Mondfotos beim schlechten Seeing (29./30.03.2018)

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Witold_Münster

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Hallo,
konnte heute Nacht paar Sachen austesten, denn ich kriege die Fotos nicht so wie ich es mir wünschen würde. Habe leider keinen Vergleich der Rohdaten von anderen Astrofotografen. Wie ich schon in einem anderen Beitrag schrieb, kann ich z.Z. nur mit einer Cam arbeiten, da mein LapTop mit Fire Wire den Geist aufgegebn hat.

So wie es scheint, entweder bearbeite ich falsch die Videos oder die Unschärfe (unabhängig vom Seeing) liegt eventuell in einem internen Problem bei der verwendeten Optik. Ich möchte den Teufel nicht im Voraus an die Wand malen und werde in den kommenden Tagen einen ausführlichen Test mit einem zusätzlichen motorisierten OAZ machen. Es kann natür lich auch sein, dass die DMKs mit der Optik nicht so gut zusammenarbeiten (?).

Schade, dass das Wetter zur Zeit so wechselhaft ist mit sehr schlechtem Seeing. Gerade die Mondregionen, die ich hier abgelichtet habe (mit Vallis Schröderi, der Gegend um den Krater Reiner mit Reiner Gamma etc.) sind sehr spannende Fotomotive.

ich hoffe, das Euch trotzd der Tatsache, dass die Motive nicht knacj´k-scharf sind die Fotos inspirieren, und Ihr die Gegenden selbst ins Visier nimmt.

Viele Grüße, cs und schöne Ostern

Witold

 

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Hallo Witold,

das mit dem schlechten Seeing kann ich bestätigen. War bei mir nicht anders und da nützt auch die beste Ausrüstung nichts.

Deine Ergebnisse sind dafür auch noch recht gut. Für meinen Geschmack nur etwas zu viel geschärft.

Wie war denn Dein Workflow ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

hätte eine Große Bitte: könntest Du bitte hier im Forum drei separate Beiträge für Vergleiche - auch für andere die den Mond abknipsen - mit ein paar Fotos (je 2-3 Motive bei schlechtem Seeing, mittleren Seeing und beim gute Seeing) in Gegenüberstellung als Rohdateien vor der Verarbeitung und als das Ergebnis nach der Verarbeitung (nach dem Stacken) mit den entsprechenden Daten hier reinstellen. Das wäre echt toll :super:
So bekommt man ein wenig mehr Gefühl wo man gerade steht und einen guten Vergleich.

Vielen Dank auch für die Kritik (Bin grundsätlich bei optimalen verhältnissen kein Freund von Schärfen aber hier bei so schlechter Qualität kommen doch noch mit dem zusätzlichen Schärfen ein paar Details zur Sprache).

viele Grüße
Witold
 
Hallo Witold,

das mache ich anders. Ich bin gerade auch dabei meine Aufnahme zu bearbeiten. Ich werde dann später hier Summenbild und Endergebnis zeigen.
Ich muss Dir aber schon mal recht geben. Bei schlechten Bedingungen muss man schon mehr schärfen um noch Details sichtbar zu machen. Das wird gerade auch bei meiner Bearbeitung deutlich. Ich habe größere Schärfungsradien verwendet und dann auch nochmal auf 75% verkleinert.

Gruß,
Holger
 
… hier ein Blick in meine nächtliche Werkstatt ?)
Ist halt noch eine Baustelle und viel Arbeit …

Auf dem letzten Foto sieht man den Hof von der Luna. das Wetter war echt nicht so dolle. 30 Minuten Später gab es schon dichten Nebel und noch halbe Stunde später so gegen 3 Uhr war dann endgültig Feierabend.

Gruß
Witold
 

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Hallo Witold,

hier als Vergleich im Anhang Aristarchus mit Summenbild und Endergebnis allerdings nur moderat geschärft und auf 75% verkleinert.

