Mond & Planeten

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Winzi
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Winzi

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Ich möchte mir einen Newton 8" 1:6 oder einen günstigen Refraktor mit min. 5" Öffnung anschaffen für reine Mond- und Planetenbeobachtung vom Balkon aus.

Für den astrofotografischen Einsatz bin ich schon mit einem kleinen Triplet ausgerüstet und DSLR.

Was meint Ihr, ist so ein 5" oder sogar 6" Achromat visuell knackig an Planeten einsetzbar, so dass ich wirklich auch Details am Jupiter sehe?

Oder wäre der 180er Maksutov "sicherer" ? Ich zweifel bei dem Gerät ein wenig...gibt es ja von versch. Herstellern...
 
Hi,
egal welcher Instrumenten-Typ, für Details am Jupiter brauche ich visuell mindestens ca. 200fache Vergrößerung, eher 250fach, wobei das Seeing oft limitiert. Da wird bei zu kleiner Öffnung die Austrittspupille recht klein.

Schau Dir auch mal das Vixen VMC 200L an. Das hat (u.a. thermisch) weniger Nachteile als ein geschlossener 7" MAK bei ähnlicher Preisklasse.
 
Moin,

günstiger Refraktor und Planetenbeobachtung bei hoher Vergrößerung sind zwei Dinge, die sich ausschließen! Bei hoher Vergrößerung zaubert dir jeder Achromat einen wunderbaren Farbsaum um alle starken Kontrastkanten, willst du das nicht, bist du bei einem entsprechend großen ED APO und der ist nicht mehr günstig!

Also bleibt dir wohl "nur" ein Spiegel... und dabei gilt je größer desto besser! Wenn ich den Anblick von Jupiter/Saturn in meinem 8" ACF mit dem Anblick durch das 16" ACF der nächstgelegenen Sternwarte vergleiche dann spielt der 8"er nicht mal annähernd in der Liga des 16"ers, was die Details betrifft, wenn das Seeing es zulässt!!!!
Natürlich hinkt der Vergleich, aber was ich damit sagen will, ich würde mindestens einen 8" Spiegel nehmen, ob nun ein VMC200L oder ein 8" ACF oder ein EdgeHD, oder ein normaler Newton (der bei gleichem Preis meist mehr Öffnung bietet als die vorgenannten...), das ist ein eigenes Thema, aber den günstigen Refraktor würde ich auf jeden Fall schnellstmöglich von der Liste streichen.
 
Hallo Armin,

hmnööö... wiederholen wir zu oft, passt aber nicht. Kommt auf den einzelnen Balkon an und wie man sich ggf. hilft. Hat man Tubusseeing im Griff ist die größere Öffnung nie im Nachteil, jedenfalls wenn man auch mal passende Graufilter und Umgebungslicht einsetzt, um Blendung zu reduzieren, wenn die machbare Vergrößerung beispielsweise Jupiter zu grell werden lässt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo!

Z.B. Bresser bietet auch Refraktoren mit relativ langen Brennweiten an. Da dürfte wohl der böse Farbfehler etwas geringer ausfallen.


https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/Messier-AR-102L-1350-Optischer-Tubus.html

https://www.bresser.de/Astronomie/T...ier-AR-127L-1200-Hexafoc-Optischer-Tubus.html

https://www.bresser.de/Astronomie/T...hromatischer+Refraktor]=1&fnc=mfexecutefilter

Und da ist ja noch der TS 102 / 1100. Möchte ich mal ins Rennen werfen. Sind zwar "bloß" 4Zoll, aber für den Balkon?


VG
 
Hallo Armin,

So pauschal kann man das ja nicht einfach sagen, denn die vielen Nutzer von Balkon und Terrassensternwarten zeigen ein anderes Bild!
Viele können das Hobby nur von Balkonen aus betreiben, weil sie Platz und Zeitlich einfach keine andere Möglichkeiten haben oder die Beobachtungstätigkeit so besser mit der Familie vereinbar ist!

https://www.google.de/search?q=Balk...WEPFAKHVZAAOcQsAQIQw&biw=1264&bih=688#imgrc=_

Dort sind es Gerade SC´s von Meade und Celestron von 6" - 11" ; > MAK von 5" - 7 " oder die 8" Vixen VMC die hier visuell im Einsatz sind.
Dobsons werden dort angewendet wenn man genug Platz hat und gut über die Brüstung oder nach oben schauen kann!

Bei den Spiegelteleskopen werden meist 150 - 280 mm Öffnung dazu eingesetzt!

Wer auch fotografiert setzt dazu noch kurze Refraktoren von ED bis APO ein, sowie kurze Newtons und auch dazu findet man in dem Link tolle Beobachtungsberichte Zeichnungen und Fotos die das eindrucktionsvoll belegen!

Ich kannte einen Rollstuhlfahrer, der 25 Jahre lang mit seinem C8 mit und ohne Allan Gee Reducer über 400 Zeichnungen von Mond; Sonne und Planeten sowie von 220 Gasnebel; PN´s; Sternfeldern mit Dunkelwolken; Kugelsternhaufen und Galaxien, alles aus einem Erkerfenster ( halbes Sechseck ) heraus angefertigt hat!
Dabei hat Er sich auch 8 Jahre mit der Veränderlichen Beobachtung beschäftigt und Lichtkurven geschätzt + aufgezeichnet, die den damaligen Veröffentlichungen recht Nahe kommen!

Man sollte also den Leuten in Anfragen desshalb aber immer nur Mut machen, für dieses Hobby Jeden verfügbaren Standort auszunutzen um Beobachtungen zu machen! Es lohnt sich Immer!

Dabei wird dann Jeder schnell genau wissen, dass es sicher auch bessere Plätze gibt, die warum auch immer zur Zeit aber nicht verfügbar sind!


