Quanten
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Hallo Gemeinde
Gestern hatte ich eine sehr schöne Planetennacht bei mir im Garten, mit einem 7/10 Seeing nach Pickering.
Als Instrumente kam mein TS-Orion Planetennewton 200/1600 mit 0.98 Strehl und 17% Zentralabschattung, sowie mein TMB APO 80/600 mit 0.99 Strehl zum Einsatz. Beobachtet wurde am Newton mit 2x TV-Glaswegkorrektor mit Baader-Großfeldbinokular und TV-Plössels 15mm und TMB Mono`s 10mm. Was jeweils 213 und 320fach ergab. Am kleinen APO hatte ich jeweils 170 und 204fach eingestellt. Beide Instrumente waren gemeinsam auf einer Deutschen Montierung montiert, so dass man nur das Bino wechseln musste.
Zuerst habe ich Mars im Westen beobachtet, welcher nur noch ein Scheibchendurchmesser mit ca. 5,5" hatte. Es war noch Blickweiße eine kleine Pohlhaube im Newton zu sehen so wie eine große Oberflächenformation die wie die Syrte am Rand aussah und eine deutliche Phase des Planetenscheibchens. Im kleinen APO waren auch die Phase und die Oberflächenformation zu sehen.
Dann schwenkte ich zu Saturn, welcher wirklich klasse im Newton aussah, weil durch den Ring die asymmetrischen Beugungseffekte der FS-Spinne besser zerstreut werden und dadurch fast unsichtbar sind. Saturn sah aus wie immer, ABC-Ring Cassiniteilung, Bauchbinde, Planetenschatten auf dem Ring. Doch im Gegensatz zum kleinen APO zeigte der Newton ein viel helleres Bild welches locker auf 320fach gezogen werden konnte und bei noch besseren Luftmomenten ein weiteres Band im Pohlbereich zeigte. Der APO bestach durch einen wie festgenagelten Saturn auf einem Samtschwarzen Himmelshintergrund. Ebenfalls wahren ABC-Ring, Cassiniteilung, Bauchbinde, Planetenschatten auf dem Ring zu sehen, doch bei 170fach um einiges kleiner oder bei höherer Vergrößerung entsprechend Dunkler.
Dann kam der Mond dran, welcher sich mir schon seit Monaten von seiner besten Seite zeigt! Schön hoch in der Deklination mit einer guten Phase im Dämmerungszeitraum.
Das Mondbild im Newton haut mir regelmäßig das Blech weg!
Ein fast Voll-APO mäßiger Kontrast und oft an der Auflösungsgrenze des 8" mit ca. 0,5 Bogensekunden. Die Bilder erinnerten an die besten Aufnahmen von B. Wilken mit seinem 12" Schiefspiegler oder an M. Fiedler mit dem 14"MN!
Die feine Rille bei Rupes Recta und Krater Birt war kein Problem zu sehen. Die Hadleyrille an den Apeninnen war komplett zu sehen, mit der nördlichen Rima Fresnel.
Copernicus mit seinem Strahlensystem und unzähligen Kleinkratern und Gesteinsbrocken gaben ein faszinierendes Schauspiel! Das gleiche bei Clavius. Ohne Probleme konnte man ohne Kontrastverlust auf 320fach vergrößern. Ich verweilte alleine gut 1.5h nur am Mond und konnte mich nicht satt sehen. Immer wieder noch eine faszinierende Region und immer wieder Okularwechsel um zu sehen welche Vergrößerung noch geht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Der kleine APO war danach eher eine Ernüchterung, doch wollte ich sehen, welche Details dieser noch hergab. Besonders an der Hadleyrille versuchte ich mich, welche auch an ihrem breitesten Ausläufer bei Montes Apenninus noch wahrnehmbar war. Doch die feine Rille bei Birt blieb gänzlich unsichtbar.
Überraschend war aber noch die Bildhelligkeit des kleinen APO selbst bei 204fach und der noch recht gute Kontrast trotz Übervergrößerung.
Danach trennte ich noch ein paar schöne verschiedenfarbige Doppelsterne, welche sehr schön im APO aussahen.
Nach 4h spechteln baute ich dann total zufrieden und relaxt ab.
Und so wie es im Moment aussieht, werde ich heute Nacht wieder draußen verweilen!
So und jetzt gehe ich noch Sonne gucken….
