aro
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nach längerer Zeit hatte ich am Freitagabend endlich wieder Gelegenheit, den Mond zu beobachten.
Hier dazu ein kurzer Bericht:
Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, TS HR Planetary 7mm
Kamera: Nikon D5200
Literatur: Oculum Reiseatlas Mond, Heavens Above Webpage
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 14.6.2013, 2145-2330 MESZ
---
Im vollen Vertrauen auf die Wettervorhersage und die aktuellen Satellitenbilder baute ich um kurz nach neun bei fast komplett bewölktem Himmel den MAK auf der Terrasse auf. Man kommt sich dabei schon etwas bescheuert vor... :biggrin:
Nach einer guten halben Stunde waren die Wolken weg!
Ein kurzer Blick mit dem Scopos 18er auf den Mond. Der muss noch warten, erst mal die Anlieferung für die ISS anschauen: Um zehn vor elf stieg erst die ISS von Westen her als heller Punkt am Horizont auf. Ein paar Minuten später folgte das ATV der gleichen Bahn. Deutlich dunkler aber durchaus noch auffällig. Schade, dass das Rendevous am Taghimmel stattfindet.
So, nun aber zum Mann im Mond:
Zuerst mal den Fotoadapter, den ich auf dem ATT gekauft habe, am Mond testen. Nach einigen Versuchen mit Belichtungszeit und Empfindlichkeit steht leider fest: Die Nexstar-Montierung ist wohl zu wackelig für lange Belichtungszeiten. Trotz Spiegelvorauslösung wackelt die Montierung beim Auslösen leicht. Na ja, Fotos machen ist ja auch nicht der Hauptzweck. Also auf höhere Empfindlichkeit gewechselt, damit die Belichtungszeit kurz wird. Das Resultat (mit NeatImage entrauscht) könnt Ihr im Anhang sehen.
Zurück zum visuellen Beobachten:
Im 7er Planetary war das Paar Aristoteles und Mitchell direkt am Terminator zu sehen, wie es aus dem Dunkel auftauchte. Die Böden beider Krater lagen waren noch schwarz, die Kraterränder tauchten schön aus der Mondnacht auf.
Etwas weiter östlich fiel mein Blick auf Bürg, dessen Boden bereits halb von der Sonne beschienen wurde. Die Hell-Dunkel-Grenze lief genau durch den Zentralberg. Hierduch ergab sich ein interessanter S/W-Kontrast. Der Krater halb dunkel und halb hell, und in der Mitte der Zentralberg mit seinem Schatten dazu invertiert.
Leider waren die Rimae Bürg schon nicht mehr sichtbar.
Jetzt aber wieder der Blick auf die Uhr. Um 2321 sollte ein heller Iridium-Flare am Westhimmel mit -6.8mag zu sehen sein. Aber was war das? Erst erscheint der Flare, dann verschwindet er wieder anstatt noch heller zu werden. Und dann taucht er wieder auf. Das hab ich noch nicht gesehen. Hat jemand von Euch eine Erklärung hierfür? :help: Ich vermute, dass der Satellit taumelte.
Dann noch ein Blick zum Saturn:
Hier war ich positiv überrascht. Ich konnte das 7er Planetary gut nehmen. Kaum Seeing. Die Cassini-Teilung war klar abgegrenzt zu erkennen. Möglicherweise machte sich hier aber auch mein neuer TS-Zenitspiegel vom ATT positiv bemerkbar. Die 10% mehr Licht müssen ja auch für irgendwas gut sein.
Leider war der Mond mittlerweile hinterm Nachbarhaus verschwunden, dass sich weitere Beobachtungen für diesen Abend erübrigten.
Fazit:
Die Nexstar-Montierung ist fotografisch nur bedingt tauglich aber für die paar Euro für die Adapter ein 1500er-Tele zu haben ist mal eine Abwechslung. Jeder wie er mag, aber ich werde wohl weiter beim visuellen Beobachten bleiben. Ich persönlich kann der Nachbearbeitung am PC irgendwie nicht viel abgewinnen.
