Und ich dachte immer, um das Auflösungsvermögen einer Optik nutzen zu können, muß sie von guter Qualität sein und sehr gute atmosphärische Bedingungen herrschen. Und um mehr Auflösung zu erhalten, die Optik zusätzlich zu den erst genannten Bedingungen eine größere Öffnung haben... Aber vielleicht irre ich mich auch und Stakking kann Details sichtbar machen, die in den Einzelbildern gar nicht vorhanden sind.
Viele Grüße
Peter
Ein schlechter Strehl vermindert erstmal nur die Kontrastübertragung, aber nicht die Auflösung zB von Doppelsternen am Rayleighkriterium.
Fotografisch kann man den verlorenen Kontrast in der Nachbearbeitung zurück holen, insofern die Information selbst, und sei sie noch so schwach, da ist. Visuell geht das nicht, wenn der Kontrast unter die Wahrnehmungsschwelle vom Auge rutscht, wars das.
Insofern, ja, was Mond oder Planeten betrifft, bei einer dürftigen Optik kannst du durch stacking und Nachbearbeitung Details rausholen, die du visuell nicht sehen konntest, bei einer hervorragenden Optik eher unwahrscheinlich, da diese genug Kontrast abliefert um visuell das selbe zu sehen.
Ein schlechter Strehl durch eine Mischung verschiedener Fehler verstärkt ertmal "nur" den ersten Beugungsring auf Kosten des zentralen Beugungsscheibchens. Obstruktion macht im Prinzip das selbe.
Strehl 0,8 entspricht von der Lichtverteilung ca Strehl 1 mit 32% Obstruktion.
->EER Encircled Energy Ratio
Was fotografisch aber wiederum viel kritischer ist als visuell ist Fokus, Verkippung, Verspannung, Halteklemmen, Hineinragender OAZ und Farblängsfehler.
P.S.: Gilt nicht für asymmetrische Fehler wie Asti, Zentrierkoma, Justage... das ist immer Mist
LG
Olli