Montierung - Anfängerfrage

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mavo0013

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Hallo,

ich habe gestern mein neues (und erstes) Skymax-127-Teleskop bekommen! Sieht für mich als Anfänger ziemlich cool aus :-)

Wir haben dann gestern den Abend mit Aufbauen verbracht, Sterne waren natürlich keine zu sehen, nur Wolken... :augenrubbel:

Soweit hat das auch alles ganz gut geklappt, nur eine Sache ist mit nicht ganz klar: Der Mak hat ja eine Schiene am Tubus befestigt (sieht man hier ) . Wenn ich es richtig verstanden habe, setze ich den Tubus direkt mit dieser Schiene auf die Montierung und drehe dann die 2 Schrauben fest. ABER: Eine Einrastung gibt es nicht, und auch die 2 Schrauben gehen nicht in eine Vertiefung, sondern direkt auf die glatte Schiene.

Ist das normal? Hat zwat gut gehalten, aber wirkt irgendwie nicht so gut auf mich. Außerdem, beim Abbauen habe ich dann gesehen, dass durch das Festschrauben die schwarze Schiene nun schon 2 Macken hat, wo der schwarze Lack ab ist und man das Metall drunter sieht....

Hoffentlich habe ich bei den vielen Teilen nix übersehen... Muss jetzt dringend lernen, wofür die vielen Schrauben an der Montierung sind :)
 
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Hallo,

das mit der Klemmung ohne Anschlag und den Druckstellen auf der Schiene ist absolut normal. Es gibt sogar Montierungen, da wird nur eine Schraube zum Klemmen verwendet. Wenn die Schiene ordentlich sitzt und die Schrauben fest angezogen sind, passiert da auch nichts. Die angesprochenen Druckstellen wirst du bei jeder Montierungsschiene finden, die in Gebrauch ist.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi

Das ist 'normal'. Es gibt zwar Schienen, die von der Form her rastend in die Montierungsaufnahme passen und zus. Aussparungen für die Schrauben haben, aber da geht einer der Vorteile der Schienen flöten: Man kann das Teleskop dann nicht mehr verschieben, ums vom Gewicht her auszutarieren. Dass der Lack da vom Klemmen Macken bekommt ist ebenfalls normal.

cs
Jürgen
 
Hi!
Kannst du mal ne Einschätzung geben in wiefern das Teleskop deinen Wünschen entspricht, in der transportabilität Beispielsweise?


Gruß Deadlock
 
Hallo Deadlock,

ich besitze ebenfalls den 127er Skywatcher Mak und empfinde ihn als sehr transportabel. Ich habe es noch nicht getestet, aber wahrscheinlich kann man ihn in einem größeren Rucksack recht bequem auch ohne PKW transportieren. Betreibe ihn auf einer Giro Mini und bin sehr zufrieden damit.

Falls du spezielle Fragen hast, einfach melden.

Viele Grüße

Carsten
 
Wie gesagt, ein Bericht folgt, falls sich jemals ein Stern oder ähnliches jemals am Himmel zeigt. Heute gleiches Bild wie gestern - nur Wolken!

Zur Transportabilität, wenn auch noch nicht ausführlich getestet: Der Tubus ist natürlich super, weil sehr handlich. Das Stativ ist halt (wie wohl viele) ca. 70 cm lang, und durchaus sperrig. Aber man kann es sicher wo reindrücken, sieht recht stabil aus (ist aber definitiv der störendste Teil des ganzen). Auch die Montierung ist auf jeden Fall gut handlich, allerdings m.E. nur mit dem Auto! Auf dem Fahrrad wollte ich diese Gewichte nicht mit mir rumschleppen :-)

Also, momentan bereue ich es noch gar nicht, keinen Dobson zu haben - wäre sicher leistungsstärker, und die Rockerbox womöglich auch transportabler (eventuell), ABER: Der Tubus (und das ist mir größenmäßig das wichtigste) wäre eben mind. doppelt so lang geworden...