Gruß,
Holger
 

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Hallo Holger,
hmm, das ist ja interessant. Dann mache ich etwas falsch, denn die Rohbilder sind nicht mal so schlecht.
Im Folgenden drei Beispiele. Zuesrt das von heute Nacht (chlechter Seeing). Ich muß die Beispiele auf drei Beiträge hier aufteilen.
 

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Bilder bei mittlerem Seeing:
 

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Hallo Witold,

ich glaube der Eindruck täuscht, da das Histogramm links noch viel Freiraum hatte. Ich habe jetzt mal den linken Rand bis zum ersten Berg gezogen um das zu verdeutlichen.

Im Anhang das bis auf's Histogramm noch unbearbeitete Summenbild in Originalgröße.
Es zeigt hier bereit mehr Details als Dein Summenbild bzw. wirkt schon etwas schärfer. Eventuell war da mein Seeing doch etwas besser. Es ist auch die beste Aufnahme des Abends, alle anderen waren deutlich schlechter.

Gruß,
Holger
 

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Hallo Holger,

irgendetwas funktioniert hier nicht mit dem Hochladen der Bilder. Format und Größe stimmen aber die Bilder werden nicht angezeigt (gerade die Rohbilder). Auch in Deinem neuen Beitrag sehe ich nur ein Fragezeichen.

Viel Grüße
Witold

 
Moin Holger,

wohin könnte ich Dir ein paar unkomprimierte Fotos senden. Irgendwie gibts hier Probleme. Auch kannst Du schlecht nur die auf paar hundert Kb reduzierte Daten beurteilen.
Du kannst mir auch unter: buero (ET) kulturforum-arte.de Deine Kontaktadresse mitteilen. So könnten wir problemlos größere Daten austauschen.

Schönen Samstag und cs
Witold


PS: Nachdem ich diesen Beitrag gesendet habe, konnte ich Dein Bild wieder sehen. Aber bei meinen obigen Beiträgen gibts immer noch Probleme mit der Darstellung der Bilder (auch auf anderen Rechnern, d.h. das Problem liegt bei astronomie.de). verursacht)
 
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Hallo Witold,

na auch schon wieder wach. Ich kann die Bilder sehen wenn ich eingeloggt bin. Für größere Dateien verwende ich den Bilderdienst abload.de. Unkomprimiert müsste da dann das png Format sein.

Gruß,
Holger
 
Hallo Witold!

Aus Deinen anfangs geposteten Bildern entnehme ich:

1. Deine Optik scheint recht gut zu sein, sie ist jedenfalls nicht das primäre Problem.

2. Die DMK 21 benötigt an deiner Optik mindestens eine 2fach Barlow, eigentlich sogar 2,5fach. Lies Das Tutorial Abschnitt "Anpassung der Kamera". Die DMK 21 ist nicht die ideale Mondkamera. Hast Du noch andere Kameras?

3. Die Bilder haben zu viel Rauschen. Bei kurzer Belichtung sollten mindestens 400 von 1000 Bildern gestackt werden. Die Belichtungszeit sollte nicht zu kurz sein, und das Gain sollte bei IC.Capture nicht zu hoch eingestellt sein.

4. Die Bilder sind nicht optimal und zu stark geschärft.

5. Deine Optik benötigt für gute Bilder schon ganz hervorragendes Seeing, wie es nur selten im Jahr eintritt.

6. Das Teleskop muss gut ausgekühlt sein (dauert bei deinem Gerät im Winter mehrere Stunden, falls die Hütte geheizt ist). Die Kollimation muss genau stimmen. Lies das Tutorial, Abschnitt 0.

7. Aus Zeitmangel benutze ich im Moment Avistack 2 64 Bit im automatischen Mode, Einarbeitung praktisch NULL, dennoch respektable Bilder (zum Beispiel das hier gepostete Tageslicht-Bild).

Auf jeden Fall sind bei guten Bedingungen und Beachtung von 1...6 erstklassige Bilder mit deinem Gerät möglich. Also ran an die Buletten.....