Und: Ein besserer Zenitspiegel lohnt sich! :super:
Grüße,
Achim
nach längerer Zeit hatte ich am Freitagabend endlich wieder Gelegenheit, den Mond zu beobachten.
Hier dazu ein kurzer Bericht:
Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, TS HR Planetary 7mm
Kamera: Nikon D5200
Literatur: Oculum Reiseatlas Mond, Heavens Above Webpage
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 14.6.2013, 2145-2330 MESZ
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Im vollen Vertrauen auf die Wettervorhersage und die aktuellen Satellitenbilder baute ich um kurz nach neun bei fast komplett bewölktem Himmel den MAK auf der Terrasse auf. Man kommt sich dabei schon etwas bescheuert vor... :biggrin:
Nach einer guten halben Stunde waren die Wolken weg!
Ein kurzer Blick mit dem Scopos 18er auf den Mond. Der muss noch warten, erst mal die Anlieferung für die ISS anschauen: Um zehn vor elf stieg erst die ISS von Westen her als heller Punkt am Horizont auf. Ein paar Minuten später folgte das ATV der gleichen Bahn. Deutlich dunkler aber durchaus noch auffällig. Schade, dass das Rendevous am Taghimmel stattfindet.
So, nun aber zum Mann im Mond:
Zuerst mal den Fotoadapter, den ich auf dem ATT gekauft habe, am Mond testen. Nach einigen Versuchen mit Belichtungszeit und Empfindlichkeit steht leider fest: Die Nexstar-Montierung ist wohl zu wackelig für lange Belichtungszeiten. Trotz Spiegelvorauslösung wackelt die Montierung beim Auslösen leicht. Na ja, Fotos machen ist ja auch nicht der Hauptzweck. Also auf höhere Empfindlichkeit gewechselt, damit die Belichtungszeit kurz wird. Das Resultat (mit NeatImage entrauscht) könnt Ihr im Anhang sehen.
Zurück zum visuellen Beobachten:
Im 7er Planetary war das Paar Aristoteles und Mitchell direkt am Terminator zu sehen, wie es aus dem Dunkel auftauchte. Die Böden beider Krater lagen waren noch schwarz, die Kraterränder tauchten schön aus der Mondnacht auf.
Etwas weiter östlich fiel mein Blick auf Bürg, dessen Boden bereits halb von der Sonne beschienen wurde. Die Hell-Dunkel-Grenze lief genau durch den Zentralberg. Hierduch ergab sich ein interessanter S/W-Kontrast. Der Krater halb dunkel und halb hell, und in der Mitte der Zentralberg mit seinem Schatten dazu invertiert.
Leider waren die Rimae Bürg schon nicht mehr sichtbar.
Jetzt aber wieder der Blick auf die Uhr. Um 2321 sollte ein heller Iridium-Flare am Westhimmel mit -6.8mag zu sehen sein. Aber was war das? Erst erscheint der Flare, dann verschwindet er wieder anstatt noch heller zu werden. Und dann taucht er wieder auf. Das hab ich noch nicht gesehen. Hat jemand von Euch eine Erklärung hierfür? :help: Ich vermute, dass der Satellit taumelte.
Dann noch ein Blick zum Saturn:
Hier war ich positiv überrascht. Ich konnte das 7er Planetary gut nehmen. Kaum Seeing. Die Cassini-Teilung war klar abgegrenzt zu erkennen. Möglicherweise machte sich hier aber auch mein neuer TS-Zenitspiegel vom ATT positiv bemerkbar. Die 10% mehr Licht müssen ja auch für irgendwas gut sein.
Leider war der Mond mittlerweile hinterm Nachbarhaus verschwunden, dass sich weitere Beobachtungen für diesen Abend erübrigten.
Fazit:
Die Nexstar-Montierung ist fotografisch nur bedingt tauglich aber für die paar Euro für die Adapter ein 1500er-Tele zu haben ist mal eine Abwechslung. Jeder wie er mag, aber ich werde wohl weiter beim visuellen Beobachten bleiben. Ich persönlich kann der Nachbearbeitung am PC irgendwie nicht viel abgewinnen.
Und: Ein besserer Zenitspiegel lohnt sich! :super:
Grüße,
Achim
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