Ich will jetzt endlich Sterne (oder wenigsten den Mond) sehen! :)
 
Sorry, ich muss nochmal nachfragen - hab jetzt die Unterlagen des Mak nochmal gründlich gelesen, und dabei ist mir wieder dieses Bild aufgefallen (das oberste):

Link zur Grafik: http://kurzurl.net/xyZK1

In der deutschen Anleitung steht: "Befestigen Sie das Teleskoprohr mit dem gelieferten Schraubenschlüssel an der Montierung".

Der Schraubenschlüssel war zwar dabei, aber benutzen musste ich ihn nicht... Ob mir doch ein Teil fehlt? So eine Schiene "über der Schiene"? Was meint Ihr?


EDIT: Sorry, hatte mit den Links zum Bild zu kämpfen... Jetzt ist da leider eine Werbeeinblendung des Shorteners, ist aber nach 3 Sekunden wieder weg...
 
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Hi

Nö, das passt so schon - das ist eine Art 'Universalanleitung. Und kleinere Maks als deiner haben keine Prismenschiene direkt dran, die muss dann erst wie in dieser Abbildung angeschraubt werden. Oder eben (bei ganz kleinen Maks und Montis) wird das Teleskop direkt an die Monti geschraubt. Ohne Prismenschiene.

cs
Jürgen
 
Ok, danke - ich hatte mich nur gewundert, weil die Schiene, wenn man sie in die Montierung legt, auch durchaus Spiel hat und nicht fest sitzt (im Gegensatz z.B. zum Sucher, der ist fest in seiner Schiene). Das ist normal?
 
Wenns nicht festgezogen ist darf ein wenig Spiel da sein sonst kriegt man die Schiene ja schwer rein, im angezogenen Zustand darf da natürlich nichts wackeln ist ja klar. Vor allem kleine Instrumente (=Spektive) haben unten einen Fotogewindeanschuß damit man sie auf ein handelsübliches Fotostativ raufsetzen kann. Mach dir keine Sorgen, die Klemmung hält auch mein altes C8 aus Gußeisen und das ist um einiges schwerer als das kleine Mak!
 
Sind 0,5 cm (eher noch ein wenig mehr) noch ok als Spiel? Ich weiß, ich bin misstrauisch - aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte was übersehen, und das Teil würde den Abflug machen - schrecklich!
 
5mm ist schon ein wenig mehr als bei mir da sinds vielleicht so 2-3mm ist aber bei jeder Klemme anders. Wichtiger wie der Abstand ist das die Schiene den gleichen Winkel wie die Klemme hat damit hier genug Haftreibung auf der ganzen Fläche auftritt und nicht nur entlang einer Linie, wenn du weißt was ich meine. Kannst ja ein Foto machen und reinstellen dann kann mans besser beurteilen, normal passiert da aber nichts schon gar nicht bei so leichten Instrumenten.
 
So, hab statt des Fotos (warte grade auf den neu bestellten Foto) mal beim Händler angefragt, und wie erwartet habt Ihr recht - der Tubus kommt direkt mit der an ihm befestigten Schiene an die Montierung, früher war das wohl anders, daher die falsche Abbildung...

Gestern habe ich sogar bei endlich mal halbwegs klarem Himnmel Satuen gesehen! Hätte zwar gedacht, dass der bei 300facher Vergrößerung etwas größer erscheint, aber auf jeden Fall beeindruckend. Leider hatte ich nur sehr wenig Zeit (ca. 15 min), da ging nicht viel, aber immerhin ein Anfang. Ich hoffe doch, das nächste Mal auch ein paar Monde zu sehen- oder ist das unrealistisch? Bei mehr Erfahrung poste ich dann auch mal einen First-Light-Bericht....

Zurück zum eigentlichen Thema: Ich beschäftige mich ja immer noch mit der Montierung. Jetzt ist mir aufgefallen, dass das Rad, an dem man das Datum einstellen kann (das also bei der NEQ3 mit einer Abdeckungs-Kappe verdeckt ist), sehr locker sitzt - man kann es durchaus 0,5 cm raus bzw. rein bewegen, sodass da eine Lücke entsteht. Ist das normal? Sieht nicht so stabil aus... Sobald mein Foto da ist, liefere ich das nach... Wie ist ads bei Euch?
 
