des Westens, unter den blauen Kuppeln Gewölben
nu luini yassen tintilar i eleni
worin die Sterne erzittern
ómaryo airetári-lírinen.
in der Stimme ihres Gesanges, heilig und königlich.
Sí man i yulma nin enquantuva?
Wer nun wird mir den Kelch wieder füllen?
An sí Tintallë Varda Oiolossëo
Denn nun hat die Entzünderin, Varda, die Sternenkönigin,
ve fanyar máryat Elentári ortanë
vom Berg Immerweiß ihre Hände wie Wolken erhoben
ar ilyë tier undulávë lumbulë
und alle Pfade sind versunken tief im Schatten;
ar sindanóriello caita mornië
und aus einem grauen Land liegt Dunkelheit
i falmalinnar imbë met,
auf den schäumenden Wellen zwischen uns,
ar hísië untúpa Calaciryo míri oialë.
und Nebel bedeckt die Juwelen Calaciryas auf ewig.
Sí vanwa ná, Rómello vanwa, Valimar!
Verloren ist nun, verloren für jene aus dem Osten, Valimar!
Namárië! Nai hiruvalyë Valimar!
Lebewohl! Vielleicht magst Du Valimar finden!
Nai elyë hiruva! Namárië!
Vielleicht wirst sogar Du es finden! Lebewohl!

Narvi und Durin sind Namen bekannter Zwege aus der ersten Besiedelung von Moria, das die Zwerge in ihrer Sprache "Khazad-Dum" - "Zergenbinge" - nennen. Und Eregion war eine elbisch geprägte Region Mittelerdes, Celebrimbor o Eregion (Celebrimbor von Eregion) war der Ringschmied, der vom dunklen Herrscher später getötet wurde als Celebrimbor bemerkte, daß dieser heimlich einen Meisterring schmiedete, um alle anderen Ringträger zu beherrschen und die Ringe der Elben, die die mächtigsten der von ihm geschmiedeten Ringe waren, dem Zugriff des dunklen Herrschers entzog.


Der Ringspruch in der bekannten Form:

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden

Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Wenn Du einmal einen Einblick in die Tolkiensche Welt nehmen möchtest, lies den "Kleinen Hobbit" und den "Herrn der Ringe" - aber in den alten Übersetzungen. Die neuen verwenden eine der Geschichte unangemessene Sprachform, die die Atmosphäre der Geschichte nicht gut trifft.

CS

Jörg

... die Elben nenne sich selbst "Das Volk der Sterne" ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Auflösung des Rätesls für Anette ...

Hallo Optikus,
Moria muss Dich verzaubert haben, als ich den Film "Herrn der Ringe sah" meinte ich immer, die Elben dort würden kymmrisch sprechen, denn so klingen noch die alten Waliser, welche überigens in einem bezaubernd schönem Land /Wales wohnen, welches einem an nichts anderes mehr denken lässt als an eben diese Zauberwelt, die Dich so zu faszinieren scheint. Tolkien habe ich zwar nie gelesen, dafür aber gelebt...verträumt im Mittelalterlook durch einsame Wälder gestreift als einsame Elbe, die sich mit der Zivilisation schwer tat...aber das war in den verrückten 70igern! Gegenwärtig streife ich durchs Universum....und vielen Dank für die lieben schönen Elbenzeilen....Gruß von Anette ...und die anderen Astrofäns sollen bitte nicht böse sein, weil wir hier so ausgeschert sind.....war ja auch gestern nix zu sehen.....
 
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