visionix
Neues Mitglied
Hallo zusammen,
Das ist nach ein paar Monaten fleissigen Mitlesend mein erster Beitrag hier, daher zunächst eine Kurzvorstellung: Mein Name ist Ben, bin 47 Jahre alt und lebe in Bielefeld. Im letzten Jahr habe ich begonnen, mich ausführlich mit den frühen NASA-Missionen bis zur Mondlandung und generell mit der Geschichte der Raumfahrt auseinanderzusetzen. Ein kleines Hobby war es schon immer, aber ernsthaft verfolgt habe ich es bislang nie. Darüber kam dann die Beschäftigung mit dem Mond und irgendwann der Wunsch, selbst mal einen etwas genaueren Blick riskieren zu können. Einstieg war dann erstmal der "Reiseatlas Mond" auch mit der Idee, das mir das vielleicht schon ausreicht und ich nicht selbst tätig werden muss. Naja, ihr könnt euch vorstellen, die Rechnung ist nicht aufgegangen, spätestens, als ich dann auch mal meine alte Nikon DSLR in dem Himmel gehalten habe.
Ich habe noch keine Vorstellung, was mich wirklich genauer interessieren wird. Einfache Fotografien des Himmels auf jeden Fall, und sicher weiter die Mondbeobachtung und vielleicht auch ein paar Fotos vom Mond (trotz Reiseatlas ;-)). So richtig Deepspace wird vermutlich eher nicht in Frage kommen, aber man weiss es ja immer nicht....Mit Fotografie in Allgemeinen Kenne ich mich halbwegs aus, weil ich in meinem früheren Beruf viel mit Pflanzen- und Macrofotografie zu tun hatte. Im Urlaub bin ich auch lieber mit einer schweren DSLR unterwegs.
Ich bin erstmal mit relativ kleiner Ausstattung am Start, weil ich mich kenne und in der Vergangenheit relativ schnell viel Geld in die Hand genommen habe ohne das was ich habe auch nur im Entfernstesten auszureizen. In den letzten Jahren bin ich da wohl etwas weiser geworden, deshalb ist mein Equipment derzeit noch sehr schmal angelegt: Ich habe eine gebrauchte EOS 600D (ummodifiziert) und ein gebrauchtes Olympus Zuiko 1,4/50mm Objektiv, sowie eine Kugelhalterung. Stativ war zunächst ein altes Fotostativ, was aber auch schon etwas mitgenommen war, aber für die ersten Versuche in den Himmel mit ISO1600, 7-8 Sekunden Belichtung und Blende 2 schonmal zumindest ein spassiger Einstieg war. Irgendwie muss man ja mal anfangen.
Das Stativ habe ich relativ schnell ausgetauscht und da auch direkt gut Geld in ein Berlebach Uni 8 mit GP-Halterung und Fotoadapter als stabile Grundlage für alles weitere investiert. "Alles weitere" ist bei mir so abgegrenzt, dass ich ziemlich sicher keine riesigen Optiken auf EQ-6/EQ-8 oder sowas anschaffen werde, sondern das Equipment gut portabel bleiben sollte. Diesbezüglich kenne ich mich auch zu gut: wenn mir die Schlepperei auf den Geist geht, bleibt das teuere Zeug schnell in der Ecke liegen. Das ich dann vom kleinen Besteck keine Wunder erwarten kann ist klar ;-) Ich habe noch ein ganz kleines MAK bestellt, aber das hängt schon seit Wochen in China fest...
