Montierung parallaktisch Selbstbau

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DeltaElite

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Hallo, aus chronischem Geldmangel erwäge ich den wohl teuersten Teil meines zukünftigen Teleskopes selbstzubauen:

eine parallaktische Montierung mit monströsen ausmaßen.

Gibts irgendwo eine Bauanleitung im Net wo ich wenigstens die größten Fallstricke erkennen kann?
 
Hallo Namenloser

Warum denn so bescheiden, nur zweimal auf Astronomie.de in verschiedenen Foren die gleiche Frage, es gibt noch andere Foren auf denen Du Deine Forderungen nach Wissenspreisgabe posten kannst.

Ich finde Du machst es uns zu unpersönlich und Dir zu einfach.
 
Hallo Darryl,


Deine Anfrage erinnert mich an einen Thread hier vor einigen Jahren ...

Frage damals: "Parallaktische Montierung - was ist das, brauche ich das und wo kann ich es kaufen ?"

Antwort: "Parallaktische Montierungen kauft man im parallaktischen Montierungsfachgeschaeft !"

Doch ernsthaft: Es ist nicht einfach, eine wirklich gute Montierung zu bauen. Auch ist die Frage, was Du willst - wie gross ("monstroes", also begehbare Rektaszensionsachse ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ), transportabel oder stationaer, visuell oder fotografisch, GOTO oder nicht, welches Instrument soll drauf, welcher Montierungstyp (Gabel ? Deutsch ? Hufeisen ? ...).

Dann Deine Moeglichkeiten: Hast Du eine Drehbank ? Oder einen befreundeten Dreher, der Deinen Projekten aufgeschlossen gegenuebersteht ?

Nur mal ein Beispiel: Zusammen mit 2 Freunden bauten wir 3 Montierungen - damals waren wir noch Schueler, hatten aber den Beistand einer Ausbildungswerkstatt einer Maschinenfabrik, wegen Jugend Forscht und so - also Drehen, Schweissen, das haben die fuer uns gemacht. Waere unbezahlbar gewesen fuer uns ! Wir haben teils das Material gekauft, gesaegt, gebohrt und die Gewinde geschnippelt. Und zum Schluss natuerlich lackiert ... kostenintensivster Punkt war der Rektaszensionsschneckenradantrieb. Kostete damals 440 Mark pro Nase, ohne "Mengenrabatt" wegen Abnahme dreier Sets haette es 600 Mark gekostet. Summa summarum haben wir an dieser Montierung etwa 2 Jahre lang gebaut, haben jeder um die 1000 DM reingesteckt. Sie hat 30er Wellen, ist vom Deutschen Bautyp, wiegt ohne Gegengewichte 27 kg und traegt locker 10"-Newtons. Trotz der kleinen Wellen, denn Achsdurchmesser ist nicht alles. Auch wir haben damals den Stauss gelesen und wegen seiner Langhalsigkeit verworfen ...


Zusammenfassend: Eine "schnelle Materialschlacht" ist es nicht. Eine gute, fototaugliche Montierung will gut ueberlegt sein, und wenn man einfach so drauflos macht kann das schnell in die Hose gehen ...
 
Ein Kapitel über Prinzipien (!) des Montierungsbaus gibt es im
Handbuch für Sternfreunde
Für 49 Euro zu haben z.B. beim Astroshop in HH.
Fertige 'Rezepte' wirst Du allerdings dort und anderswo vergeblich suchen.

Gruss, Peter
 
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