Mondlibration SO am 3.+4. April 2025

FrederikW

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Am 3. April konnte ich ein paar Mondaufnahmen mit der ASI 715MC machen. Dabei fiel mir in der Nähe des Südpols ein „einsamer“ Berg auf, den ich ablichten wollte (Bild 1). Bei der Bearbeitung sah ich, dass eine starke Mondlibration in Richtung SO vorhanden war, so dass selten zu sehende Krater auftauchen. Einige davon liegen auf der Mondrückseite.

Am folgenden Tag war die Libration fast identisch und ich konnte diesmal mit der ASI 462MM einen größeren Bereich ablichten (Bild 2). Ich habe die randnahen Krater beschriftet. Im Krater Amundsen z.B. ist ein Zentralberg mit Schattenwurf zu sehen.

Ein gewisser Tom Glenn konnte am 20.7.2018, bei fast identischer Libration, diese Gegend fotografieren und hat ausführlich darüber berichtet: Bericht Tom Glenn

Die nächste Gelegenheit diese Formationen bei ähnlicher Libration und bei zunehmendem Mond im Frühjahr zu betrachten, dürfte erst wieder Anfang der 2040 Jahre möglich sein.

Bild 1
Libration SO 030425.jpg


Bild 2
Libration SO 040425.png


Gruß, Frederik
 
Moin! Am 03.04. habe ich nach der öffentlichen Beobachtung in der Sternwarte Greifswald ein paar Aufnahmen mit dem alten Zeiss Refraktor gemacht, die sich zu Hause als durchaus brauchbar zeigten. Angeregt durch deinen Beitrag habe ich noch mal den Südpol separat bearbeitet und freue mich, diese extreme Libration dokumentiert zu haben! Ich stelle das Foto hier mal dazu. (Zeiss E 200/3000, Sony A7C)

Gruß, Michael

SUEDPOL03042025_100_PIPP_ASU_FITS2_RS_TOP_GC_logo.jpg
 
Hallo nochmal,
anbei noch zwei weitere Aufnahmen die ich am 4. April von dem Librationsgebiet machen konnte aber erst nachträglich ausgewertet habe.

Bild 3 zeigt weiter östlich liegende Krater.

Bild 4 zeigt noch weiter östlich liegende Gebiete um die große Wallebene Lyot. Lyot ist die größte Impaktstruktur im Mare Australe. Bei der Benennung der Krater bin ich lediglich bei dem im Bild mittig liegenden Horizont-Berg nicht ganz sicher. Wenn dies tatsächlich der Berg bei den Kratern Cassegrain und Lebedev K ist (im virtual moon atlas „full globe -Einstellung“ zu sehen), dann kann man hier außergewöhnlich weit auf die Rückseite des Mondes schauen. Vielleicht kann das jemand von euch mal nachkontrollieren ob das sein kann.

Gruß, Frederik

Bild 3
Libration SO-2 040425.png


Bild4
Libration SO-3 040425.png
 
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