Mondfotografie mit Maksutov 1400/100 +Filter??

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Rudolfo

Aktives Mitglied
Hallo zusammen
Als Anfänger möchte Ich gerne mit meinem Maksutov Teleskop 1400/100 und der Sony Alpha 6000 APS-C Kamera Mondfotografie betreiben.
Welche Filter oder Utensilien werden empfohlen oder benötigt um ein schärferes Bild zu bekommen?
Welche Belichtungszeit und ISO-WERTE könnt ihr empfehlen?
Und habt ihr auch einen Trick zum Scharfstellen?
Ich bin super vorsichtig beim Scharfstellen aber es zittert schon beim anschauen.
Ich stelle halt scharf und warte kurz und entscheide mich dann für evtl. weiteres korrigieren .
Aber wie gewohnt bei der Tagfotografie ist es leider nicht.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und verbleibe bis bald.
CS
Rudi
 
Hallo Rudi,

Probier doch mal ne Hartmann Maske mit drei ausgeschnittenen Dreiecken aus schwarzen Karton auszuschneiden, die hatte bei mir Anfangs am Mond prima funktioniert mit ner DSLM zum Fokussieren.
Ich hatte auch mit gestackten JPG`s gute Aufnahmen gemacht mit kontinuierlichen Rolling Elektronischen Shutter Belichtungen.
Denke mal nicht dass du an deinem Mak mit dem dicken Korrektor einen UV/IR Cut brauchst, mein Mak schneidet auch diesen Bereich relativ frühzeitig ab.
Farbfilter wie so nen grünen z.B. funktionieren schlecht mit einem RGB Sensor.
Belichtungszeiten war ich da um die 1/100 auch leicht etwas schneller in RGB bei guter Transparenz/Seeing.
Muss man mal durchprobieren lokal bei einem.

Clear skies,
- Martin
 
Einen wunderschönen guten morgen



Endlich ist das 1. Mondfoto von der Pfanne. Lange hat*s ja gedauert.
Nun bitte ich euch um ein Urteil, was ich falsch gemacht habe bzw. was zu verbessern wäre damit ich aus den Fehlern lerne.
Speziell für negative Kommentare bin ich gerne empfangsbereit - also keine Hemmungen.


Aufgenommen mit dem Maksutov 1400/100, plus Sony APS-C Alpha 6000 direkt an das Teleskop, 45 Bilder in RAW, ISO 1000, 1/40 sek.

In Pipp ausgerichtet,
20% der Bilder Stakking in Autostakkert,
bearbeitet und geschärft in Lightroom classic.

Fertig.

Ergebnis # 1
2024_Jun_01_19-50-46__01__mond in LR.jpg



Aufgenommen mit dem Maksutov 1400/100, plus Sony APS-C Alpha 6000 direkt an das Teleskop, 45 Bilder in RAW, ISO 1000, 1/40 sek.

In Pipp ausgerichtet,
20% der Bilder Stakking in Autostakkert,
geschärft in Topaz Photo AI.
Fertig.

Ergebnis # 2

DSC08271_lapl4_ap965-topaz-sharpen.jpg





Aufgenommen mit dem Maksutov 1400/100, plus Sony APS-C Alpha 6000 direkt an das Teleskop, 45 Bilder in RAW, ISO 1000, 1/40 sek.

In Pipp ausgerichtet,
20% der Bilder Stakking in Autostakkert,
geschärft in RegiStax
Fertig.

Ergebnis # 3

Mond gestackt und registax geschärft.jpg


Ich hoffe ich bringe keinen Stress in das forum und verbleibe bis bald.

Besten Dank auch jetzt schon an die Kommentatoren.

mit freundlichen Grüßen

Rudi
 
Hallo Rudi,

Ich erstelle ab und an Bilder vom Mond mit einer Panasonic LUMIX G70, entweder am 110/770mm Refraktor oder am 254/3048mm Cassegrain.

Welche Filter oder Utensilien werden empfohlen oder benötigt um ein schärferes Bild zu bekommen?

Filter nehme ich bei der Mondfotografie keine. Hilfreich ist bei meiner Kamera die Lupe, damit kann ich gut fokussieren.

Welche Belichtungszeit und ISO-WERTE könnt ihr empfehlen?

Ich nehme mit ISO-Werten von 8.000 bis 10.000 auf und belichte mit 1/10.000 bis 1/16.000 Sekunde. Ich nehme dabei mit der Serienbildfunktion der Kamera meist über 1.000 Bilder im jpg-fine Format auf von denen ich 25 bis 30% verwende.

Und habt ihr auch einen Trick zum Scharfstellen?
Ich bin super vorsichtig beim Scharfstellen aber es zittert schon beim anschauen.