Gruß Günter


 
Hi,

diese Auffassung teile ich aus Erfahrung nicht.

Es gibt immer irgendwen, der irgendwas macht.
Selbst wenn es mehrere machen, hat das wenig zu sagen.

Der Frager sucht jetzt noch eigenen Angaben:
..." visuell knackig an Planeten einsetzbar, so dass ich wirklich auch Details am Jupiter sehe?"

Mit der Ansage des Kollegen, macht er m.E: klar, dass es um hohe Ansprüche/Erwartungen geht - was wiederum für mich bedeutet, wir reden über sinnvolle 250-fach aufwärts und null Seeing.

Ich kenne keinen Balkon, der das regelmäßig bietet.
Und in den 27 Jahren, die ich sowohl mit Balkon als auch mit Garten wohne, kann ich mich ad hoc an genau 2 Nächte erinnern, wo ich im Garten wirklich mal 250-fach verwenden konnte. Und ich wohne am locker bebauten Stadtrand unweit von Feldern und deutlich höher als die Stadt selbst, also fast schon ländlich.

Mit dem 100er ED-Bino oder mit einem meiner kleinen Geräte, kann ich gelegentlich mit 1 AP agieren, aber die Ergebnisse sind entsprechend der Öffnung eben halt deutlich weg von dem was geht, wenn man mit noch mehr Öffnung an einem geeigneten Platz beobachtet.

Insofern kann ich mit gutem Gewissen weder dem Kollegen WINZI noch jedem anderen mit Anforderungen wie " visuell knackig an Planeten einsetzbar, so dass ich wirklich auch Details am Jupiter sehe?" dazu raten vom Balkon aus zu beobachten, geschweige dafür größere Amateurgeräte zu kaufen.

Erfolgreiche detailreiche Planetenbeobachtung beginnt mit einem Standort mit möglichst geringem lokalem Seeing.

Deshalb ist dies aus meiner Sicht der erste Punkt in einer Beratung in der es irgendwie um das Ziel hohe Vergrößerung geht.
CS
 
Hallo Leute,


ist doch ganz einfach: da der Fragesteller einen triplett APO fotografisch nutzt ( evtl. von besagten Balkon? ) braucht er doch nur ein Okular rein stecken und sieht wie die konkrete Seeing-Situation ist. Oder er kann das bereits vom Fotografieren her einschätzen. So sollte sich doch sinnvoll entscheiden lassen ob und wieviel mehr Öffnung sich auf diesem(!) Balkon einzusetzen lohnt.


Viele Grüße Felix
 
Ich wollte keine Grundsatzdiskussion lostreten :-)

Astrofotografisch arbeite ich ausschließlich auf dem Feld mit fester Säule...weit weg von Häusern :-)

Für "zu Hause", für die Kinder, für die Frau, möchte ich halt ein Instrument, mit denen ich zB. Jupiter vorführen kann, auf dem ein wenig mehr als die beiden Hauptwolkenbänder zu sehen ist. Dann wäre ich bereits glücklich.

Ich kann nicht so richtig abschätzen, ob das mit einem 4" schon möglich ist?
 
Hallo Winzi,


Erfahrungsaustausch wie hier ist doch völlig OK wenn jeder seine Ansichten schildert und begründet.

Mit einem 80/600 Volksapo + 5 mm Pentax XL also knap 120x geht etwa folgendes: die beiden Hauptbaender zeigen sich leicht "knotig" bis knubbelig, leichte Farb- und Helligkeitsunterschiede sind innerhalb der beiden Bänder und dazwischen zu sehen. Daneben zeigen sich konstant zwei weitere schmalere Bänder. Der GRF hebt sich deutlich ab.

Das sieht man bei leidlichen Bedingungen aus dem Wohnzimmer Fenster wenn man sich die Zeit nimmt mehr als zwei Minuten hinzu schauen.

Mit einem 4" ed würden weitere Details sichtbar werden, bei Jupiter lohnt jeder mm Öffnung. Im Thread "Vergleich kleiner Teleskope von Balkonien" haben wir noch weitere Röhren an Mond und Jupiter unter Stadtbedingungen verglichen. Ein 130/650 Newton oder in 102/1300 oder 127/1500 Mak könnten auch bereits geeignet sein.

Was Armin schreibt stimmt grundsätzlich: bei Planeten und hoher Vergrößerung brauchst Du vor allem brauchbares Lokales Seeing, also möglichst gar keins. Ich halte das aber wie Günter und meine: teste doch einfach mal mit dem vorhandenen Refraktor was der Balkon hergibt, optimal ist das nicht aber besser als nichts allemal.


Viele Grüße Felix
 
Hallo,Winzi,
In jedem Fall würde ich dir einen SC oder Mak empfehlen.
Die beiden Geräte sind kompakt,haben ein geringes Gewicht und schon eine entsprechende Brennweite.Dein Bild ist farbrein und kontrastreich.Zudem ist der Mak justageunanfällig.Ich habe einen 150/1800 und bin uneingeschränkt damit zufrieden.

Gruß Hotte.
 
Hallo Winzi.....genau,ein Skywatcher.Wenn du Bilder davon sehen möchtest guckst du hier:https://plus.google.com/u/0/104108226300446301940
oder hier:
https://www.facebook.com/horst.christians
Bitte mal die Seite ganz durchscrollen.

Aufnahmedaten stehen bei.Auch visuell zeigt er beeindruckende Bilder. Mit einer 2 fach Barlow kannst du leicht die Brennweite auf 3600mm erweitern.Du solltest dir noch ein gutes Okular gönnen.Das mitgelieferte ist nicht gerade der Renner.

Gruß Hotte.
 
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