MT-1 Betreiben

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smile

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich möchte ein wenig mit den Schrittmotoren einer SP-DX experimentieren. Ich vermute, dass es sich um MT-1 handelt. Sie werden aktuell mit einer DMD-3 betrieben. Da ich leider kein Multimeter zur Hand habe, würde ich gerne wissen, ob Ihr wisst, mit welchen Spannungen und Strömen die 6 Kabel (rot,orange,gelb|rot,braun,schwarz) betrieben werden und wann sie geschaltet werden.

Liebe Grüße
Konstantin
 
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Hallo Konstantin,
die allgemeine Funktionsweise eines Schrittmotors ist Dir bekannt?
Falls nein, fang doch damit bitte an.

In der Regel ist die Motorspannung gleich der Betriebsspannung Deiner Steuerung. Die Motorströme hängen vom Widerstand der Motorwicklungen ab (sollte zum MT-1 rausfindbar/messbar sein) sowie von der Drehzahl des Motors (läuft er langsam, zieht er wenig Strom, läuft er schneller, zieht er mehr).
Die Drehzahl wird bestimmt duch die Frequenz der Ansteuerung der einzelnen Motorwicklungen.
 
Guten Abend, Ralf.

Herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich glaube das Prinzip eines Schrittmotors verstanden zu haben. Aber dann verstehe ich z.B. nicht, warum es sechs Kabel und nicht nur fünf gibt, bzw. warum zwei Kabel rot sind. (Teilen sich vlt. jeweils zwei Spulen eine Spannungsquelle?) Darf man annehmen, dass Braun/Schwarz und Orange/Gelb gegenüber liegen?

Ich denke mit der Betriebsspannung bestimme ich den Stromdurchfluss und damit das Drehmoment. Aber ich weiß nicht, was ein guter Wert für die MT-1 Motoren ist und ich kann es die nächste Weile auch nicht nachmessen.

Liebe Grüße
Konstantin
 
Hallo Konstantin,
andersrum wird ein Schuh draus: durch den Wicklungswiderstand ist der max. Strom bei einer bestimmten Spannung vorgegeben/begrenzt (Du must ihn begrenzen, intelligent in der Steuerung oder durch Vorwiderstände), sonst brennt Dir der Motor durch.
Und Vorsicht bitte: nicht einfach die Wicklungen unter Spannung setzen, die muß getaktet werden.

Die 6 Kabel bedeuten, daß Du einen bipolaren Stepper vor Dir hast mit jeweils einem Mittelabgriff an jeder Wicklung - das dürften die beiden roten sein.
Einen originalen MT-1 findest Du dort: http://www.btinternet.com/~mgn1/gifs/PF_unipolarwire.gif
Die Farben bei den MT-1 Clones sind leider nicht genormt. Da hilft nur messen (Widerstand).

Alles wissenswerte zum Schrittmotor:
Schau Dir mal am besten noch dort die unterschiedlichen Wicklungstypen an im Abschnitt 4: http://www.rn-wissen.de/index.php/Schrittmotoren#Schrittmotoransteuerung

 
gerade beim anfahren von schrittmotoren benötigt man recht hohe spannungen da die spule einen hohen scheinwiderstand durch Induktivität ggü. hohen frequenzen aufweist.
scheinwiderstand steigt proportional zur kreisfrequenz (R=jwL)

oder anders ausgedrückt. um bspw. einen 12V motor mit seiner vollen leistung anfahren zulassen, kann es sein das man 30V benötigt (beispielhafte werte)
der motor wird dann immer vom max. zul. strom durchflossen.
 
Hallo Ralf,

vielen Dank für die weiteren Infos und die sehr interessanten Links.

Allerdings muss ich hier nochmal nachhaken, weil ich wohl doch etwas falsch verstanden habe:
Zitat von wurzelwaerk:
Hallo Konstantin,
Und Vorsicht bitte: nicht einfach die Wicklungen unter Spannung setzen, die muß getaktet werden.
Ich dachte, wenn ich die Position halten will, muss ich eine Spule unter Strom halten.
 
Hi,
das stimmt zum halten schon, nur nicht alle auf einmal und die Polarität ist wichtig.
Ziemlich weit unten auf der von mir verlinkten Seite ist ja mal so eine Schrittfolge schematisch dargestellt (das in rosa/blau mit + und -).
 
Ja, die habe ich schon bemerkt. Ich kann wohl davon ausgehen, dass die MT-1 bipolar sind?

Jetzt wäre es noch interessant zu wissen, wiviel Strom sie vertragen und wie hoch der Widerstand ist.
 
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ok mein post war wohl zu theoretisch
1. den widerstand kannst du nicht ohne weiteres messen! PRAKTISCH 100% frequenzabhängig! brauchst du aber auch nicht, du misst den strom über den shunt und vergleichst mit max. zul. strom.
2. max. strom sollte bei jedem seriösen motor draufstehen
2a. afaik gibt es zwei max ströme (kurz und langzeit). kurzzeitig kann man die teile EXTREM überlasten
3. es gibt keine max. spannung (von etwaigen lackdurchschlagspannungen abgesehen ioi)

ich würde die finger davon lassen. es ist nicht kompliziert aber SO einfach auch wieder nicht.

gruß
 
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hoppla, halle Yashi,

ich habe Deinen ersten Post gar nicht gesehen! :(
ad 2: Die Motoren sind in der SP-DX verbaut, ich wollte das Teil nicht zerlegen (da auch nicht mein Eigentum), jedoch bin ich mit der Steuerung alles andere als zufrieden, und wollte etwas eigenes auf die Beine stellen.

Warum sollte ich die Finger davon lassen? ;) Zeitvertreib ist nunmal das: Zeitvertreib. :)
 
ich will dir das nicht ausreden

aber ich habe den eindruch das deine elektronischen kenntnisse in diesem bereich nicht die besten sind. Kann man alles lernen, nur ob ein 500+€ objekt die richtige testumgebung ist?
MIR wäre jedenfalls das üben an einem solchen objekt etwas zu...heikel ^_^


einfaches beispiel für einen "tötlichen" fehler:

die spannungsquelle liefert vermutlich mehr spannung als der motor dauerhaft aushält. lässt du den strom ungepulst zu lange durch eine spule fließen ist das teil hinüber. ein programmierfehler reicht also schon aus und alles ist futsch. das programm müsste sich nur an der richtigen/falschen stelle aufhängen.
Und ohne kenntnis des max. stroms was ein aufmachen erfordert, wenn man sicher gehen will, wird das ganze NOCH riskanter.


wenn du dich ernsthaft damit auseinandersetzen willst, schau auf mikrocontroller.de da wird das thema häufiger behandelt. kauf dir einen mini schrittmotor oder hol ihn aus einer festplatte und übe daran.

gruß
 
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Hi Konstantin,
das Board sieht schon nicht schlecht aus - braucht es "nur" noch eine Ansteuerung.
Für den MT-1 sollte das auch reichen, ich habe bei Google Angaben von ca. 300mA bei SLOW und 5-600mA bei FAST gefunden.
 
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