Gruß Uwe
Gestern hatte ich eine sehr schöne Planetennacht bei mir im Garten, mit einem 7/10 Seeing nach Pickering.
Als Instrumente kam mein TS-Orion Planetennewton 200/1600 mit 0.98 Strehl und 17% Zentralabschattung, sowie mein TMB APO 80/600 mit 0.99 Strehl zum Einsatz. Beobachtet wurde am Newton mit 2x TV-Glaswegkorrektor mit Baader-Großfeldbinokular und TV-Plössels 15mm und TMB Mono`s 10mm. Was jeweils 213 und 320fach ergab. Am kleinen APO hatte ich jeweils 170 und 204fach eingestellt. Beide Instrumente waren gemeinsam auf einer Deutschen Montierung montiert, so dass man nur das Bino wechseln musste.
Zuerst habe ich Mars im Westen beobachtet, welcher nur noch ein Scheibchendurchmesser mit ca. 5,5" hatte. Es war noch Blickweiße eine kleine Pohlhaube im Newton zu sehen so wie eine große Oberflächenformation die wie die Syrte am Rand aussah und eine deutliche Phase des Planetenscheibchens. Im kleinen APO waren auch die Phase und die Oberflächenformation zu sehen.
Dann schwenkte ich zu Saturn, welcher wirklich klasse im Newton aussah, weil durch den Ring die asymmetrischen Beugungseffekte der FS-Spinne besser zerstreut werden und dadurch fast unsichtbar sind. Saturn sah aus wie immer, ABC-Ring Cassiniteilung, Bauchbinde, Planetenschatten auf dem Ring. Doch im Gegensatz zum kleinen APO zeigte der Newton ein viel helleres Bild welches locker auf 320fach gezogen werden konnte und bei noch besseren Luftmomenten ein weiteres Band im Pohlbereich zeigte. Der APO bestach durch einen wie festgenagelten Saturn auf einem Samtschwarzen Himmelshintergrund. Ebenfalls wahren ABC-Ring, Cassiniteilung, Bauchbinde, Planetenschatten auf dem Ring zu sehen, doch bei 170fach um einiges kleiner oder bei höherer Vergrößerung entsprechend Dunkler.
Dann kam der Mond dran, welcher sich mir schon seit Monaten von seiner besten Seite zeigt! Schön hoch in der Deklination mit einer guten Phase im Dämmerungszeitraum.
Das Mondbild im Newton haut mir regelmäßig das Blech weg!
Ein fast Voll-APO mäßiger Kontrast und oft an der Auflösungsgrenze des 8" mit ca. 0,5 Bogensekunden. Die Bilder erinnerten an die besten Aufnahmen von B. Wilken mit seinem 12" Schiefspiegler oder an M. Fiedler mit dem 14"MN!
Die feine Rille bei Rupes Recta und Krater Birt war kein Problem zu sehen. Die Hadleyrille an den Apeninnen war komplett zu sehen, mit der nördlichen Rima Fresnel.
Copernicus mit seinem Strahlensystem und unzähligen Kleinkratern und Gesteinsbrocken gaben ein faszinierendes Schauspiel! Das gleiche bei Clavius. Ohne Probleme konnte man ohne Kontrastverlust auf 320fach vergrößern. Ich verweilte alleine gut 1.5h nur am Mond und konnte mich nicht satt sehen. Immer wieder noch eine faszinierende Region und immer wieder Okularwechsel um zu sehen welche Vergrößerung noch geht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Der kleine APO war danach eher eine Ernüchterung, doch wollte ich sehen, welche Details dieser noch hergab. Besonders an der Hadleyrille versuchte ich mich, welche auch an ihrem breitesten Ausläufer bei Montes Apenninus noch wahrnehmbar war. Doch die feine Rille bei Birt blieb gänzlich unsichtbar.
Überraschend war aber noch die Bildhelligkeit des kleinen APO selbst bei 204fach und der noch recht gute Kontrast trotz Übervergrößerung.
Danach trennte ich noch ein paar schöne verschiedenfarbige Doppelsterne, welche sehr schön im APO aussahen.
Nach 4h spechteln baute ich dann total zufrieden und relaxt ab.
Und so wie es im Moment aussieht, werde ich heute Nacht wieder draußen verweilen!
So und jetzt gehe ich noch Sonne gucken….
Gruß Uwe