Gruß, Peter

 
Hallo Peter,

hatte leider die letzten Tage nicht so viel Zeit gehabt und das Studium des für mich in Frage kommenden Equipments wird bei mir noch ein wenig dauern. Auf jeden Fall konnte ich mir ein wenig das Tutorial Mond/Planetenfotografie mit den dort vorhandenen Links zu weiteren Artikeln anschauen. Es ist alles nicht einfach und hat man niemanden in der Nähe, der das vor Ort zeigen kann, dann ist das ein mühevolles Geschäft.

Ich habe mittlerweile die DMK 21.AF.04.AS USB und eine DFK21.AF.618 FireWire (leider nicht in sw Variante) und je eine DFK und DMK 31 und 41 alle als FireWire. Aufgrund der beiden defekten Laptops (beide mit Fire Wire Anschluß) kann ich z.Z. nur die eine DMK 21 mit USB nutzen. Das ist sehr frustrierend.

Die Optik ist fest installiert in einem unbeheitzten Observatorium mit gut gedämmten Wänden und Dach.

Mit Programmen habe ich bis jetzt vor allem mit Registax6 und seit kurzem mit Autostakkert 3. Avistack kenne ich noch nicht.

Ich weiß nicht mal, wie wirklich gute Aufnahmen (als Video und als Rohbild aussehen). Das wäre doch ein guter Anfang, damit man entscheiden kann, wann es sich wirklich lohnt an die Buletten ranzugehen ;-)

Viele Grüße und jederzeit einen guten und klaren Himmel

Witold


PS: Heute Morgen nach dem Mondaufgang kamen verstärkt Schleierwolken und Nebel. So konnte ich nichts mehr machen.
 
Hallo Witold!

Die Kamera DFK21AF618.AS ist eine feine Kamera für direkte Planetenaufnahmen in Farbe. Für den Mond ist die DMK41AF02.AS immer noch eine sehr gute Lösung. Alle unsere weltweit verbreiteten Mondbilder wurden mit dieser Kamera gemacht. Genaue Info über deine Kameras im Vergleich zu aktuellen CMOS Kameras bekommst Du im Tutorial, folge dem Link "Infos über Kameras" im ersten Textabschnitt.

Im Tutorial findest Du im Teil 5 eine minuziöse, ganz einfache Beschreibung, wie Du mit Avistack 2 vollautomatisch, und mit Autostakkert 3 ohne jede Vorkenntnis deine Mondvideos bearbeiten kannst. Die entsprechenden Abschnitte habe ich gerade erst eingestellt. Rohbilder findest Du ebenfalls im Teil 5 bei der Beschreibung des älteren Avistack-Programms. Kurze Anmerkung: In einem Video musst Du wenigstens blickweise immer wieder feinere Details sehen, sonst taugt es nicht zur Bearbeitung. Bei deiner großen Optik wirst Du gute Videos nur sehr selten machen können, hängt vom Seeing an deinem Standort ab.

Mit Registax 4 hatte ich früher keine so gute Erfahrung gemacht, es produzierte zwar gute Bilder, war aber nicht einfach zu bedienen und fehlerhaft. Registax 6 habe ich nicht probiert, eventuell ist es ja nun recht gut. Eventuell schaue ich es mal genauer an, wenn ich Zeit habe. Bessere Ergebnisse als die anderen Programme wird es aber auch nicht liefern.

Später musst Du dann noch lernen Bilder optimal zu schärfen, obwohl Avistack das auch schon ganz gut macht.

Alle anderen Probleme werden ebenfalls im Tutorial angesprochen, das ich gerade weitgehend auf Vordermann gebracht habe. Beispiel: Anpassung der Kamera an das Teleskop, hast Du eine passende Barlow für die DMKs? Im Teil 3 findest Du eine Tabelle mit den f-Werten die deine Kameras benötigen, und Du kannst damit die erforderliche Barlow festlegen. Mit einer Zweifach-Barlow kannst Du je nach Abstand zur Kamera Faktoren von 2-3 erreichen.....

Gruß, Peter
 
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