Mond mit Rillen vom 12.5.08

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JürgenH

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Hallo Jürgen,

Gratulation! - das ist in meinen Augen eine ganz hervorragende Demonstration für die Möglichkeiten der afokalen Ankopplung. Meine eigenen Versuche in dieser Richtung waren bei weitem noch nicht vergleichbar, aber Deine Ergebnisse sind für mich eine neue Herausforderung ...

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

vielen Dank für Deinen netten Kommentar zu meinen Bildern!

Wenn ich mir allerdings Deine schönen Aufnahmen mit dem Faltrefraktor anschaue, sind meine Fotos dagegen doch weit von der Auflösung Deiner Fotos entfernt. Afokal Aufnahmen sind gegenüber der heutigen Videotechnik und Webcamaufnahmen ja weit unterlegen. Eigentlich haben sie nur noch Ihre Berechtigung bei großen Feldern, mir macht es aber dennoch Spaß das Maximum mit einer Einzelaufnahme am Mond mit meiner eher kleinen Optik herauszukitzeln.

Viele Grüße, Jürgen

 
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Ja - Jürgen - genau das habe ich vor: Deep-Sky-Objekte mit dem vollen 2"-Gesichtsfeld (ggf. sogar 3") des Refraktors!

Mit Shapley-Linse bekomme ich bislang nur ein eingegrenztes Feld scharf abgebildet, siehe z.B. M13, den ich mit einer effektiven Brennweite von 1,5 m bzw. bei einer äquivalenten Lichtstärke von f/10 aufgenommen habe.

Mit afokaler Kopplung sollte man den f/20-Refraktor auf eine effektive Lichtstärke von f/5 bringen können. Die mögliche Abbildungsschärfe dieses Verfahrens hast Du ja mit Deiner Mondaufnahme auf einer relativ großen Fläche schon sehr eindrucksvoll nachgewiesen.

Wo lag denn bei Deiner Aufnahme die effektive Lichtstärke, bzw., auf welche Brennweite war die G7 am 25-er Plössl eingestellt?

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,

Wo lag denn bei Deiner Aufnahme die effektive Lichtstärke, bzw., auf welche Brennweite war die G7 am 25-er Plössl eingestellt?

Mein TMB hat 805mm Brennweite, also f7. Die Aufnahme wurde bei Kamerablende 2,8 und 9,86mm Brennweite aufgenommen (belichtungszeit 1/125 bei ISO 100; Orignal 3648x2736 Pixel).

Irgenwo im Hinterkopf habe ich eigentlich, dass die effektive Brennweite berechnet wird durch: (Teleskopbrennweite X Kamerabrennweite)/Okularbrennweite
Das wäre hier also: 805*9,86/25= 317mm ... ?) Das erscheint mir aber zu wenig? Also, leider weis ich momentan nicht welche Effektivbrennweite sich mit diesen Daten ergibt.


Viele Grüße, Jürgen
 
Hallo Jürgen,

fein gemacht.
Das "eventuell" kannst Du streichen. Die Andeutung von Triesnecker ist da!

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Jürgen,

das entspricht genau meinem Verständnis von der Sache: Du hast mit Deiner afokalen Ankopplung die effektive Brennweite Deines Teleskops im Verhältnis der Brennweiten von Kamera und Okular verkürt und in gleichem Maße die effektive Lichtstärke der Anordnung erhöht, d.h. um etwa den Faktor 2,5.

Wenn Kamera- und Okularbrennweite gleich sind, dann sollte das Mondbild auf dem Kamerachip ebenso groß erscheinen wie in der Fokalebene des TMB. In der Fokalebene sollte der Monddurchmesser bei etwa 8 mm liegen, und wie groß er auf dem Kamerachip ist, das kannst Du ganz einfach durch Vergleich mit dem Bildrahmen ermitteln, dessen Abmessungen ja bekannt sind.

Du kannst auch - zur Bestätigung des Zusammenhangs zwischen Lichtstärke und Kamerabrennweite - die automatischen Belichtungszeiten am Mond bei unterschiedlichen Brennweiteneinstellungen der Kamera vergleichen. Je kleiner der Abbildungsmaßstab, desto kürzer sollte die Belichtungszeit herauskommen.

Die effektive Lichtstärke sollte demnach im Falle Deiner Mond-Übersichtsaufnahme bei 7/2,5 = 2,8 gelegen haben. Solch eine für die Deep-Sky-Fotografie äußerst attraktive Lichtstärke bei einer Brennweite um 300 mm erreicht man üblicherweise nur mit Schmidt-Kameras oder sehr teuren Fotoobjektiven!

In ähnlicher Weise sollte sich auch ein langbrennweitiger Refraktor "aufbohren" lassen. Ich werde der Sache nachgehen ...

Dank und Gruß, Jan
 
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