Ok, weiter geht's: das erste ernsthafte Problem was ich hatte: Ausrichtung der Kamera auf den gewünschten Ausschnitt. Durch den Sucher sieht man ohnehin nichts, durch das Live-View-Bild, naja, auch schwierig. Dann dachte ich mir: Ein kleiner Leuchtpunkt-Sucher ist die Lösung. Entweder oben auf die Kamera in den Blitzschuh, oder irgendwie per L-Halter mit ein paar alten Arca-Swiss-Adaptern drangebastelt. Der Plan hat nicht funktioniert, weil ich Rechnung ohne meine Augen gemacht habe. Ich habe 3 Leuchtpunktsucher Varianten probiert. Bei jeder Variante bekomme ich die Leuchtmarkierung weder scharf noch nicht-doppelt angezeigt. Das ist auch eine Einstellungssache des Suchers. Das bekommen scheinbar meine verrückten Augen nicht hin. Eine neue Brille ist zwar ohnehin mal fällig, aber das wird das grundsätzliche Problem vermutlich nicht lösen.
Also habe ich mich mal auf die Suche nach einen kleinen Sucherrohr gemacht. Womöglich sogar mit abgewinkelten Einblick und Fadenkreuzbeleuchtung. Gefunden:
www.teleskop-express.de
Das macht mir auch so schon auch tagsüber und Nachts über die reine Sucherfunktion hinaus eine Menge Spass, und ich sehe das beleuchtete Fadenkreuz nicht doppelt!
Jetzt kommt der eigentliche Grund meines Schreibens: Ihr ahnt es vielleicht schon: Kamera, das kleine Teleskop, mit Arca-Swiss-Zeug zusammenadaptiert auf einem Kugelkopf...geht irgendwie gar nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich das Konstrukt aufgrund des Kugelkopfes nicht sicher einstellen kann und mir schnell mal aus der Hand gleiten könnte. Teleskop und Kamera habe ich ganz gut nebeneinander aufeinander ausgerichtet, aber die Gefahr, dass das im Zuge der Ausrichtung in dem Himmel verrutscht, ist schon sehr stark gegeben. D.h. ich habe wenig Vertrauen in diese Bastelei. Ich habe leider kein Bild von dem "Konstrukt" gemacht und es auch schon wieder auseinandergebaut. Ich denke, ihr wäret mindestens peinlich berührt ;-)
Ich könnte jetzt gross einsteigen und eine AZEQ5GT-Montierung holen, aber mir würde eine deutlich kleinere/einfachere Lösung schon besser gefallen, weil ich von GOTO, Nachführung und Guiding usw. noch meilenweit entfernt bin und erstmal mit den Grundlagen richtig gut vertraut werden möchte, bevor ich den nächsten Schritt mache (oder merke, dass das der status quo für mich volkkommen ausreichend ist...)
Daher hatte ich an eine kleine manuelle azimutale Montierung gedacht. Die kann ich später dann vielleicht immer noch gut als Reisemontierung nutzen. Wie gesagt, Nachführung usw. spielt erstmal noch gar keine Rolle. Viele (alle?) dieser etwas kleineren AZ-Montierungen haben den Anschluss für die Instrumente an der Seite, d.h. dann wird ein L-Halter empfohlen, so dass das dann so aussehen könnte:

Um bei dem o.g. Produkt als Beispiel zu bleiben um meine verwirrten Gedanken zu formulieren: wenn ich Kamera und Sucherteleskop auf einen Guidemount, wie den hier, schraube...

...und das dann oben auf die L-Halterung setzte ist das ganze Konstrukt um 90° verdreht. D.h. ich müsste die Aufnahme auf dem L-Halter drehen. Könnte gehen, wenn ich neue Löcher bohre. Alternativ eine "normale" L-Halterung...

...da ist die Grundplatte allerdings nicht breit genug für Kamera und Sucherteleskop nebeneinander.
Ich kann mir vorstellen, dass ich das mit irgendeiner Adapter-Orgie für 40-50€ pro Adapter hinbekomme, aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass das nicht richtig ist, und es einen besseren Weg geben muss. Deshalb meine Frage an Euch: wie würdet ihr es machen?