Wenn alles zittert dann ist die Montierung nicht stabil genug. Beim Cassegrain nutze ich einen Motorfokus um zu fokussieren.

Nun bitte ich euch um ein Urteil, was ich falsch gemacht habe bzw. was zu verbessern wäre damit ich aus den Fehlern lerne.

Kürzer belichten. Akribisch fokussieren. Deutlich mehr Bilder erstellen. Bei der Bildverarbeitung nicht zu sehr schärfen.



Ein paar Bilder von mir:


Wie schon geschrieben nehme ich Bilder mit diesen Teleskopen vom Mond auf:
  • 110/770mm ED-Refraktor.
  • 254/3048mm Cassegrain.
Der ED-Refraktor sitzt entweder auf eine Vixen-APZ oder Seite an Seite zusammen mit dem Cassegrain auf einer Losmandy G11




Der Cassegrain sitzt auf einer Losmandy G11.


2022-02-12-Mondbeobachtung.jpg


Als Kamera verwende ich eine Panasonic LUMIX G70. Das Aufnahmeformat ist "jpg-fine". Ich fokussiere mit der Lupe der Kamera, mit der ich das Bild auf dem Monitor oder dem Sucher der Kamera 10x vergrößern kann.
Ich fokussiere mit dem ED-Refraktor händisch mit der Untersetzung vom Okularauszug, beim Cassegrain über einem Motorfokus.
ISO: 8.000 bis 10.000. Belichtungszeiten: 1/8.000 Sekunde bis 1/10.000 Sekunde.
Bildbearbeitung:
  • RegiStax6.
  • GIMP.

Der Mond.


Aufgenommen am 110/770mm Refraktor mit einer Panasonic LUMIX G70 auf der Vixen-APZ Montierung.

  • 25% von 723 Bildern.
  • 1/3.200 Sekunde belichtet.
  • ISO: 8.000.
  • Weißabgleich: Automatik.


2024-02-15-Mond.jpg


Der Mond.


Aufgenommen am 110/770mm Refraktor mit einer Panasonic LUMIX G70, Seite an Seite mit dem 10" Cassegrain auf einer Losmandy G11 Montierung.

  • 30% von 1219 Bildern.
  • 1/10.000 Sekunde belichtet.
  • ISO: 8.000.
  • Weißabgleich: Automatik.


2024-01-20-Mond.jpg


Der Mondterminator.


Aufgenommen am 254/3048mm Cassegrain mit einer Panasonic LUMIX G70.

  • Panorama aus drei Bildern.
  • 30% von insgesamt 1348 Bildern.
  • 1/1.600 Sekunde belichtet.
  • ISO: 10.000.
  • Weißabgleich: Automatik.


2024-01-20-Mondterminator.jpg


Viele Grüße
Gerd
 
aha
das sieht natürlich schon viel besser aus als das meinige. Werde beim nächsten mal deine Ratschläge befolgen.
ich denke auch dass dein Fernrohr die bessere Optik hat als mein Maksutov.

aber ich verwende das im MOment was ich habe um an Erfahrungen zu sammeln.

bis bald und Danke nochmals

viele Grüße bis demnächst

Rudi
 
Moin Rudi,

Hast du die Bilder von nem einfachen Stativ gemacht? Zwecks PIPP zum ausrichten der Frames würde ich tippen. Hast ja auch keine Angaben gemacht, darum...

Persönlich hätte ich knapp alle Bilder geschnappt zum Stacken, da schon recht wenige, vielleicht bei Wind dann so das eine oder andere rausgemacht bei wenigen übersehbaren.

Gut ich habe so Sachen mit den JPGS meiner Olympus gemacht, und vor über zwanzig Jahren mit dem Lightroom 3. Einzelbilder bearbeitet von meiner Nikon.

Bisschen ab vom Thema war auch am Digiscoping mit ner Coolpix an einem alten Spektiv fuer den Mond, das hat auch sicher Spass gemacht. Sollte wieder mal meine alte Festplatte rauskramen. :)

bearbeitet und geschärft in Lightroom classic.
Ich hatte da bei meinem LR3.?... so eine Funktion im Schärfen wo man selektieren konnte in welchen Bereich man schärft, das war mit der Alt oder Ctrl Taste wo man reingehen konnte.
Ich bin damit ziemlich gut zurecht gekommen. Ging aber auch ne gute Weile bis ich das zufällig gefunden hatte.....


