Hallo!
Ein 20x80 Glas habe ich nicht. Aber beim 15x70mm mache ich es folgendermaßen:
Fernglasadapter kommt auf einen Manfrottofotostativknopf, der Stativkopf ist auf die Auszugssäule eines alten Cullmanstativs geschraubt, die aus dem Stativ herausnehmbar ist. Die Auszugssäule steckt im Loch eines EQ1-Montierungsstativs und wird mit der Azimutklemme des Staivs festgeklemmt, wobei noch etwas Papkarton dazwischensteckt um die Säule nicht durch die Klemmschraube zu ruinieren. Um eine gute Verstellbarkeit zu erreichen habe ich die dreieckige EQ1-Stativverstrebungsplatte durch einen Ring aus durchlöchertem Metallband (aus dem Baumarkt) mit angeschraubten Türschanieren ersetzt. So ist das Stativ noch einigermaßen steif und die Mittelsäule kann auch mal ganz eingefahren werden, ohne an die Platte anzustoßen. Zieht man das Stativ ganz aus und dazu noch die Mittelsäule etwas aus, so sitzt das Fernglas so hoch, dass selbst zenitnahe Beobachtungen im Stehen noch halbwegs komfortabel sind. Natürlich sind die Ansprüche an ein 20x80 was die Stativsteifigkeit angeht sicher höher. Aber vielleicht regt ja diese Beschreibung zu eigenen konstruktiven Lösungen an. Vielleicht statt EQ1- EQ2-Stativ nehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Mit meiner Lösung bin ich ganz zufrieden, auch wenn man nach dauerhafter zenitnaher Beobachtung einen etwas steifen Nacken bekommt. Da ich das Fernglas aber eher für zwischendurch hernehme und nur selten stundenlang am Stück damit beobachte ist das eigentlich kein Problem. Außerdem ist diese Lösung leicht und noch halbwegs gut rucksacktauglich, was für mich wichtig ist. Und es war billig, da alle Teile bis auf das Metalllochband bereits vorhanden waren. Extrem wackelarm ist das Ganze natürlich nicht. Aber einen Liegestuhl + schwere Fernglasmontierung möchte ich nunmal nicht auf dem Fahrrad transportieren.
Gruß Florian