Ich danke Euch schomal für Eure Gedanken & Rückmeldungen,
Ben
Das ist nach ein paar Monaten fleissigen Mitlesend mein erster Beitrag hier, daher zunächst eine Kurzvorstellung: Mein Name ist Ben, bin 47 Jahre alt und lebe in Bielefeld. Im letzten Jahr habe ich begonnen, mich ausführlich mit den frühen NASA-Missionen bis zur Mondlandung und generell mit der Geschichte der Raumfahrt auseinanderzusetzen. Ein kleines Hobby war es schon immer, aber ernsthaft verfolgt habe ich es bislang nie. Darüber kam dann die Beschäftigung mit dem Mond und irgendwann der Wunsch, selbst mal einen etwas genaueren Blick riskieren zu können. Einstieg war dann erstmal der "Reiseatlas Mond" auch mit der Idee, das mir das vielleicht schon ausreicht und ich nicht selbst tätig werden muss. Naja, ihr könnt euch vorstellen, die Rechnung ist nicht aufgegangen, spätestens, als ich dann auch mal meine alte Nikon DSLR in dem Himmel gehalten habe.
Ich habe noch keine Vorstellung, was mich wirklich genauer interessieren wird. Einfache Fotografien des Himmels auf jeden Fall, und sicher weiter die Mondbeobachtung und vielleicht auch ein paar Fotos vom Mond (trotz Reiseatlas ;-)). So richtig Deepspace wird vermutlich eher nicht in Frage kommen, aber man weiss es ja immer nicht....Mit Fotografie in Allgemeinen Kenne ich mich halbwegs aus, weil ich in meinem früheren Beruf viel mit Pflanzen- und Macrofotografie zu tun hatte. Im Urlaub bin ich auch lieber mit einer schweren DSLR unterwegs.
Ich bin erstmal mit relativ kleiner Ausstattung am Start, weil ich mich kenne und in der Vergangenheit relativ schnell viel Geld in die Hand genommen habe ohne das was ich habe auch nur im Entfernstesten auszureizen. In den letzten Jahren bin ich da wohl etwas weiser geworden, deshalb ist mein Equipment derzeit noch sehr schmal angelegt: Ich habe eine gebrauchte EOS 600D (ummodifiziert) und ein gebrauchtes Olympus Zuiko 1,4/50mm Objektiv, sowie eine Kugelhalterung. Stativ war zunächst ein altes Fotostativ, was aber auch schon etwas mitgenommen war, aber für die ersten Versuche in den Himmel mit ISO1600, 7-8 Sekunden Belichtung und Blende 2 schonmal zumindest ein spassiger Einstieg war. Irgendwie muss man ja mal anfangen.
Das Stativ habe ich relativ schnell ausgetauscht und da auch direkt gut Geld in ein Berlebach Uni 8 mit GP-Halterung und Fotoadapter als stabile Grundlage für alles weitere investiert. "Alles weitere" ist bei mir so abgegrenzt, dass ich ziemlich sicher keine riesigen Optiken auf EQ-6/EQ-8 oder sowas anschaffen werde, sondern das Equipment gut portabel bleiben sollte. Diesbezüglich kenne ich mich auch zu gut: wenn mir die Schlepperei auf den Geist geht, bleibt das teuere Zeug schnell in der Ecke liegen. Das ich dann vom kleinen Besteck keine Wunder erwarten kann ist klar ;-) Ich habe noch ein ganz kleines MAK bestellt, aber das hängt schon seit Wochen in China fest...
Ok, weiter geht's: das erste ernsthafte Problem was ich hatte: Ausrichtung der Kamera auf den gewünschten Ausschnitt. Durch den Sucher sieht man ohnehin nichts, durch das Live-View-Bild, naja, auch schwierig. Dann dachte ich mir: Ein kleiner Leuchtpunkt-Sucher ist die Lösung. Entweder oben auf die Kamera in den Blitzschuh, oder irgendwie per L-Halter mit ein paar alten Arca-Swiss-Adaptern drangebastelt. Der Plan hat nicht funktioniert, weil ich Rechnung ohne meine Augen gemacht habe. Ich habe 3 Leuchtpunktsucher Varianten probiert. Bei jeder Variante bekomme ich die Leuchtmarkierung weder scharf noch nicht-doppelt angezeigt. Das ist auch eine Einstellungssache des Suchers. Das bekommen scheinbar meine verrückten Augen nicht hin. Eine neue Brille ist zwar ohnehin mal fällig, aber das wird das grundsätzliche Problem vermutlich nicht lösen.