Hallo Mavo!
Normalerweise solltest du mindestens einen Mond gleich erkennen können. Warum du keine Monde gesehen hast kann verschiedene Ursachen haben.
1. Fehlende Beobachtungserfahrung/zeit
2. wirklich schlechtes Seeing
3. Tubusseeing
4. Bei maximaler Vergrößerung Monde ausserhalb des Bildfeldes
5. schlechte justierung


Ich tippe auf eins und zwei. Du hast ja sicher erst mit einer geringen Vergrößerung begonnen. Nach 15 Minuten wird dein Mak kaum ausgekühlt gewesen sein. 300 fach dürfte für dein Teleskop allerdings auch zu viel sein. Ich denke zu vernünftigen Zeiten wird so 160 bis 200x das Maximum sein.

Gruß Deadlock
 
Hallo Mavo,

doch, doch, wenigstens einen Mond hättest du sehen können. Das war der Titan, welcher gestern abend direkt unter dem Saturn stand. Bei 170x war noch genügend Gesichtsfeld vorhanden, so dass er auch bei 300x zumindestens im Gesichtsfeld sein müsste.
Aber, wie schon geschrieben, würde ich bei etwas moderaterer Vergrößerung beginnen. Je nach vorhandenem Okular beginnst du bei z.B. 100x. Das hilft, insbesondere als Einsteiger, sich erstmal einzusehen. Danach kannst du hochgehen, aber nicht beliebig weit.
Mehr als zweichfachen Spiegeldurchmesser (in mm) würde ich als Vergrößerung am Planeten niemals nehmen, denn dass Bild wird ansonsten nicht scharf zu kriegen sein. Das kann schonmal bedeuten, dass ein Saturn-Mond nicht gut rüberkommt.

Mein 4" Mak benötigt ja nach Termperaturdifferenz 15 - 45 Minuten zum Auskühlen. Vorher hat man das sog. Tubusseeing, dass heißt das Bild ist temporär ziemlich unscharf. Die sehr hohe Vergrößerungen lohnen sich erst nach dem vollständigen Auskühlen. Ein 5" Mak braucht länger.

Ich habe den Thread nicht komplett verfolgt, aber beides (max. Vergrößerung / Tubusseeing während der Auskühlphase) wurde bestimmt genannt.

Um das Finden der Monde zu erleichtern hilft mir ganz gut das Programm Stellarium, welches als Freeware heruntergeladen werden kann. Den Saturn durch das Vergrößern des Bildausschnitts als Planetenkugel darstellen, zeigt auch die Monde. Vorher den gewünschten Tag und die gewünschte Uhrzeit durch 'Vorspulen' einstellen.
Natürlich geht auch das Kosmos-Himmelsjahr.

CS,
Stefan

P.S.: Wenn Titan und Dione im 4" Mak zu sehen sind, dann gewiss auch im 5" - also realistisch ist es auf jeden Fall.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, danke für die Tipps. Ja, der Mak war sicher nicht ausgekühlt - war eher ein Spontan-Beobachten. Heute ist der nächste Versuch, dann mit vorherigem Auskühlen. Angefangen habe ich mit 25 mm Okular (das 32er ist noch unterwegs), das sollte also gepasst haben. Heute Abend ist auch der Mond wieder zu sehen, den werd ich auch mal ins Visier nehmen... Das Himmelsjahr ist übrigens sehr hilfreich!

Nochmal kurz zur Montierung (siehe meinen vorherigen Post) - wie ist das bei Eurer EQ3 mit dem "Datumsrad"? Und habt Ihr die Abdeckung, die da dabei war, drauf (also die, die man über die Stundenanzeige stülpt)? Irgendwie dreht sich die Stundenanzeige nicht, wenn die Kappe drauf ist...
 
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