Lieber Martin,
ich bin ja auch ein stiller Bewunderer Deiner (Eurer) astrofotografischen Künste, insbesondere der feinen, natürlich wirkenden Bearbeitung ohne sichtbare Artefakte.
Zugegebenermaßen bin ich da mit meinen Bildern vielfach etwas rücksichtsloser, vielleicht auch, weil ich noch aus älteren Zeiten der chemischen Schwarzweiß-Fotografie daran gewöhnt bin, das "Korn" als eine Art Grundsubstanz zu schätzen, ebenso wie das Grundrauschen von analogen Audioaufnahmen. Denn erst die Wahrnehmbarkeit dieser Grundsubstanzen sagt mir, dass die Aufnahme ein Maximum an Details bzw. Schärfe zu erkennen gibt.
Bei Deinem hinsichtlich der Grauwerte außergewöhnlich gut gelungenen Mondmosaik hatte ich spontan den Eindruck, dass da für das Auge noch mehr an "Präsenz" drinstecken müsste. Deshalb habe ich aus Neugier in dem nachfolgend gezeigten, kleinen Ausschnitt Deines Fotos mittels "Picture Publisher" eine moderate Schärfung angebracht. Zumindest an meinem 17"-Röhrenbildschirm kann ich noch keine Artefakte erkennen, habe aber den Eindruck eines beträchtlichehn Gewinns bezüglich der Wahrnehmbarkeit von feinen Oberflächenstrukturen.
Link zur Grafik:
http://www.astro-vr.de/fertig2k_as10.jpg
Vielleicht sieht das ja an einem TFT-Bildschirm bereits unangenehm aus?
Kannst Du bitte noch etwas zu Deiner Bildbearbeitung sagen. Insbesondere würde mich - wie offenbar auch Oliver - interessieren, ob und ggf. in welcher Weise Du hier den Vorteil der höheren Grauwerttiefe der Kamera genutzt hast.
Gruß, Jan