Mondspaziergang mit 15x70 Fernglas

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selenograph

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Hallo zusammen,

als ich letzte Nacht gegen 0.15 Uhr zu Bett gehen wollte, blickte ich noch einmal müde aus dem Fenster und sah den Mond schon weit im Nordwesten dem Horizont zu streben. Bei diesem schönen Anblick, wurde ich doch wieder etwas munterer und griff nach Stativ und 15x70 Fernglas. Wunderschön und räumlich-plastisch war der Anblick im 15x70. Durch die geringe Höhe konnte ich ganz entspannt ohne Nackenverrenkungen beobachten. Sofort fiel mir am Terminator Theophilus ins Auge. Aus dem noch schattigem Kratergrund ragte das Zentralgebirge sonnenüberflutet in die Höhe. Westlich von ihm, noch von schwarzer Nacht umgeben, ragte das 4000m hohe Bergmassiv Mons Penck aus der Dunkelheit. Welch ein Anblick! Östlich von Theophilus schön die Krater Mädler (28km), Isidorus (42km) und Capella (49km). Bei genauem Schauen konnte ich sogar das etwa 110km lange Vallis Capella sehen, das sich durch den Krater Capella zieht. Nun wanderten meine Augen nordwärts über Maskelyne (24km) durchs Mare Transquillitatis weiter entlang an der Ostküste des Mare Serenitatis bis zum größeren Krater Posidonius. Er war ein besonderer Anbick. Im Inneren hell, umgeben vom schmalen, dunklen Schatten der Kraterränder, wie ein feiner dunkler Ring auf dem Mond. Ein Blick zur Uhr zeigte, dass es bereits 1.15 Uhr war. Beeindruckt und glücklich von diesem Mondspaziergang mit dem Fernglas ging ich zu Bett.
 
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