003sec
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
trotz eines kleinen Festplattencrashs kann ich euch nun, etwas verspätet, meine letzten beiden Mondspaziergänge zeigen. Es waren auch keine ausgedehnten Spaziergänge, sondern eher nur kurze, kleine Ausflüge. Der Grund lag im Seeing und das war sehr interessant. Zuvor hatte ich beides mal auf Venus gehalten. Die ist kurz vor Sonnenuntergang am besten zu erwischen, denn das Seeing ist da oft sehr gut. Als ich mit der Venus fertig war, weil sie natürlich immer tiefer stand, schwenkte ich zum Mond. Hier war das Seeing immer noch sehr gut. Was heißt gut, am Anfang war es phantastisch. Ich hatte noch einen Rotfilter drin und als Erstes ist immer die Rille im Alpental dran. Im Livebild sah ich sie und konnte sie bis auf wenige Momente auch halten. Dann entschied ich mich, auf einen Grünfilter zu wechseln. Durch die kürzere Wellenlänge könnte ich ganz theoretisch schärfere Bilder machen. Erkaufen muss ich mir so etwas aber mit dem Risiko, dass im G-Band das Seeing wieder schlechter ist und ich am Ende womöglich nichts gewonnen habe. Aber: No Risk no Fun
Und es hat geklappt. Das Seeing blieb zunächst stabil. Hin und wieder aber brach es völlig zusammen. Ich schaute nach Abgasstrahlen von Flugzeugen, aber da war nichts zu sehen. Kurz drauf, etwa 30 s später, war alles wieder perfekt. Dann belichtete ich kleine Filmchen und wenn ich das Gefühl hatte, über längere Zeit ein wirklich gutes Fenster erwischt zu haben, wanderte ich weiter. Teilweise hing ich an einem Motis 2 Min., teilweise, und das waren die letzten, über 10 Min. und ich war immer noch nicht wirklich glücklich. Gegen Ende war es dann so, dass das Seeing absolut unbrauchbar war, aber in kleinen Abschnitten, weniger als 5 % der Zeit, war es dann wieder ähnlich gut wie am Anfang. Das alles in der hellen Dämmerung.
Für mich hat sich hiermit ein neues Fenster aufgetan. Das war ein echter Mehrwert an Erfahrung.
Aber es gab noch eine interessante Erfahrung. Mit Grünfilter hatte ich deutlich weniger Doppelstrukturen an den kontrastreichen Kraterrändern. Die hatten mich schon oft genervt und ich filmte deshalb oft weiter vom Terminator weg. Das war jetzt deutlich besser.
weiter im nächsten Beitrag.
trotz eines kleinen Festplattencrashs kann ich euch nun, etwas verspätet, meine letzten beiden Mondspaziergänge zeigen. Es waren auch keine ausgedehnten Spaziergänge, sondern eher nur kurze, kleine Ausflüge. Der Grund lag im Seeing und das war sehr interessant. Zuvor hatte ich beides mal auf Venus gehalten. Die ist kurz vor Sonnenuntergang am besten zu erwischen, denn das Seeing ist da oft sehr gut. Als ich mit der Venus fertig war, weil sie natürlich immer tiefer stand, schwenkte ich zum Mond. Hier war das Seeing immer noch sehr gut. Was heißt gut, am Anfang war es phantastisch. Ich hatte noch einen Rotfilter drin und als Erstes ist immer die Rille im Alpental dran. Im Livebild sah ich sie und konnte sie bis auf wenige Momente auch halten. Dann entschied ich mich, auf einen Grünfilter zu wechseln. Durch die kürzere Wellenlänge könnte ich ganz theoretisch schärfere Bilder machen. Erkaufen muss ich mir so etwas aber mit dem Risiko, dass im G-Band das Seeing wieder schlechter ist und ich am Ende womöglich nichts gewonnen habe. Aber: No Risk no Fun
Und es hat geklappt. Das Seeing blieb zunächst stabil. Hin und wieder aber brach es völlig zusammen. Ich schaute nach Abgasstrahlen von Flugzeugen, aber da war nichts zu sehen. Kurz drauf, etwa 30 s später, war alles wieder perfekt. Dann belichtete ich kleine Filmchen und wenn ich das Gefühl hatte, über längere Zeit ein wirklich gutes Fenster erwischt zu haben, wanderte ich weiter. Teilweise hing ich an einem Motis 2 Min., teilweise, und das waren die letzten, über 10 Min. und ich war immer noch nicht wirklich glücklich. Gegen Ende war es dann so, dass das Seeing absolut unbrauchbar war, aber in kleinen Abschnitten, weniger als 5 % der Zeit, war es dann wieder ähnlich gut wie am Anfang. Das alles in der hellen Dämmerung.
Für mich hat sich hiermit ein neues Fenster aufgetan. Das war ein echter Mehrwert an Erfahrung.
Aber es gab noch eine interessante Erfahrung. Mit Grünfilter hatte ich deutlich weniger Doppelstrukturen an den kontrastreichen Kraterrändern. Die hatten mich schon oft genervt und ich filmte deshalb oft weiter vom Terminator weg. Das war jetzt deutlich besser.
weiter im nächsten Beitrag.