Mond und Planeten bei f/12

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Jan_Fremerey (verstorben)

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Am vergangenen Sonntag – 8. Februar 2009 – konnte ich zwei Wolkenlücken nutzen, um die DMK21 (monochrom) am FH 6“ f/20 bei auf f/12 verkürzter Brennweite zu testen. Hier sind – leider etwas verspätet – die ersten Ergebnisse.

Alle Summenbilder wurden mit AviStack gewonnen und zunächst in Fitswork mit dem dSinc-Algorithmus auf 160% (Mond und Venus) bzw. 240% (Saturn) nachvergrößert. Die Bilder von Mond und Venus erscheinen somit in demselben Abbildungsmaßstab, wie wenn sie unmittelbar bei f/19 aufgenommen worden wären, der Abbildungsmaßstab von Saturn entspricht einer Aufnahme bei f/28.

Die Weiterverarbeitung der vergrößerten Summenbilder erfolgte in Fitswork und Picture Publisher.

Venus stand schon sehr tief über den Dächern. Das Video sieht grausam aus, aber mit einer Belichtungszeit von 1/2000 s bei 800 Gain kommt doch ein einigermaßen konturenscharfes und „geschmeidiges“ Bild zustande.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/venus 090308 194537_Gg807t2000_AS1027v4211sf5md10sr8_krot90dSinc160itGdefGdef_0-1e9g100_540x470_PP.jpg

Das folgende Mondmosaik wurde aus drei Bildern zusammengesetzt. Die Belichtungszeit der Videosequenzen betrug jeweils ca. 1/600 s bei 800 Gain. Das Bild wurde auf den Kopf gedreht („Anflugperspektive“ - Süden oben), um einen möglichst realistischen Eindruck von der Mächtigkeit der Gebirgslandschaft zu vermitteln.

Achtung: Dieses Bild unterliegt wegen Überbreite der automatischen Schrumpfung. Die volle Größe mit Scrollbalken erreicht man über den Antwort-Button (unten links).

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Mond 090308 M3_205938-210157_cr_3e8-12e8g150_PPkcr.jpg

Saturn wurde mit 1/30 s (Rot und Grün) bzw. 1/15 s (Blau) und ebenfalls 800 Gain aufgenommen. Die Monde Dione (links) und Tethys wurden durch lokale Aufhellung sichtbar gemacht.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/RGB_B120_0-9e8g100_PPringegrs10muster_MondeMM6.jpg

Die Detailzeichnung ist in allen Fällen vergleichbar mit älteren Fotos, die mit 8,3 µm Pixelweite (avt Marlin F046B) bei f/20 aufgenommen wurden. Hier wie dort wurde mit Blendenzahlen f/D < 2,5 p gearbeitet, wobei p den in µm gemessenen Pixelabstand auf dem Kamerachip bedeutet.

Bei nächster Gelegenheit will ich an ein und demselben Zielobjekt durch Variation von Gain und Belichtungszeit versuchen herauszufinden, welchen Einfluss diese Einstellungen auf die Qualität der Bildergebnisse haben, und ob es sich – wie von mir erwartet – wirklich lohnt, zu Gunsten einer kürzeren Belichtungszeit mit verkürzten Brennweiten aufzunehmen. Über diese Frage hatten wir an anderer Stelle ausführlich diskutiert.

Die hier gezeigten Bilder lassen schon mal erkennen, dass der zur Verkürzung der Brennweite eingesetzte Achromat (f = 120 mm) keine inakzeptablen Qualitätseinbußen zur Folge hat.

Fragen und Kommentare – gerade auch kritische – sind stets willkommen!

Gruß, Jan
 
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DATUMSKORREKTUR

Die Videoaufnahmen entstanden zu folgenden Zeiten:

Venus: Sonntag, 8. März 2009, ab 19:45 MEZ
Mond: Sonntag, 8. März 2009 ab 2059 MEZ
Saturn: Montag, 9. März 2009 ab 00:21 MEZ
 
Hallo Michael,

danke für Dein Interesse. Bin selbst noch nicht so ganz überzeugt von meinen Ergebnissen, habe aber daraus gelernt und werde es bei der nächsten Gelegenheit nochmal mit etwas geeigneteren Mitteln versuchen ...

Gruß, Jan
 
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