Also habe ich mich mal auf die Suche nach einen kleinen Sucherrohr gemacht. Womöglich sogar mit abgewinkelten Einblick und Fadenkreuzbeleuchtung. Gefunden:
Teleskop-Express: TS-Optics 60 mm Sucher & Leitfernrohr mit ED Objektiv und T2 Anschluss-TSSU1060ED
Der 10x60 Winkelsucher und Guidescope bietet dank dem ED Objektiv eine farbreine Abbildung.
Das macht mir auch so schon auch tagsüber und Nachts über die reine Sucherfunktion hinaus eine Menge Spass, und ich sehe das beleuchtete Fadenkreuz nicht doppelt!
Jetzt kommt der eigentliche Grund meines Schreibens: Ihr ahnt es vielleicht schon: Kamera, das kleine Teleskop, mit Arca-Swiss-Zeug zusammenadaptiert auf einem Kugelkopf...geht irgendwie gar nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich das Konstrukt aufgrund des Kugelkopfes nicht sicher einstellen kann und mir schnell mal aus der Hand gleiten könnte. Teleskop und Kamera habe ich ganz gut nebeneinander aufeinander ausgerichtet, aber die Gefahr, dass das im Zuge der Ausrichtung in dem Himmel verrutscht, ist schon sehr stark gegeben. D.h. ich habe wenig Vertrauen in diese Bastelei. Ich habe leider kein Bild von dem "Konstrukt" gemacht und es auch schon wieder auseinandergebaut. Ich denke, ihr wäret mindestens peinlich berührt ;-)
Ich könnte jetzt gross einsteigen und eine AZEQ5GT-Montierung holen, aber mir würde eine deutlich kleinere/einfachere Lösung schon besser gefallen, weil ich von GOTO, Nachführung und Guiding usw. noch meilenweit entfernt bin und erstmal mit den Grundlagen richtig gut vertraut werden möchte, bevor ich den nächsten Schritt mache (oder merke, dass das der status quo für mich volkkommen ausreichend ist...)
Daher hatte ich an eine kleine manuelle azimutale Montierung gedacht. Die kann ich später dann vielleicht immer noch gut als Reisemontierung nutzen. Wie gesagt, Nachführung usw. spielt erstmal noch gar keine Rolle. Viele (alle?) dieser etwas kleineren AZ-Montierungen haben den Anschluss für die Instrumente an der Seite, d.h. dann wird ein L-Halter empfohlen, so dass das dann so aussehen könnte:

Um bei dem o.g. Produkt als Beispiel zu bleiben um meine verwirrten Gedanken zu formulieren: wenn ich Kamera und Sucherteleskop auf einen Guidemount, wie den hier, schraube...

...und das dann oben auf die L-Halterung setzte ist das ganze Konstrukt um 90° verdreht. D.h. ich müsste die Aufnahme auf dem L-Halter drehen. Könnte gehen, wenn ich neue Löcher bohre. Alternativ eine "normale" L-Halterung...

...da ist die Grundplatte allerdings nicht breit genug für Kamera und Sucherteleskop nebeneinander.
Ich kann mir vorstellen, dass ich das mit irgendeiner Adapter-Orgie für 40-50€ pro Adapter hinbekomme, aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass das nicht richtig ist, und es einen besseren Weg geben muss. Deshalb meine Frage an Euch: wie würdet ihr es machen?
Ich danke Euch schomal für Eure Gedanken & Rückmeldungen,
Ben