Monddetails 20.04.

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Spacecadet

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Hallo,
ich habe heute bei hochfrequentem, aber phasenweise brauchbarem Seeing meine ersten langbrennweitigen (ca. knappe 5m Brennweite) Monddetails aufgenommen. Mit dem 10"SC ACF von Meade habe ich mit einer i-Nova-Farbkamera auf bekannte Ziele unseres Nachbarn gehalten. Von 2000 Frames habe ich von 500 mit Registax gestackten in Fitswork den Grünkanal extrahiert und diese mit dem Deconvolution-Filter geschärft. Ich hatte den Fringe-Killer-Filter (also einen Minus-Violet-Filter) verwendet, weil ich damit am Achro gute Erfahrungen gemacht hatte. Dann habe ich nochmal die Wavelets bei Registax eingesetzt und geglättet.
Die Bearbeitung ist nicht so einfach, ich hätte das Ganze wohl sorgfältiger angehen sollen, aber ich musste das heute noch fertigmachen.
Meine Frage: Sind eindeutig Artefakte zu erkennen, ich sehe vielleicht vor lauter Kratern die Doppelbilder nicht?
Wenn ich die Bilder verkleinert hätte, kämen sie sicher besser rüber, aber so könnt Ihr besser Fehler erkennen.
Leider ist der Chip der Cam sehr klein, man sieht immer nur Mini-Ausschnitte.
Jedenfalls freue ich mich über meine ersten Kleinkrater in Plato, die nicht nur angedeutet sind, sondern wie echte Gruben aussehen und träume jetzt von Kratern und Maregebieten - Gute Nacht, viele Grüße und CS
Martin
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
So, nun habe ich heute doch noch mit den Bildern gearbeitet, obwohl ich eigentlich was Besseres zu tun hätte.
Aber der Plato ist schon besser, man muss eben andere Schärfungsradien nehmen, und ich hatte auch mal den Mut zu Artefakten, die ich wieder rausgebügelt habe. Jetzt sind die Kleinkrater einwandfrei da.
Zum Vergleich noch Clavius mit dem 6 Zoll Refraktor, da geht alles ganz schnell und ist Routine. Der Macht sich am Mond bei nicht optimalem Seeing richtig gut, finde ich.
Viele Grüße und CS
Martin
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das seeing war sicher nicht wirklich gut.
Ich hätte vermutlich mit originaler Brennweite gefilmt.
Irgendwann lässt sich das Seeing nicht mehr gescheit stacken, wenn es zu stark ist.
Wenn du einen größeren Chip mit höherer Auflösung hast (wie ich) dann kann das stacken zur Geduldsprobe werden - das dauert auch mit AS Stunden....
 
Hi Peter,
wann ist das Seeing hier schon einmal wirklich gut und der Mond steht auch noch über 30 Grad hoch?
Na ja, du hast schon recht, aber die Barlow hat schon was gebracht, ich habe alle möglichen Kombinationen ausprobiert, wobei der 6 Zoll Achro bei 3000mm ein guter Kompromiss ist.
Hier noch mal ein auf Detail getrimmter Clavius mit 10" bei knappen 3000mm und kappen 5000mm (neu geschärft wie Plato oben). Da sieht man schon ein paar Details mehr. Probieren geht über studieren!
Als Zugabe noch einen Copernicus.
Viele Grüße und CS
Martin
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
So, meine Lernkurve bei langbrennweitigen Bildern hat ihren (vorläufigen) Abschluss, deswegen als Beispiel die Endfassung von Copernicus ohne Gerausche. Die Schärfungsradien sind schon ungewohnt und man kann auch ohne Überschärfung mit den "kleinen" Layern was herausholen.
Grüße und CS
Martin
 

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Hallo Martin.
Also, von der Schärfe mag die "Endfassung" besser sein, den Kontrast und die Helligkeitseinstellung finde ich bei dem Bild davor aber weitaus natürlicher. Bei der "Endfassung" wirkt das Umfeld zu dunkel und konturenlos.
Sonst schon sehr schöne Monddetails.
LG
Rudolf
 
Danke für die Antwort und den Hinweis, Rudolf!
Bei relativ großen Brennweiten bin ich am Mond ganz am Anfang, das ist, wie gesagt, meine erste einigermaßen brauchbare Serie. Selbst bei erfahrenen Mondfotografen sieht man ja ab und an ausgebrannte Kraterränder und kleine Pünktchen, bei denen man nicht weiß, ob es Gerausche ist oder doch kleine Krater sind.
Ich hatte mir den fotografischen Mondatlas vom Oculum-Verlag neben den Monitor gelegt und mich an den rauschfreien Bildern dort orientiert - auf Kosten der Umgebung von Copernicus.
Vielleicht bekommen ich ja doch noch eine gelungene Mischeung aus den beiden Copernicussen hin, dann gibt es ja trotz Wolken etwas Astronomie am Wochenende.
Viele Grüße und CS
Martin
 
Hi Martin ;-)

tolle Bilder !!!

Gruss
Claude
 
Ja, danke Claude!
Clavius und Plato bekomme ich ganz gut hin, bei Tycho weiß ich trotz vieler Vergleiche nicht, ob da nicht doch Wackler und Doppelstrukturen drin sind, und Copernicus ist echt anstrengend, entweder das Kraterinnere ist gut, aber draußen ist nichts zu sehen, oder draußen ist es OK und im Krater verrauscht und zu hell. Na gut, Übung macht den Meister.
Grüße und CS
Martin
 
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