aro
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich kann mir denken, dass viele von Euch unseren Mond als Himmelsaufheller, Störlicht und Galaxienausblender sehen - aber hier in der Stadt ist mit Deep Sky ohnehin schwierig. Da lernt man den Mond und seine vielfältige Oberfläche richtig schätzen.
Heute verzogen sich die Wolken gegen Abend ein wenig und o.a. Himmelsaufheller schien durch die immer dünner werdenden Wolkenfelder.
Also MAK raus und los. Hier mein Bericht:
Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Skywatcher UWA 5mm, Scopos 18mm/65°SGF
Literatur: Sky & Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon, Rükl Mondatlas, Times Atlas of the Moon (1969)
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 17.02.2013, 2045 - 2145 MEZ
Bei der ersten Übersicht im 18er fiel mir am Terminator im Norden das Alpental und Cassini auf, aber die habe ich in der Vergangenheit schon ausführlich beobachtet. Also mal weiter nach Zielen für heute Abend suchen. Weiter südlich war ein schönes Kraterduo direkt am Terminator, der eine heller in Grau und der andere noch schwarz, nur Zentralberg und Kraterrand strahlten weiß aus dem Dunkel: Hipparchus und Albategnius.
Heute konnte ich mit dem 5er sogar bis zu 300facher Vergrößerung gehen. Kaum Flimmern.
Innerhalb von Albategnius zeichnete sich der Krater Klein ebenfalls durch seinen Kraterwall aus dem Dunkel ab. Sein westlicher Rand bildete mit südlichen Rand von Albategnius und dem nordöstlichen von Parrot ein weißes, strahlendes X mit gebogenen Schenkeln. Von Parrot selbst war nur eben dieser nordöstliche Rand sowie der südliche Rand zu sehen.
Hipparchus selbst zeigte seinen Kraterboden bereits als zerfurchte graue Fläche mit Kratern und Kleinkratern. Ich konnte N und X sowie einige nicht benannte Kleinkrater ausmachen. Besonders hervorstechend war Horrocks am nordöstlichen Kraterrand. Dieser hielt seinen Kraterboden noch komplett im Dunkeln. Hier fiel mir ein Abrutsch (sagt man Erdrutsch oder Mondrutsch?
) an seiner Ostseite auf.
Auch schön war die Viererkette Halley, Hind, Hipparchus C und L.
Ich ließ meinen Blick weiter schweifen, die Montierung surrte den Terminator entlang...
Weiter nördlich erkannte ich einen Krater innerhalb einer langen Rille, etwas östlich vom Terminator: Hyginus nebst Rille. Hyginus genau in der Kurve, an der die Rille von Südosten kommend nach Norden abbiegt. Im Süden, östlich von der Rille die beiden Krater Hyginus C und F, im Norden, westlich der Rille Hyginus A und B. Auf dem Weg nach Norden passiert die Rille einen kleinen Hügel an seiner Ostseite. Leider ist der Bereich nicht in der Literatur benannt. Weiter nach Norden verläuft sie sich in einem kleinen Hügelgebiet - ebenfalls ohne Namen.
Zum Abschluss noch ein Schwenk ein paar Millionen Kilometer weiter weg: Ein Blick auf Jupiter, der sich heute mondarm aber mit wunderschönen Wolkenbändern präsentierte.
Fazit:
Ich habe den Mond schon mehrere Dutzend Male beobachtet und bestimmt auch schon fünf bis sechs Mal am 7. Mondtag, aber unser Trabant hat immer wieder Neues zu bieten. Anschliessend kann man noch in die Bücher abtauchen ...
Beste Grüße,
Achim
ich kann mir denken, dass viele von Euch unseren Mond als Himmelsaufheller, Störlicht und Galaxienausblender sehen - aber hier in der Stadt ist mit Deep Sky ohnehin schwierig. Da lernt man den Mond und seine vielfältige Oberfläche richtig schätzen.
Heute verzogen sich die Wolken gegen Abend ein wenig und o.a. Himmelsaufheller schien durch die immer dünner werdenden Wolkenfelder.
Also MAK raus und los. Hier mein Bericht:
Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Skywatcher UWA 5mm, Scopos 18mm/65°SGF
Literatur: Sky & Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon, Rükl Mondatlas, Times Atlas of the Moon (1969)
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 17.02.2013, 2045 - 2145 MEZ
Bei der ersten Übersicht im 18er fiel mir am Terminator im Norden das Alpental und Cassini auf, aber die habe ich in der Vergangenheit schon ausführlich beobachtet. Also mal weiter nach Zielen für heute Abend suchen. Weiter südlich war ein schönes Kraterduo direkt am Terminator, der eine heller in Grau und der andere noch schwarz, nur Zentralberg und Kraterrand strahlten weiß aus dem Dunkel: Hipparchus und Albategnius.
Heute konnte ich mit dem 5er sogar bis zu 300facher Vergrößerung gehen. Kaum Flimmern.
Innerhalb von Albategnius zeichnete sich der Krater Klein ebenfalls durch seinen Kraterwall aus dem Dunkel ab. Sein westlicher Rand bildete mit südlichen Rand von Albategnius und dem nordöstlichen von Parrot ein weißes, strahlendes X mit gebogenen Schenkeln. Von Parrot selbst war nur eben dieser nordöstliche Rand sowie der südliche Rand zu sehen.
Hipparchus selbst zeigte seinen Kraterboden bereits als zerfurchte graue Fläche mit Kratern und Kleinkratern. Ich konnte N und X sowie einige nicht benannte Kleinkrater ausmachen. Besonders hervorstechend war Horrocks am nordöstlichen Kraterrand. Dieser hielt seinen Kraterboden noch komplett im Dunkeln. Hier fiel mir ein Abrutsch (sagt man Erdrutsch oder Mondrutsch?
Auch schön war die Viererkette Halley, Hind, Hipparchus C und L.
Ich ließ meinen Blick weiter schweifen, die Montierung surrte den Terminator entlang...
Weiter nördlich erkannte ich einen Krater innerhalb einer langen Rille, etwas östlich vom Terminator: Hyginus nebst Rille. Hyginus genau in der Kurve, an der die Rille von Südosten kommend nach Norden abbiegt. Im Süden, östlich von der Rille die beiden Krater Hyginus C und F, im Norden, westlich der Rille Hyginus A und B. Auf dem Weg nach Norden passiert die Rille einen kleinen Hügel an seiner Ostseite. Leider ist der Bereich nicht in der Literatur benannt. Weiter nach Norden verläuft sie sich in einem kleinen Hügelgebiet - ebenfalls ohne Namen.
Zum Abschluss noch ein Schwenk ein paar Millionen Kilometer weiter weg: Ein Blick auf Jupiter, der sich heute mondarm aber mit wunderschönen Wolkenbändern präsentierte.
Fazit:
Ich habe den Mond schon mehrere Dutzend Male beobachtet und bestimmt auch schon fünf bis sechs Mal am 7. Mondtag, aber unser Trabant hat immer wieder Neues zu bieten. Anschliessend kann man noch in die Bücher abtauchen ...
Beste Grüße,
Achim