In RAW bin ich nicht zurecht gekommen damals mit dem Stacken, und hatte aufgeschnappt das es bestens geht mit den jpgs bei neutralen Einstellungen, da gingen auch die Fotos viel schneller zu speichern auf der Kamera. Mal so hundert oder mehr(erinnere mich gerade nicht, waren aber schon einige) aufzunehmen ging recht schnell, gut danach musste die Kamera dass erstmal "verdauen":LOL:
Um die Kamera zu schonen ein bissl, meine macht da vielleicht 25000 mechanische Obturationen hatte ich immer diesen Silent Shutter genutzt, dass heist über den Sensor ohne den mechanischen Shutter die Belichtungszeiten steuern.
Damit hat meine heute weit ueber 100k Obturacionen, der mechanische gerade mal 500 :LOL:, die beiden Olympus die ich habe sind noch nagelneu praktisch gesehen(+/-) da sie immer mit dem Programm am PC liefen über Wifi, und der Akku wurde ein selbstbau Dummy eingesetzt, somit ist das Rauschen auch niedriger da keine Batterie mehr schlapp macht.
Warm werden se die Sensoren und Elektronik der DSLR(M) was sich noch in Grenzen hält, fuer den Sommer hatte ich mir ne Kupferplatte drangebaut mit nem Lüfter.... Hat ein wenig die Kamera geschont in meiner warmen Ecke.
Gut musst jetzt auch mal sehen dass zwischen meinen alten Olympus und deiner Sony schon ein par Jahre sicher dazwischen stehen. Ich hab aber meine immer noch gerne, auch wenn ich heute kleine Astrocams fuer den Himmel nutze.

Deine Belichtungszeiten mit ner RGB DSL(R)M Kamera sehe ich zu langsam, besser mit denen so ab 125/250zigstel oder was mehr. Ich ging zwar nicht hoch so wie der Gerd oben, aber schneller ist Vorteilhafter.
Sehr schnelle Belichtungszeiten habe ich gerne wenn das Seeing es zulässt im schnelleren Wellenlängen Bereich mit Monocams plus Filter. Bei IR oder R macht das ja keinen Sinn, gut fuer mich. Habe auch noch so ein par Sachen dazu zui lernen. ;)


Ein 40zigstel wäre mehr spezifisch mit Monocams und dedizierten Filtern, je nach Wellenlänge bei Detailaufnahmen je nach Seeing. Der Erfinder von AS3 hatte schon mal auf CN kleine Details suggeriert, aber das nimmt man unter Betracht der Kombination Filter/ MM-Cam/ Seeing/ plus in welcher Bildtiefe man aufnehmen möchte.

Das ist ein nettes Tool, speziell im Registack6, das neue mag ich nicht so. Mit dem wirst du noch gut vorankommen, habe ich gerne fuer den Mond.

Den Fokus trifft man einfacher mit ner drei Loch Maske, am Terminator des Mondes. Kannst auch mal ne Bahtinov nebendran am Stern probieren.

Die Spiegelfokussierung kann bei manchen Teleskopen nicht so intuitiv sein(ziehmlich grob), habe da gerade so ein Patient bei mir daheim. Wenn Platz da ist kann man auch versuchen ein bisschen größeres Rad provisorisch mit einfachen Mitteln dran zu machen. Manchmal reicht ne kleine leichte Wäscheklammer.
Viele Drucken sich ihre eigenen Teile, muss man auch mal nachwühlen falls man dort einen Punkt verbessern möchte.

Ich wünsche dir noch freudiges weitermachen!

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Rudi,


auch mit deiner Optik wird schon einiges möglich sein.
Siehe hier zum Beispiel der Mond mit 400mm Beroflex Objektiv, Asi462mm mit Rg610 Rotfilter + Ir-Cut:
Moon_210424_211303c.jpg


Aber Einzelfotos mit einer Systemkamera wäre mir für Mond & Planetenaufnahme zu umständlich.

Mit einer kleinen Astrokamera ist da so viel möglich:
- direkte Avi Aufnahme
- mit hoher Framerate
So sind in wenigen Sekunden tausende Frames / Einzelbilder im Avi.
- meist kleinere Pixel, bei dir wäre auch ohne Barlow das Auflösungsvermögen der Optik erreichbar.

Nachteil: der kleine Sensor.
Da ist für den kompletten Mond ein Mosaik nötig.
Hier z.B. ein Abschnitt mit der Asi462mm am 12" F5 Dobson mit 1500mm Brennweite:
Moon_120524_204940_lapl5_ap1739_4testgs.jpg


Aus 7 sich leicht überlappenden Abschnitten habe ich dann mit der Freeware Microsoft ICE dieses Mosaik erstellt.
Moon_120524_204940c.jpg


Gruß,
Holger
 
Hallo Martin und Holger
was ich jetzt schon beim nächsten Einsatz weiß ist dass ich viel kürzere Belichtungszeiten und viel mehr Bilder machen muß.
Die 45 Aufnahmen entstanden auf einer Star Adventurer GTi die den Mond brav nachverfolgt hat. Leider war es dann Wolkentechnisch nicht mehr möglich mehr zu machen.
Das mit dem Schärfen ist echt eine sehr feinfühliges Arbeiten. Habe ich erst nach dem fertigen Bild gesehen - gut beim nächsten mal mit angezogener Handbremse den Regler betätigen.
Im Moment habe ich keine ASI. das ist natürlich eine andere Sache. Ich werde erstmal mein vorhandenes Setup benützen um Erfahrungen zu sammeln.
Gekauft ist der Rest schnell.
Also weiter mit den negativen Kommentaren. Dafür bin ich jetzt schon dankbar um somit meine Erfahrungen damit weiter ausbauen zu können.

bis bald und servus
Rudi
 
Hallo Rudi,

Da würde ich erstmal beim Manual der Kamera nachgucken, wenn du mit dem elektronischen Shutter arbeiten kannst, lassen sich sehr viele Einzelbilder machen.
Man sollte da schon ein bissl aufpassen mit dem mechanischen Shutter. Meistens im besten Falle sind die mechanischen Shutter auf rund +/-25.000 Obturationen ausgelegt. Mann kann Glueck haben und die macht +40.000, was nicht die Regel ist, kommt auf die Kamera an, Sony kenne ich dabei nicht.
Bin jetzt bei der Bedienungsanleitung von deiner auch nicht schlauer geworden zwecks Funktionen.
Vor vielen Jahren hatte ich damit meine D40 und D80 bis aufs bittere Ende ausgelutscht. Reparatur hatte ich keinen gescheiten Preis gefunden.
Videos zu konvertieren aus meinen heutigen Olympus hatte keine Lösung mir gebracht, und habe einige Stacker probiert. AS3 damals konnte damit nichts anfangen.


Die 45 Aufnahmen entstanden auf einer Star Adventurer GTi die den Mond brav nachverfolgt hat.
:y:, Klasse damit geht es schon mal gut voran:)

Leider war es dann Wolkentechnisch nicht mehr möglich mehr zu machen.
Bei mir zumindest die par mal im Jahr wo es richtig passt mit dem Himmel kompensieren gleich richtig alles aus. Ich habe auch sehr gerne meine Okus genau fuer diese Momente. ;)

Im Moment habe ich keine ASI. das ist natürlich eine andere Sache.
Ich habe zwar eine, aber die Videofunktion ist schon was schwach, die ist ziemlich lahm und das Wifi an den Tablets das geht einem gut auf den Geist.

Wenn man die über viele Umwege betreiben kann uebers RJ45 Kabel am PC geht das gleich viel besser, aber immer fuer Aufnahmen in Videos noch zu lahm.

Viele studieren sich das durch und nehmen einen Mini PC, der dann ein vielfaches Flotter ist mit den Astrocams. Muss man gefallen haben an sich am Arbeiten mit so Dingern.

Ansonsten Labtop mit Steckdose nebendran, da gibts einige Programme die gut laufen. Ich nutze Firecapture sehr gern.

auch mit deiner Optik wird schon einiges möglich sein.
Ja vom Prinzip aus schon, sollte man abchecken an einem defokussierten gut sichtbaren Stern.
Justierung kriegt man auch gut gemacht in der Video Übertragung von der DSLM zum PC. Muss nicht immer im Zenit sein wo man schlecht an die Schrauben kommt. Ein künstlicher gerade aus im Dunkeln geht da praktischer dabei.
Ich habe derzeit zwei Maks, einer geht echt gut auf der Monti zum Justieren, da komm ich gut an die Schrauben dran, der andere ist ganz schlimm und die Schrauben sind recht schwierig fummlig accessible. Mein Nacken mag das auch nicht so gerne um die zu finden.

Bei heutigen Modellen kommt man normalerweise gut intuitiv dran.

Wichtig ist das man sich vorher gut informiert und nicht der Spiegel danach lose ohne Schrauben hängt. Brauchts seine Gewohnheit und gewisse Vorsicht.
Alles mit Maß und gutem Ziel.

aber ich verwende das im MOment was ich habe um an Erfahrungen zu sammeln.
Richtig so, :y: Man nehme sich erstmal die Zeit dafür in aller Ruhe, jetzt kommt erstmal die Gutmütigere warme Jahreszeit. Okulare auch nicht vernachlässigen;)


Clear skies,
- Martin
 
das mit den Okularen ist dann das nächste Kapitel.
Ich habe 2 Stück ein 25 mm und ein 17 mm. Ich denke die beiden werden erst mal reichen für die Aktion.
bin gespannt wie es dann weitergeht. und vor allem auf die Ergebnisse mit den Okularen.
dann bis bald
Rudi
 
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